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Drei junge Künstler präsentieren Ausstellung im Kreishaus

28.08.2019 „Moin vier neun“

Osnabrück. Sie sind gute Bekannte des Landkreises Osnabrück: Zuletzt hatte die Künstlergruppe „Bunte Hunde Osnabrück“ die geologische Wand im Erlebnispark Boden mit Graffitikunst neugestaltet. Nun zeigen Christian Aretz, Marcel Ostendorf und Max Fuhrmann im Kreishaus Osnabrück einen Querschnitt ihrer Werke. Sowohl einzelne Arbeiten der drei Künstler als auch verschiedene Kooperationen sind im Foyer des Kreishauses zu sehen, darunter Sketches, Leinwände und Installationen. Der Titel der Ausstellung lautet „Moin vier neun“, womit ein Bezug zu den Postleitzahlen in und um Osnabrück hergestellt wird.

Kunst statt Vandalismus: Im Kreishaus Osnabrück zeigt die Künstlergruppe „Bunte Hunde“, wie vielseitig Graffiti sein kann. An der Ausstellungseröffnung nahmen teil (von links) die stellvertretende Landrätin Christiane Rottmann, Birga Ipsen, Monika Altevogt (Kulturbüro Landkreis Osnabrück), Max Fuhrmann, Christian Aretz, Burkhard Fromme (Kulturbüro Landkreis Osnabrück) und Marcel Ostendorf.

2018 war die Gruppe entstanden. Im Kreishaus haben sie bereits einige ihrer Arbeiten vorgestellt: ein Triptychon im Kreishausrestaurant, die geologische Wand und nun die große Ausstellung, die von der Stellvertretenden Landrätin Christiane Rottmann eröffnet wurde. „Ich freue mich, neben ganz unterschiedlichen Stilrichtungen, die wir hier bereits in der Reihe ‚Kunst im Kreishaus‘ zeigen konnten, heute erstmalig Graffiti sehen zu können“, sagte Rottmann. Außergewöhnliche Kunstwerke zeigten den Bürgerinnen und Bürgern, dass Graffiti nicht nur als Vandalismus von Jugendlichen zu sehen sei, sondern durchaus als Kunstform wahrgenommen und geschätzt werden sollte.

Die Bunten Hunde nutzen eine Mischtechnik aus Sprühlack und Acrylfarben, welche mit Pinsel, Rolle, Quast und für den Feinschliff mit Lackmarkern aufgetragen werden. Durch Wiederholung und partielle Schichtung dieser verschiedenen Stilmittel entstehen, wie im Falle von Christian Aretz, mosaikähnliche Oberflächen. Das Auge des Betrachters wird angehalten, sich im Rhythmus der Formen zu bewegen, im Detail zu verlieren und schließlich doch wieder das Große, Ganze zu erkennen. Marcel Ostendorf zeigt Bilder, bei denen er mit einer Acrylflüssigkeit arbeitet. Die Farben führen ein Eigenleben, mischen sich, stoßen sich ab, gleiten umeinander und unterbrechen sich gegenseitig. Jedes Bild wird so durch einzigartige Muster und Formen zu einem echten Unikat. Max Fuhrmann spielt mit optischen Täuschungen. Von ihm lackierte Holzskulpturen werden durch seine oft zweidimensionalen Styles in räumliche Objekte verwandelt. Auch Fotorealismus inspiriert ihn immer wieder.

Schwungvoll führte Birga Ipsen die Zuhörer in die Ausstellung ein. Sie beschrieb die Geschichte und die gesellschaftliche Situation von Sprayern und verriet Einzelheiten über das Zusammenfinden der Bunten Hunde: „Uns wurde deutlich, dass die Motive der beschriebenen jungen Künstler vielschichtiger Natur sind. Es geht Ihnen nicht mehr nur, wie einst, um die Rückeroberung der tristen Städte, sondern vielmehr um die Neuschaffung eines Zuhauses für ihre Kunst.“ Ipsen bedankte sich im Namen der Künstler für all die Türen, welche ihnen in diesem Jahr geöffnet wurden.

Die Feierstunde wurde vom Schlagzeugensemble der Kreismusikschule bereichert, die mit verschiedenen Schlagzeug- und Percussion-Varianten auf Kartons und Marimbafon zur Ausstellungseröffnung beitrugen.

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