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Bündnis gegen Depression in Stadt und Landkreis Osnabrück gegründet

22.08.2019 Ziel des Netzwerkes: Schnelle und unkomplizierte Hilfe

Osnabrück. Über Depressionen spricht man nicht – auch in der Zeit nach den Erfahrungen rund um die Erkrankung und den Suizid des Nationaltorhüters Robert Enke. Um Betroffenen schnell und unkompliziert zu helfen, hat sich deshalb unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe das Regionale Bündnis gegen Depression in Stadt und Landkreis Osnabrück e.V. gegründet. Das Netzwerk besteht aus Institutionen aus allen relevanten Bereichen der psychosozialen Versorgung, Interessierten und Betroffenen.

Das Netzwerk steht: In Stadt und Landkreis Osnabrück wurde jetzt das „Bündnis gegen Depression“ gegründet.

Rund fünf Millionen Menschen sind in Deutschland von Depressionen betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass Depressionen im Jahr 2020 die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit sein werden. „In Deutschland versterben jährlich rund 10.000 Menschen durch Suizid. Die Mehrheit von ihnen hat an einer psychiatrischen Erkrankung gelitten, in den meisten Fällen an einer Depression“, berichtet Kathrin Leiber vom Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück. In Deutschland gibt es deshalb mittlerweile in mehr als 80 Städten und Regionen Bündnisse gegen Depressionen. In Stadt und Landkreis Osnabrück nimmt die Geschäftsstelle am 17. September die Arbeit auf.

Das Bündnis setzt sich dafür ein, das Wissen in der Bevölkerung über die Erkrankung zu erweitern und Betroffenen schnelle und unkomplizierte Beratung und Hilfe zu ermöglichen. Die Prävention von suizidalen Handlungen in der Region ist ein erklärtes Ziel. Dazu will das Bündnis bestehende Versorgungsangebote weiterentwickeln und neue Initiativen fördern.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben der Stadt und dem Landkreis Osnabrück das AMEOS Klinikum Osnabrück, der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück, die Clemens-August-Klinik, die CRT Caritas- Reha und Teilhabe GmbH, die Diakonie Stadt und Landkreis Osnabrück gGmbH, die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück gGmbH, die HHO Wohnen gGmbH, das Kinderhospital am Schölerberg, die Niels-Stensen-Kliniken Bramsche GmbH und der Osnabrücker Verein zur Hilfe für seelisch behinderte Menschen.

Die Geschäftsstelle des neuen Bündnisses befindet sich im Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück in der Hakenstraße 6 in Osnabrück. Dienstags ist sie von 14 bis 16 Uhr unter Telefon 0541/501-4989 erreichbar. E-Mail: info@os-gegen-depression.de.

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