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Hochschule: Erfahrungsaustausch mit geflüchteten Frauen

Student Marc Vieweber erklärte geflüchteten Frauen unter anderem die verschiedenen Gütesiegel in Deutschland. © für Abbildung: PR; Quelle: HS OS(pr/eb) Osnabrück, 11. Januar 2018 / An der Hochschule Osnabrück läuft derzeit das Projekt "Kooperation geflüchteter Frauen mit Studierenden der Ökotrophologie". Dabei soll ein Erfahrungsaustausch zwischen den Flüchtlingen und deutschen Studierenden über Alltagsthemen zustande kommen. Die Idee entstand während eines Vorgängerprojektes der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Niedersachsen, bei dem gemeinsam mit geflüchteten Frauen im WABE-Zentrum der Hochschule gekocht wurde.

In insgesamt fünf Einheiten arbeiten die Geflüchteten zusammen mit Studierenden der Bachelor- und Master-Studiengänge Ökotrophologie. Manche Themen, die für die Studierenden allgegenwärtig sind, sind für die Frauen neu. Dazu gehörte beispielsweise die möglichst umgehende Verarbeitung von Hackfleisch, die Unterscheidung der Gütesiegel in Deutschland und die Verwendung von Lebensmitteln nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Bei der Diskussion über das Mindesthaltbarkeitsdatum herrschte Uneinigkeit unter den Frauen.

"Als Faustregel kann man sich merken: wenn die Sahne noch ungeöffnet ist, kann sie problemlos noch nach Ablauf verwendet werden. Am besten testet man sie zunächst auf Geruch, Konsistenz und Farbe", erklärte Student Marc Vieweber. Anders sehe es bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hackfleisch aus: Hier sollte das Produkt spätestens bis zum Verbrauchsdatum verzehrt sein.

"Für das Selbstwertgefühl der Frauen sind die Seminare eine enorme Stärkung. Sie sind unheimlich stolz, dass sie zu uns an die Hochschule kommen dürfen", berichtete Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt, die das Projekt leitet. Nicht nur die Flüchtlinge profitieren von dem Austausch: "Es ist eine Herausforderung, die Inhalte in möglichst einfacher Sprache zu erklären, ohne dabei ungenau zu sein. Aber es ist eine tolle Erfahrung, mit den Frauen zusammenzuarbeiten und macht viel Spaß", machte Vieweber deutlich. "Gleichzeitig können die Studierenden sich schon mal im Unterrichten üben, was viele für ihren späteren Beruf benötigen", ergänzte Leicht-Eckardt. Das Projekt läuft noch bis Ende Januar.

Hochschule Osnabrück