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SOKO Varusschlacht - 30 Jahre archäologische Detektivarbeit

26.09.2019 Forum Kalkriese im Varusschlacht-Museum vom 3. bis 6. Oktober

Bramsche-Kalkriese. Ein rätselhafter Fund in der Kalkrieser-Niewedder Senke bringt die Ermittlungen vor mehr als 30 Jahren ins Rollen. 162 römische Silbermünzen und drei mandelförmige Objekte, die sich später als römische Schleuderbleie erweisen, sind der Startschuss für eine großangelegte archäologische Spurensuche. Seit 1989 liefern Ausgrabungen am Ort des Geschehens neue Indizien zum Verlauf der Varusschlacht.  Vom 3. bis 6. Oktober, 11 bis 17 Uhr,  gewährt das Kalkrieser Ermittler-Team Einblicke. Wie lässt sich ein mysteriöser über 2000 Jahre alter Fall lösen? Welche Wissenschaften sind an der Spurensicherung beteiligt und welche Beweismittel lassen sich am Tatort Kalkriese  freilegen? Bei den Thementagen vom 3. bis 6. Oktober 2019 haben die Besucher die einmalige Gelegenheit, mit dem Kalkrieser Archäologie-Team ins Gespräch zu kommen und die vielfältige Arbeit bei der Erforschung des antiken Schlachtfelds hautnah kennenzulernen.

Archäologie hautnah erleben. Bei der Stippvisite auf der Grabung.

Einem Archäologen auf der Grabung über die Schulter schauen? Die Sondengänger bei ihrer Arbeit begleiten? In der Restaurierungswerkstatt einen Blick durch das Mikroskop werfen? Oder im Park auf eine archäologische Spurensuche gehen? Für kleine und große Detektive gibt es Spannendes zu entdecken: Bei Tatortbesichtigungen an der offenen Grabung gibt es Informationen aus erster Hand. Das Grabungsteam Kalkriese gibt Einblicke in die aktuelle Grabungskampagne und zeigt am offenen Schnitt, wie archäologische Arbeit funktioniert. Und wer einen Blick auf die gefundenen Objekte werfen möchte, begibt sich zur Führung in die Restaurierungswerkstatt. Mit der Suchstaffel der Sondengänger geht es im großen Museumspark auf die Suche.

Und beim Ballistiktest an römischen Geschützen demonstriert eine Abordnung römischer Legionäre mit Nachbauten originaler Geschütze die Durchschlagskraft der römischen Artillerie. Eine Römergruppe aus dem Stuttgarter Raum ist am 3. und 4. Oktober zu Gast und präsentiert verschiedene römische Geschütze. Sie werden bei Schießvorführungen mit einem Katapult, einer Torsionswaffe, einer Jagdarmbrust und weiteren Geschützen zeigen, wie treffsicher die antiken Waffen schon vor 2000 Jahren waren. An allen Tagen wird ein römischer Bogenschütze verschiedene Pfeil- und Bogenrepliken vorführen. Der Optio Dasivs und sein Legionär von der rumänischen Gruppe TERRA APULUM sind das gesamte Forum Kalkriese vor Ort. Sie zeigen verschiedene Ballisten im Experiment. 

Auf Kinder warten viele Aktionen zum Mitmachen. Es wird geschanzt, gegraben und die Kleidung der Römer ausprobiert. Im Kindermuseum werden Phalerae, römische Ehrenabzeichen, gebastelt. Und bei einer kleinen Mitmachgrabung gehen kleine Archäologen auf Schatzsuche. Das GrabungsCamp bietet kleinen und großen Archäologiefans die Gelegenheit selbst zur Schaufel zu greifen. Führungen, Vorträge und zahlreiche weitere Programmpunkte liefern sachdienliche Hinweise zur Aufklärung  des Kriminalfalls »Varusschlacht 9 n. Chr.«. Doktorandin Uta Schröder nimmt das Schlachtfeld unter dem Motto „Hier wurde scharf geschossen“ unter die Lupe. Karin Zerbe vom Fraunhofer Institut Fürth zeigt in ihrem Vortrag, wie mit CT-Untersuchungen an archäologischem Fundmaterial Unsichtbares sichtbar gemacht wird. Der Sammlungsleiter des Museums, Dr. Stefan Burmeister, berichtet aus der aktuellen Forschung und Rebekka Kuiter, Restaurierungsvolontärin, erläutert, wie Blockbergungen bearbeitet werden.

Ganz neu im Programm ist die „Besserwisserführung“. Hier gilt es Fehler zu finden und falsche Aussagen zur Geschichte der Varusschlacht und zur Archäologie in Kalkriese zu entlarven. Führungen in der Dauerausstellung zur Varusschlacht und in der Sonderausstellung „Roms Legionen“ runden das Programm ab. Die Stadt- und Kreisarchäologie zeigt eine kleine Ausstellung im Besucherzentrum. Unter dem Titel „Vorsicht Urne“ werden die Funde und Befunde aus den Ausgrabungen in Ankum und Bersenbrück beleuchtet. Die Fundstellen weisen auf die frühere Menschheitsgeschichte hin und berichten über die vorgeschichtliche Bestattungskultur im ersten Jahrtausend vor Christus. In der Archäologie-Sprechstunde steht die Stadt- und Kreisarchäologie zusätzlich einmal täglich Rede und Antwort.

An den Thementagen zum Forum Kalkriese sind im regulären Museumseintritt alle Angebote enthalten. Ein Tagesticket kostet 9,50 Euro, eine Familienkarte für zwei Erwachsene und Kinder 20 Euro, der ermäßigte Eintritt beträgt 6,50 Euro. Tickets gibt es auch online unter https://varusschlacht.ticketfritz.de/. Die ausführliche Programmübersicht kann unter www.kalkriese-varusschlacht.de heruntergeladen werden und liegt zudem an vielen Orten in der Stadt und im Landkreis Osnabrück aus.

Das Forum Kalkriese 2019 wird vom Landkreis Osnabrück unterstützt.

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