Übergangsmanagement Schule-Beruf

Das Übergangsmanagement Schule – Beruf bündelt hat drei Handungsgebiete und vernetzt die Angebote im Übergang zwischen Schule und Beruf und vermittelt junge Menschen in Ausbildung und Arbeit.

  • Schulverweigerung (Fachberatung Schulverweigerung): Ein Angebot für Schulverweigerer, zur Vermeidung von Schulabbrüchen und zur Erlangung eines Schulabschlusses.
  • Die Ausbildungslotsen: Ein Angebot zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration von jungen Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt, sowie eine nachhaltige Begleitung zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen.
  • Die Servicestelle Schule-Wirtschaft: Ein Angebot zur systematischen Nachwuchsgewinnung von Unternehmen durch den Aufbau tragfähiger Kooperationsstrukturen zwischen Schulen und Unternehmen.
Servicestelle Schule-Wirtschaft
Videobeitrag: Berufsorientierungsparcours in Bramsche

Neben der Vermittlung von Fähig- und Fertigkeiten sowie persönlichen Qualifikationen werden die jungen Menschen in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt. Zu den Angeboten zählen Beratung, Begleitung, Förderung schulischer und beruflicher Abschlüsse, die Besetzung freier Ausbildungsstellen und die Unterstützung von Unternehmen bei der Nachwuchsgewinnung und während der betrieblichen Ausbildung.

Ziel ist

  • die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe junger Menschen - Jugendsozialarbeit
  • die verbesserte Chancengleichheit benachteiligter Jugendlicher im Bildungssystem
  • die  Entwicklung beruflicher Perspektiven und die Integration in Arbeit und Ausbildung sowie
  • die Sicherung des Fachkräftebedarfs im Landkreis Osnabrück.

Das Übergangsmanagement schließt die Schnittstelle zwischen den Rechtskreisen SGB II, SGB III, SGB VIII, SGB XII, der Bildungskoordination des Landkreises Osnabrück und den Allgemein- und Berufsbildenden Schulen. Das Übergangsmanagement trägt damit zu einer verbesserten Kooperation und Koordination der Akteure bei. In Zusammenarbeit mit kommunalen und freien Akteuren setzt die Unterstützung des Übergangmanagements zur beruflichen und sozialen Integration schon vor dem Schulabschluss ein.

Im Rahmen der Netzwerkarbeit, arbeitet das Übergangsmanagement mit Betrieben, Schulen, Eltern, der Agenturen für Arbeit, den Jugendwerkstätten oder Bildungsträgern eng zusammen.

Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen verbessern die Chancen auf Praktikums- und Ausbildungsplätze. Indem Schulen und Unternehmen gemeinsam die Verantwortung für die Unterstützung bei der Gestaltung von Bildungs- und Berufsbiografien junger Menschen übernehmen, stärken sie den Wirtschaftsstandort und minimieren dauerhaft die Abwanderung von potentiellen Fachkräften in andere Regionen. Die Servicestelle Schule-Wirtschaft unterstützt bei der Organisation und Koordination einer flächendeckenden Zusammenarbeit zwischen weiterführenden Schulen und Unternehmen zur Verbesserung der Berufsorientierung, zur Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Arbeitswelt sowie zur Besetzung freier Ausbildungsstellen

Übergangsmanagement

Was wir bieten:

  • Schaffung eines Austausches zwischen Schulen und Betrieben in regelmäßigen Netzwerktreffen
  • Organisation von Ausbildungsmessen und Berufsorientierungsveranstaltungen
  • Beratung der Unternehmen und Schulen zu möglichen Kooperationsformen
  • Vermittlung einer zum Profil des Unternehmens passenden Schule in der Region
  • Anbahnung und Begleitung der Kooperationen mit dem Ziel, die Berufsorientierung, Berufswahl- und Ausbildungsvorbereitung der zukünftigen Auszubildenden zu stärken
  • Begleitung, Fortentwicklung und Evaluation von bestehenden Kooperationen
  • Unterstützung bei der Suche nach Azubis
  • BINKOS als Praktikumsvermittlungsplattform

Wie profitieren Sie als Unternehmen?

  • Sie lernen zukünftige Auszubildende früher kennen und  können sie an sich binden.
  • Durch praxisorientierte Projekte an Schulen und mit SchülerInnen können Sie Einfluss auf die Qualität der Ausbildungsreife nehmen.
  • ¼ der Jugendlichen eines Jahrgangs erreichen keinen Schulabschluss oder brechen ihre Ausbildung ab. Bis zu 1/3 der Studierenden beendet das Studium nicht. Praxisorientierte Berufsvorbereitung verringert die Abbruchquote, wodurch mehr Auszubildende langfristig an Ihr Unternehmen gebunden werden.
  • Die Unternehmen können mit Jugendlichen rechnen, die auf die Arbeits- und Berufswelt vorbereiten sind.
  • Durch den frühzeitigen Kontakt zu Schülerinnen und Schülern können Sie den Gesamtaufwand für Rekrutierung mittelfristig reduziert und erreichen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen.
  • Gesellschaftliches Engagement bzgl. der Unterstützung bei der Gestaltung von Bildungs- und Berufsbiographien junger Menschen steigert Ihr Image im Sinne der „Corporate Social Responsibility“ und trägt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts bei.
  • Sie präsentieren sich als attraktiver Arbeitgeber für potentielle Fachkräfte.
  • Sie bekommen Einblick in Aufgaben, Methoden und Möglichkeiten der Schulen und können den Schulalltag mitgestalten.

Wie profitieren Sie als Schule?

  • Durch praxis- sowie anwendungsorientierte Projekte und unternehmerische Begleitung werden die Berufsorientierungsangebote Ihrer Schule erweitert.
  • Realen Fragen und Aufgabenstellungen und Aufträgen des Partnerunternehmens aus der Betriebspraxis verleihen Projekten und Unterrichtsinhalten einen Ernstcharakter und verstärken den Realitätsbezug.
  • Lehrkräfte haben die Möglichkeit, sich im Austausch mit Unternehmensvertretern in ökonomischen, technischen und Personalfragen auf dem Laufenden zu halten.
  • In praxisorientierten Projekten erlernen die Schülerinnen und Schüler neue Handlungsstrategien.
  • Sie erhalten einen langfristigen Kooperationspartner zur Umsetzung des Bildungsauftrags bezüglich der Berufsorientierung an weiterführenden Schulen mit Verankerung im Schulprogramm.
  • Sie präsentieren sich als zukunftsorientierte Schule mit gesellschaftlicher Verantwortung

Informationsmaterialien zum Handlungsfeld Schule-Wirtschaft

 

Die Ausbildungslotsen unterstützen junge Menschen zwischen 15 und 26 Jahren auf dem Weg in die und während der Ausbildung. Ziel ist die Erreichung eines Schulabschlusses, der erfolgreiche Übergang in Ausbildung und Arbeit sowie ein Berufsabschluss. 

Die Ausbildungslotsen beraten junge Menschen,

  • die keine klaren beruflichen Aussichten haben,
  • schulische Schwierigkeiten haben,
  • die Probleme lösen möchten, die den beruflichen Einstieg behindern
  • die Schwierigkeiten in der Ausbildung haben.
Ausbildungslotsen

Die Ausbildungslotsen unterstützen Unternehmen:

  • bei der Nachwuchsgewinnung
  • bei Schwierigkeiten mit einem Auszubildenden
  • bei der Steigerung der Ausbildungsqualität

 Die Ausbildungslotsen

  • klären berufliche Ziele
  • schreiben Bewerbungen mit den Jugendlichen
  • üben Einstellungstests und Vorstellungsgespräche
  • suchen nach Ausbildungsstellen, Schul-,  Qualifizierungs- und Praktikumsangeboten
  • vermitteln in den ersten Arbeitsmarkt und
  • halten Kontakt auch nach der Vermittlung in Ausbildung und Arbeit.

Je nach Einzelfall greifen die Ausbildungslotsen auf ein Netzwerk vorhandener Hilfen zurück und führen die unterstützenden Hilfen der unterschiedlichen Institutionen zusammen. Die Ausbildungslotsen nehmen über die Schulsozialarbeit, die Lehrkräfte, die Außenstellen der MaßArbeit, der Berufsberatung und anderen Institutionen Kontakt zu den Jugendlichen auf. Jeder Jugendliche kann sich aber auch direkt bei den Ausbildungslotsen melden. Das Angebot ist kostenlos.

Pro-Aktiv-Center

Das Pro-Aktiv-Center ist ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen und des Europäischen Sozialfonds. Ziel ist die berufliche und soziale Integration benachteiligter junger Menschen. Grundlage ist der § 13 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz). Die Fördermittel des Pro-Aktiv-Centers unterstützen die Tätigkeit der Ausbildungslotsen.

Seit 1999 engagiert sich der Landkreis Osnabrück im Bereich der Vermeidung von  Schulverweigerung und der inner- und außerschulischen Unterstützung von jungen Schulverweigerern und deren Eltern. Ziel ist es, für jeden Schulverweigerer ein Angebot zur Vermeidung des Schulabbruches und zur Erreichung eines Schulabschlusses vorzuhalten.

Koordination Fachbereich Schulverweigerung

Aufgabe der Koordinierungsstelle Schulverweigerung ist die Vernetzung der Akteure im Bereich Schulverweigerung sowie die fachliche Begleitung und Konzeptionierung der bestehenden Angebote. Hierzu gehören im Besonderen die Weiterentwicklung der Handreichung zum Umgang mit Schulverweigerung in der Schule und die Erhebung von Zahlen und Daten zur Schulpflichtverletzung.

Team Schulverweigerung

Fachberatung Schulverweigerung  

Die Fachberatung Schulverweigerung ist ein Angebot für schulverweigernde Jugendliche ab 14 Jahren, deren Eltern und Schulen. Frühzeitig wird eine Beratung sowie die Vermittlung individueller Hilfen mit dem Ziel der Reintegration in Schule und/oder zur Vermeidung eines Schulabbruches initiiert. Die Fachberatungsstelle koordiniert die einzelfallbezogenen Hilfen und steuert den Prozess der Förderplanung.

Die Fachberatung Schulverweigerung hat jährlich zu durchschnittlich 150 Schulverweigerern Kontakt. Der größte Teil der Jugendlichen wird in ein außerschulisches Angebot zur Schulpflichterfüllung vermittelt. Einige Jugendliche können aufgrund einer intensiven Begleitung durch die Fachberatung an der Herkunftsschule verbleiben und zu einem regelmäßigen Schulbesuch motiviert werden.

Wir kooperieren mit und werden gefördert von:

Jungen Menschen eine berufliche Perspektive geben … das ist das Ziel von "JUGEND STÄRKEN im Quartier" in Belm, Dissen und im Artland.

Die Europäische Union setzt sich entschlossen für die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen und für eine Gesellschaft ohne soziale Ausgrenzung ein. 

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung der Beschäftigung und sozialer Integration in Europa.

Wir kümmern uns um Familie, Senioren, Frauen, Kinder und Jugendliche, Wohlfahrtspflege, Freiwilligendienste und bürgerschaftliches Engagement.

Kontakt

MaßArbeit (Jobcenter) kAöR

Am Schölerberg 1
49082 Osnabrück
Deutschland

Montag bis Freitag
8 bis 13 Uhr
Donnerstag
8 bis 17:30 Uhr

Pro-Aktiv-Center

Das Pro-Aktiv-Center ist ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen und des Europäischen Sozialfonds. Ziel ist die berufliche und soziale Integration benachteiligter junger Menschen. Grundlage ist der § 13 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz). Die Fördermittel des Pro-Aktiv-Centers unterstützen die Tätigkeit der Ausbildungslotsen.

Internetportal der Ausbildungsregion Osnabrück

Für die Ausbildungsregion Osnabrücker Land soll eine gemeinsame Homepage (Landingpage) der Akteure im Übergang Schule-Beruf entwickelt werden.

Logo Europäischer Sozialfonds