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Willkommensbehörde

Probleme mit Wespen oder Hornissen?

„Wir haben ein Wespen- oder Hornissennest in oder an unserem Haus, was ist zu tun?“ Mit dieser fast typischen Frage werden die meisten Telefonate eröffnet, wenn sich jährlich bis zu 800 Bürger an die rd. 40 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Beraternetzes der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück wenden. In vielen Fällen kann bereits per Telefon geholfen werden. Beraten wird aber auch vor Ort. Wo es tatsächlich zwingend angebracht ist, das Nest eines Wespen- oder Hornissenvolkes zu entfernen, sind die Berater dazu ausgebildet, dieses art- und fachgerecht umzusiedeln.

Die Berater sehen ihre Hauptaufgabe darin, die Bevölkerung in erster Linie über die Lebensgewohnheiten dieser freilebenden Tiere und das richtige Verhalten ihnen gegenüber zu informieren sowie Vorurteile abzubauen. Mit der Beratung sollen unbegründete Ängste abgebaut und mehr Verständnis für die Tiere aufgebaut werden. Oft sind es die frei sichtbaren kugeligen von Tennis- bis Fußballgröße reichenden Nester der freinistenden Arten in Gebüschen oder außen an Gebäuden, die Bürger zu zum Telefon greifen lassen. Hierzu muss man wissen, dass die Wespenarten dieser Nester als friedfertig gelten. Zu ihnen zählen die Sächsische Wespe, die Mittlere Wespe und die Waldwespe. Sie verteidigen ihr Nest nur innerhalb eines kleinen Bereichs von ca. 2 m und lassen den Menschen in Ruhe.

Lästig werden dagegen im Spätsommer nur die beiden Arten Deutsche und Gemeine Wespe. Sie bauen ihre Nester unterirdisch in Mäuse- oder Maulwurfsgängen oder in schwer zugänglichen, oberirdischen Höhlungen, z.B. hinter Hausverkleidungen oder Rolladenkästen. Nur die gemeine Wespe sticht auch außerhalb des Nestbereiches, verteidigt sich also überall und nervt beim Kaffeetrinken oder Grillen auf der Terrasse.

Bei der Hornisse handelt es sich um die größte Wespenart. Die Königin sieht mit ihren 4 cm Länge imposant aus, ihre Hilfsweibchen erreichen eine Länge von ca. 2,5 cm. Hornissen sind nützlich, da sie in ihrer Hochsaison bis 500 gr. Schadinsekten an die Larven verfüttern. Von Kaffeetischen halten sie sich fern. Aber auch sie stechen, um ihr Nest zu verteidigen.

Hornissen und Hummeln sind in unserem Lebensraum stark zurückgegangen und stehen deshalb unter dem besonderen Schutz der Bundesartenschutzverordnung, die es grundsätzlich verbietet, die Tiere unnötig oder mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten.  

Wespe

Ausführliche Informationen über Wespen, Hornissen und Hummeln sowie über die wichtigsten Verhaltensregeln gegenüber herumfliegenden Tieren und im Nestbereich enthält die Broschüre „Keine Angst vor Wespen und Hornissen“, die Sie auch rechts im Download abrufen können. Sollten Sie dennoch Fragen oder Probleme haben, für die Sie einen persönlichen Rat benötigen, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Beraterteams gern zur Verfügung. Die Namen und Telefonnummern der Berater vor Ort können Sie auch im Download rechts abrufen.

Bitte bedenken Sie, dass die meisten der ehrenamtlich tätigen Berater berufstätig sind. Rufen Sie daher nur in der Woche in der Zeit zwischen 17.00 und 20.00 Uhr an -  und möglichst nicht an Wochenenden, auch wenn Ihnen Ihr Fall dringend erscheint. Bitte bedenken Sie, dass Nester von Wespen und Hornissen nicht schlagartig entstehen. Sie werden meistens durch Zufall entdeckt und existieren dann bereits seit einigen Wochen, ohne vorher bemerkt worden zu sein. Möglichst sollten sie noch ein paar weitere Wochen an seinem Standort akzeptiert werden, bis sie von ihrem Volk verlassen werden. Sie bleiben dann leer zurück und werden im nächsten Jahr nicht wieder besiedelt.

Das Beraterteam wird durch die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück finanziert. Beratungen sind kostenlos, Spenden jedoch willkommen. Lediglich für die arbeits- und zeitaufwändige Umsiedlung des Nestes wird eine Gebühr erhoben. Hierin sind alle Leistungen (Umsiedlung, Fahrtkosten, Nachbetreuung des umgesiedelten Nestes) enthalten.

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