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Landkreis dankt Wallenhorster Unternehmen Schütte für Engagement

30.04.2020 200.000 Schutzmasken für das Osnabrücker Land

Wallenhorst. Gute Kontakte nach China genutzt: Die Firma Franz Joseph Schütte GmbH aus Wallenhorst hat ihre guten Beziehungen zu chinesischen Produzenten genutzt und die Lieferung von 200.000 Schutzmasken organisiert. Für dieses Engagement bedankte sich die Erste Kreisrätin Bärbel Rosensträter: „Wir sind Björn Schütte sehr dankbar, dass er seine guten Geschäftsbeziehungen zum Wohle der Menschen im Osnabrücker Land eingesetzt und dabei auch auf wirtschaftlichen Gewinn verzichtet hat.“ An der Beschaffung der Masken waren neben dem Unternehmen auch sieben Kommunen aus dem Landkreis Osnabrück beteiligt.

Auf Lager: In Wallenhorst nahmen Bärbel Rosensträter (von links, Landkreis Osnabrück,), Marc Schewski (Hilter), Heiner Pahlmann (Bramsche), Tobias Avermann (Bad Laer), Andreas Dreier (Melle), Viktor Hermeler (Belm), Guido Halfter (Bissendorf), Björn Schütte und Otto Steinkamp (Wallenhorst) die ersten Schutzmasken in Empfang.

100.000 der sogenannte KN95-Masken, einer Mund-Nase-Bedeckung, die im Wesentlichen der europäischen FFP2-Norm entspricht, sind bereits von China nach Wallenhorst geliefert worden. Eine weitere Lieferung derselben Menge ist vom Frankfurter Flughafen aus auf dem Weg. Die Gemeinden Wallenhorst, Belm, Bissendorf, Bad Laer und Hilter, die Städte Melle und Bramsche sowie die Franz Joseph Schütte GmbH hatten die Bestellung gemeinsam organisiert. Die Bürgermeister der beteiligten Kommunen, die Erste Kreisrätin Bärbel Rosensträter und Unternehmer Björn Schütte nahmen die Ware jetzt vor Ort in Augenschein.

„Da ich Anfang April mitbekommen habe, dass die Versorgungslage insbesondere von FFP2-Masken sehr schwierig ist, habe ich Björn Schütte gefragt, ob er Möglichkeiten hat, eine größere Lieferung zu ermöglichen“, so Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp, dem die guten Geschäftsbeziehungen des örtlichen Sanitärgroßhändlers zu China bekannt gewesen seien. Schütte habe zugesagt und in sehr kurzer Zeit sei dann gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus den Rathäusern in Melle, Bramsche, Belm, Bissendorf, Bad Laer und Hilter ein Auftragsvolumen von 100.000 Masken abgestimmt worden. „Dann wurde auch noch der Landkreis Osnabrück mit ins Boot geholt und die Menge auf 200.000 Stück verdoppelt“, so Steinkamp.

Ziel der Aktion sei es, insbesondere den Pflegeeinrichtungen vor Ort ein Angebot unterbreiten zu können. Sollte es in anderen Kommunen Engpässe geben, werde man selbstverständlich gemeindeübergreifend aushelfen, sind sich die beteiligten Bürgermeister einig.

Unkompliziert zu helfen sei für ihn selbstverständlich, so der Wallenhorster Unternehmer Schütte: „Als mir Otto Steinkamp das Problem und die teilweise dramatische Situation in Pflegeeinrichtungen erklärt hat, habe ich sofort Unterstützung zugesagt. Wir leben in einer Solidargemeinschaft, wo man einander hilft, wenn man kann.“ Schütte betont weiter, dass er an der Ware kein Geld verdiene, sondern diese nur „pro bono“ durchhandele. „Ich möchte mit der Not anderer Menschen kein Geld verdienen.“ Zwischenzeitlich habe die Franz Joseph Schütte GmbH sogar noch weitere rund 350.000 einfache Schutzmasken für den Landkreis Osnabrück organisiert und ausgeliefert.

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