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Bildungsbüros bieten Online-Veranstaltungen für Eltern und pädagogische Fachkräfte an

29.06.2020 „WhatsApp, Instagram & Snapchat“

Osnabrück. Neue Wege aufgrund der Kontaktbeschränkungen: Da aufgrund der Corona-Pandemie Präsenzveranstaltungen nicht möglich sind, haben die Bildungsbüros (in Trägerschaft der vhs Osnabrücker Land) im Landkreis Osnabrück erstmalig eine abendliche Live-Online-Veranstaltung für Eltern angeboten. Im Rahmen des Projekts QualiVIT lautete das Thema: „WhatsApp, Instagram & Snapchat – was geht das uns Eltern an?“ Rund 60 Mütter und Väter folgten der von Moritz Becker und Ralf Willius vom pädagogischen Team Smiley e.V. moderierten Veranstaltung.

Für Erwachsene ist oft schwer nachzuvollziehen, wie Kinder und Jugendliche mit sozialen Medien umgehen. Deshalb ging es in der Veranstaltung darum, die umfangreiche Kommunikation per WhatsApp oder das Online-Spielen etwa von Minecraft besser zu verstehen. Dabei waren die Teilnehmenden durch den Chat eingebunden und konnten ihre Fragen oder Anmerkungen direkt mitteilen. Co-Moderator Willius spiegelte diese Infos an Becker zurück und ermöglichte so den Austausch.

Die Referenten machten deutlich, dass der digitalen Welt eine starke soziale Komponente innewohnt, die vielleicht auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. So spielen für Kinder und Jugendliche etwa Aspekte wie der Wunsch nach Anerkennung, Neugierde, Orientierung, Unbekümmertheit, Identitätsentwicklung oder Freiheit bei der Nutzung digitaler Angebote eine große Rolle.

Problematisch sei, dass Eltern selbst keine Vorbilder in der Medienerziehung hätten, da diese Entwicklung verhältnismäßig jung sei, verdeutlichte Becker. Daher sei es für Eltern wichtig zu verstehen, warum über WhatsApp bereits frühmorgens intensiv mit Schulfreunden kommuniziert werde. „50 Nachrichten vor dem Frühstück“ oder „Den Ton haben wir inzwischen ausgemacht!“: Die Kommentare der Eltern während des Webinars zeigten, dass dies nicht immer leichtfällt.

Die Veranstaltung verdeutlichte zudem, dass viele Eltern ähnliche Erfahrungen machen und mit denselben Herausforderungen umgehen müssen. Laut Becker ist es dabei wichtig zu sehen, dass Jugendliche ein Bedürfnis nach Autonomie haben, was Begleitung erfordere. Deshalb sollten sich Eltern mit der Kontrolle zurückhalten. Das Fazit des Medienpädagogen Becker lautete, dass sich die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung nicht verändert hätten. Neu sei die Kindheit im Zusammenspiel mit dem Internet und seinen Möglichkeiten. Die Abschlusskommentare der Eltern zeigten, dass Thema und Format der Veranstaltung den Zeitgeist treffen und weitere Angebote dieser Art von den Eltern gewünscht werden.

Die Bildungsbüros bieten einen weiteren Online-Termin zu diesem Thema für Lehrkräfte sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter an: „Whatsapp, Instagram & Snapchat – Was geht Schule das an?“, findet am 13. Juli, 19 bis 20.30 Uhr statt. Anmeldungen sind über www.qualivit.de möglich.

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