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Landrätin wirbt für „Naturmetropole Osnabrücker Land“

13.01.2020 Neujahrsempfang im Kreishaus Osnabrück

Osnabrück. Notwendige Veränderungen in Politik und Gesellschaft: Diese Forderung spielt zunehmend eine Rolle. Auch Anna Kebschull griff in ihrer Rede beim Neujahrsempfang des Landkreises Osnabrück die künftigen Herausforderungen auf. Zugleich verband sie diese Aussagen aber mit einer Aufbruchsstimmung: „Wir haben mit dem Jahrzehnt der Veränderungen auch das Jahrzehnt der Chancen vor uns“, sagte die Landrätin.

Anna Kebschull begrüßte erstmalig als Landrätin die Gäste des Neujahrsempfangs im Kreishaus Osnabrück. In ihrer Rede spielte der gesellschaftliche Zusammenhalt eine zentrale Rolle – dargestellt auch in dem Graffiti, das die Gruppe „Bunte Hunde“ gestaltet hatten.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren in das Kreishaus Osnabrück gekommen. Ihnen verdeutlichte die Landrätin, dass die Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden könnten. Dazu gehörten etwa Klimawandel, Demografischer Wandel oder Digitalisierung. Diese könnten auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Allerdings: Wenn alle Akteure gemeinsam Ideen entwickelten, könnten die Herausforderungen zu Chancen werden, sagte Kebschull.

Eines ihrer vordringlichen Ziele: die Entwicklung einer „Naturmetropole Osnabrücker Land“. Die ersten Schritte seien seit ihrem Amtsantritt im November des vergangenen Jahres bereits in die Wege geleitet worden, sagte die Landrätin. So habe die Verwaltung eine Projektskizze entworfen, die die Mobilität in eine neue Richtung leiten soll. In Kürze solle dann eine Bedarfs- und Erwartungsanalyse entwickelt worden. „Die Entwicklung einer klimaneutralen Region birgt große Chancen und bietet die Möglichkeit, die Lebensqualität der Menschen, die Entwicklung der Wirtschaft und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken“, führte Kebschull aus.

Die Notwendigkeit der Veränderungen ergäben sich durch die Klimafolgen und die damit verbundenen Kosten. Kebschull verwies in diesem Zusammenhang auf die Schäden durch Borkenkäfer, Eichenprozessionsspinner, Hochwasserschutz oder Dürreereignissen. Ein wesentlicher Baustein müsse die flächendeckende innovative ÖPNV-basierte Mobilität sein.

Auch im Bereich Landwirtschaft gebe es große Herausforderungen: „Viel zu spät wurde gegengesteuert und jetzt kommen Ernteausfälle durch klimatische Veränderungen, verschärfte Anforderungen für mehr Tierwohl und für den Wasserschutz sehr geballt auf die Landwirte zu.“ Hier müssten aber nicht nur die Landwirtschaft sondern auch Politik und Verbraucher die notwendigen Veränderungen vollziehen. „Ich möchte weg von Schuldzuweisungen, hin zu fachlich und sachlich fundierten Fakten, anhand derer wir mit allen Beteiligten eine für Landwirte verträgliche Anpassung an die Herausforderungen schaffen.“ So müssten alle Akteure miteinander sprechen und Landwirte wie auch Naturschützer gemeinsam nach Lösungen suchen.

Das „Miteinander“ betonte die Landrätin mehrfach: „Unsere Aufgabe hier vor Ort ist es, dieser Ungewissheit entgegenzutreten und mit den Menschen gemeinsam Ideen, Konzepte, Ziele und Maßnahmen zu entwickeln.“ Sie habe im Wahlkampf mit sehr vielen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen gesprochen und festgestellt, dass in der Bevölkerung eine Motivation für Veränderungen gegeben sei: „Es existiert der Wunsch nach Beteiligung und Einbringung gesellschaftlichen Engagements. Das ist ein Schatz der uns da angeboten wird.“

Kebschull schnitt zudem noch weitere Thema an. Dazu gehörte etwa der Bereich Pflege, in dem es zunehmend an Fachkräften fehle. Hier sei es notwendig, auch ausländische Fachkräfte nach Deutschland einzuladen. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang durch die Mitglieder der Theater- und Musikgruppe Querkopf aus Bramsche, die alte Bekannte des Landkreises sind: 2014 hatte die Gruppe den erstmalig ausgelobten Inklusionspreis gewonnen.

Zum Schluss holte die Landrätin die politischen Vertreter des Landkreises sowie Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern auf die Bühne und gab den Fraktionsvorsitzenden des Kreistags das Wort. Mit dieser Geste unterstrich Kebschull noch einmal ihr Motto, dass Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Institutionen gemeinsam Lösungen entwickeln könnten.

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