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Ausstellung „Vorsicht Urne“ wechselt vom Museum im Kloster ins Kreishaus

15.08.2019

Osnabrück. Frühzeit im Kreishaus: Die Ausstellung „Vorsicht Urne“ war bereits im Frühjahr 2019 im Museum im Kloster in Bersenbrück zu sehen und wurde nun von Kreisrat Selle im Kreishaus eröffnet. Aufgrund des großen Erfolgs wurde die Ausstellung der Fundstücke aus der jüngeren Bronze- und vorrömischen Eisenzeit für die Ausstellungsvitrinen beim Landkreis neu konzipiert.

Die Vergangenheit direkt vor Augen (von links):  Monika Altevogt (Kulturbüro), Axel Friedrichs (Leiter der Stadt- und Kreisarchäologie), Judith Franzen (Stadt- und Kreisarchäologie), Matthias Selle (Kreisrat), Wendel Morsink (FSJ Stadt- und Kreisarchäolgie) betrachten die alten Fundstücke aus dem Nordkreis.

Der Warnhinweis „Vorsicht Urne“ mag erst einmal verwundern. Im archäologischen Kontext erscheint er jedoch angemessen und im Fall der Ausgrabungen in Ankum und Bersenbrück auch zutreffend. Was genau das Gräberfeld auf der Nöschkenheide in Bersenbrück und den Bestattungsplatz an der Kastanienallee in Ankum verbindet, ist eine spannende Frage! Antworten darauf präsentiert die Stadt- und Kreisarchäologie in der Sonderausstellung „Vorsicht Urne“ im Kreishaus Osnabrück.

Kreisrat Selle zeigte sich bei der Ausstellungeröffnung beeindruckt von den gefundenen Urnen und Grabbeigaben: „Es ist spannend zu sehen, wie uns Totenschmuck und spezielle Grabkeramiken zeitlich und kulturell wichtige Hinweise liefern.“ Erstellt wurde die Ausstellung von Judith Franzen und Axel Friedrichs von der Stadt- und Kreisarchäologie.

Räumlich nur wenige Kilometer voneinander entfernt, offenbaren die Fundstellen in Ankum und Bersenbrück einen tiefen Einblick in die Vergangenheit des Osnabrücker Nordlandes während der jüngeren Bronze- und vorrömischen Eisenzeit. Die Fundstellen weisen auf die frühere Menschheitsgeschichte hin und berichten über die vorgeschichtliche Bestattungskultur im ersten Jahrtausend vor Christus. Anhand von Grabgefäßen, Beigaben und Grabformen kann die Archäologie Rückschlüsse auf die Lebensweise und den Alltag der Menschen ziehen, die hier vor rund 2000 bis 3000 Jahren gelebt haben.

Bis zum 10. September können sich Interessierte die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung ansehen.

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