Breitbandversorgung vor Ort

Ein schneller Internetzugang ist Voraussetzung für die zukünftige Entwicklung der Informationsgesellschaft und damit die Grundlage für Ansiedlung und den Verbleib von Menschen und Wirtschaftsbetrieben. Im ländlichen Raum ist ein schneller Internetzugang ein wichtiger Faktor und eine existenzielle Notwendigkeit zur Vorbeugung einer Abwanderung von Mensch und Betrieb. 

Eine flächendeckende Versorgung mit Breitbanddienstleistungen auf hohem Niveau ist somit für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Gemeindegebiet von erheblicher Bedeutung. Da die erforderliche flächendeckende Versorgung  in absehbarer Zeit nicht durch die am Markt tätigen Telekommunikationsunternehmen sichergestellt ist,  haben alle 34 dem Landkreis Osnabrück angehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden sich entschlossen, ihre Gemeindegebiete gemeinsam mit dem Landkreis Osnabrück zur Daseinsvorsorge mit Breitbanddienstleistungen zu versorgen.

Erfahren Sie, ob sich Ihre Adresse im geförderten Ausbaugebiet befindet

Im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus darf sich der Landkreis nur dort engagieren, wo weniger als 30 Mbit/s im Download verfügbar sind (sogenannte „Weiße Flecken“). Über die verfügbare Bandbreite und entsprechende Produkte informieren die Telekommunikationsanbieter sowie die allgemeinen Vergleichsportale auf ihren Webseiten. Die „Weißen Flecken“ werden vom Landkreis in mehreren Ausbauschritten sukzessive ausgebaut. Ob Sie sich in einem der Ausbauschritte wiederfinden, erfahren Sie hier.

Karte Breitbandabdeckung
Ein Klick auf die Karte ruft das GIS-System (Geographische Informationssysteme) zur Darstellung des Breitbandausbaus auf

Für vom Ausbau betroffene Bürgerinnen und Bürger stehen unter Download (am Ende der Seite) konkrete Hinweise zur Verfügung. Sofern sich Ihre Adresse in einem der „Weißen Flecken“ befindet, aber in keiner der Ausbaustufen berücksichtigt werden konnte, beraten wir Sie gerne: breitband@landkreis-osnabrueck.de

Uns ist bewusst, dass die Bürgerinnen und Bürger in den ländlichen Gebieten so schnell wie möglich einen schnellen Internetanschluss brauchen, dieser gehört heute zur Daseinsvorsorge. Leider haben die privaten Telekommunikationsanbieter in den letzten 25 Jahren in den ländlichen Gebieten nahezu gar nicht in die Infrastruktur investiert. Von diesem „Marktversagen“ sind alleine im Landkreis Osnabrück rund 20.000 Adressen betroffen – und dies sind zunächst einmal nur die Adressen mit einer Versorgung unter 30 Mbit/s. Der Landkreis Osnabrück engagiert sich nunmehr freiwillig beim Breitbandausbau, weil wir zumindest mittelfristig für gleiche Lebensverhältnisse auf dem Land sorgen wollen. Aufgrund der verfügbaren Tiefbaukapazitäten können wir aber nicht in allen unterversorgten Gebieten gleichzeitig ausbauen. Der geförderte Breitbandausbau ist ein mehrjähriges Projekt. Der Landkreis Osnabrück stellt hier erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung – für eine Aufgabe, die grundsätzlich keine kommunale Aufgabe ist.

Mit unserer Infrastrukturgesellschaft TELKOS bauen wir passive Glasfasernetze, die wir dann an Telekommunikationsunternehmen verpachten. Dafür müssen wir zunächst einmal Fördermittel bei Bund und Land beantragen. Anschließend sind komplexe europaweite Ausschreibungen durchzuführen. Der rechtliche Rahmen führt dazu, dass zunächst einmal umfangreiche Vorarbeiten notwendig sind, bevor überhaupt mit dem Bau begonnen werden kann.

Im Auftrag der TELKOS werden dann die Glasfasernetze gebaut. Für alle sichtbar ist in der Regel der Bagger und die Baukolonne, die den Hausanschluss bauen. Zu einem funktionierenden Glasfasernetz gehört deutlich mehr, als nur das Kabel, das im Keller liegt. Die bestehenden Kupferleitungen sind für hohe Datenmengen nicht geeignet, es werden daher komplett neue Netz aufgebaut mit drei Glasfaser-Verteilebenen – die Hausanschlussebene ist nur ein Teil des Glasfasernetzes. Und es werden nicht nur Leerrohre für die Glasfaserleitungen verlegt – es müssen auch Schächte, Technikschränke und einiges mehr gebaut werden. Anschließend müssen die Kabel eingezogen werden, die Glasfaserkabel müssen gespleißt werden und die Trassen müssen dokumentiert werden. Erst dann kann die technische Inbetriebnahme der Anschlüsse erfolgen. Viele dieser Arbeiten sind für die Bürgerinnen und Bürger nicht sichtbar – es tut sich aber dennoch etwas.

Richtig ist aber auch, dass es immer wieder mal zu Verzögerungen kommen kann. Beispielsweise gab es in den Baukolonnen einige Corona-Fälle. Hinzu kommt, dass es gerade bei den Spleißarbeiten einen erheblichen Fachkräftemangel gibt. Folglich können wir den Breitbandausbau oftmals nicht so schnell umsetzen, wie wir alle uns das wünschen würden. 

Videobeiträge Breitbandausbau
Breitband-Video

Schnelles Internet für den Landkreis Osnabrück

Glasfaser-Animation

Animation zum Glasfaser-Einbau

Glasfaser-Einbau

Vorteile der Glasfasernutzung

Kontakt

Stabsstelle Breitband

Am Schölerberg 1
49082 Osnabrück
Deutschland

Montag bis Freitag
8 bis 13 Uhr
Donnerstag
8 bis 17.30 Uhr

Mobilfunkversorgung

Wenn Sie in einem unterversorgten Gebiet wohnen und vorübergehend im Home-Office arbeiten möchten, sollten Sie die Möglichkeiten des Mobilfunks prüfen. Weitere Informationen zur Netzabdeckung der Mobilfunkanbieter finden Sie hier: