Woche der Brüderlichkeit

Anfang März 2022 wird in Osnabrück die Woche der Brüderlichkeit eröffnet und durch ein ganzjähriges Rahmenprogramm in Stadt und Landkreis Osnabrück begleitet. Die Woche der Brüderlichkeit wird seit 1952 bundesweit unter jährlich wechselnden Themenstellungen von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit durchgeführt. 

Hände greifen ineinander

Im Rahmen des bundesweiten zentralen Eröffnungswochenendes wird die Buber-Rosenzweig-Medaille an Persönlichkeiten und/oder Organisationen verliehen, die sich im interreligiösen und interkulturellen Dialog oder im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus außerordentliche Verdienste erworben haben. Das Rahmenprogramm gestalten Religionsgemeinschaften, Einrichtungen, Vereine und Initiativen aus der jeweilig ausrichtenden Stadt oder Region. Träger der Ausrichtung in Osnabrück sind der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR), die Osnabrücker Gesellschaft, die Stadt und der Landkreis Osnabrück. Die weitere Organisationsform sieht ein Steuerungsteam vor, in dem Vertreter*innen der christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinde die wesentlichen Dinge gemeinsam mit den Veranstaltern beraten und entscheiden und die Veranstaltergemeinschaft, die insbesondere das Rahmenprogramm mit vielfältigen Beiträgen gestaltet.

Jahresthema 2022

Im Jahr 2022 wird die Woche der Brüderlichkeit das Jahresthema „Fair play – jeder Mensch zählt“ haben. Das Motto „Fair play“ kennt man aus dem Sportbereich, aber im Grunde betrifft es viele Bereiche menschlichen Zusammenlebens. Mit dem Zusatz „jeder Mensch zählt“ bekommt es eine Bedeutung für das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Weltanschauungen, betrifft das Thema Inklusion und soziale Gerechtigkeit ebenso wie die Teilhabe an kultureller Bildung oder die Möglichkeit sportlicher Betätigung.

Peter Fischer vor Redepult
Peter Fischer

Rassismus und Antisemitismus, jede Art von Ausgrenzung und Stigmatisierung von Menschen sind Gesinnungen, die mit diesem Motto nicht vereinbar sind.

Ein wichtiger Baustein des Rahmenprogramms soll der interreligiöse Dialog, insbesondere Trialogprojekte zwischen Juden, Christen und Muslimen sein.

Als Hauptziele wurden benannt:

  • Begegnung und Dialog zwischen Menschen ermöglichen
  • einen wirksamen Beitrag gegen Antisemitismus leisten
  • den Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften intensivieren
  • insbesondere junge Leute als neue Zielgruppe gewinnen

Preisträger 2022

Der DKR zeichnet 2022 für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus folgende Preisträger mit der Buber-Rosenzweig-Medaille aus:

Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt und den Sportverband MAKKABI Deutschland e.V. Peter Fischer setzt sich seit Jahren dafür ein, dass im Sport, insbesondere im Fußball, eindeutig Position gegen Hass, Gewalt, Antisemitismus und Rassismus bezogen wird. Ebenso zeichnet er mitverantwortlich für die intensive Aufarbeitung der NS-Geschichte der Frankfurter Eintracht.

Der Dachverband Makkabi Deutschland und seine Ortsvereine bringen jüdische und nicht-jüdische Sportlerinnen und Sportler zusammen und schaffen so eine Plattform für das Kennenlernen der verschiedenen Kulturen und Lebenswelten.

Informationen zum Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm ist ganzjährig vorgesehen; einen Anfang wird u. a. der Holocaust-Gedenktag Ende Januar setzen und ein Ende das jüdische Lichterfest Chanukka im Dezember.

Anmeldung der Veranstaltungen

In der Anlage finden Sie ein Formblatt für die Anmeldung der Veranstaltungen des Rahmenprogramms mit der Auflistung aller benötigten Informationen und auch Angaben zur Bildqualität der Fotos, die soweit möglich auch mitgesandt werden sollten.

Alon Meyer vor Logo  MAKKABI Deutschland e.V.
Alon Meyer

Da ein ganzjähriges Veranstaltungsjahr geplant wird, sollten die jeweiligen Veranstaltungen frühzeitig angemeldet werden, selbst wenn die Planungen noch nicht ganz abgeschlossen sind. So können Termindoppelungen vermieden werden oder auch Termine zu sich abzeichnenden Themenblöcken zusammengelegt werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Die allgemeine übergreifende Öffentlichkeitsarbeit wird im Wesentlichen durch die Veranstalter in Absprache mit dem Steuerungsteam geleistet. Aufgrund des langen Veranstaltungszeitraumes wird es nicht nur Printprodukte geben, die die Woche der Brüderlichkeit Osnabrück bewerben, sondern insbesondere eine Internetseite, die tagesaktuell gehalten werden kann.

Für die jeweiligen Veranstalter werden auf der Internetseite die wesentlichen Gestaltungsmerkmale für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit zum Download bereitstehen: Logos, Vorlagen für Social-Media-Posts. So kann auch bei Printprodukten für die einzelnen Veranstaltungen auf den Zusammenhang mit der Woche der Brüderlichkeit aufmerksam gemacht werden. Eine kurze Abstimmung zur Platzierung der Logos vor dem Druck der Produkte wäre wünschenswert.

Informationen über Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück bemüht sich derzeit um Fördermittel für das Rahmenprogramm. Hiervon abhängig hat auch die Gesellschaft begrenzte Möglichkeiten Projekte zum Beispiel im Rahmen von Kooperationen zu unterstützen. Falls Bedarf und Interesse an einer Kooperation besteht, wird um eine frühzeitige Ansprache gebeten.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, projektbezogene Fördermittel bei der Stadt und dem Landkreis Osnabrück zu beantragen.

Buber-Rosenzweig-Medaille
Buber-Rosenzweig-Medaille
  • Förderung von Veranstaltungen in der Stadt durch Veranstalter aus der Stadt Osnabrück
  • Förderung von Veranstaltungen im Landkreis durch Veranstalter aus dem Landkreis (um vorherige Kontaktaufnahme mit dem Kulturbüro wird gebeten : Tel.: 0541 501 6 4033, kulturbuero@landkreis-osnabrueck.de).

Bitte setzen Sie sich frühzeitig mit den Verantwortlichen in Verbindung. Herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihre Beteiligung

Kontakt

Stadt Osnabrück, Büro für Friedenskultur

Christine Grewe

Deutschland

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e. V.

Angela Müllenbach-Michel

Deutschland