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St. Hildegard bildet ''Mobile Retter'' aus

Im Bildungszentrum St. Hildegard wurden jetzt die ersten Schüler als mobile Retter geschult. © für Abbildung: PR; Quelle: NSK; Aufnahme: Esther Alves-Spielmeyer(eb/pr) Osnabrück, 23. Januar 2018 / Im September 2017 starteten Stadt und Landkreis Osnabrück die Initiative "Mobile Retter" (wir berichteten). Jetzt erhält die Aktion tatkräftige Unterstützung:  Das Bildungszentrum St. Hildegard (BZSH) mit Sitz in Osnabrück bildet seit kurzem angehende Pflegekräfte zu "Mobilen Rettern" aus. Ansgar Rotert vom BZSH erwartet, dass dadurch jährlich mindestens 150 neue professionelle Retter das Netzwerk bereichern werden. Jetzt wurde der erste Kurs unter Leitung von Matthias Hartmann und Amin Schnieder (Landkreis Osnabrück) geschult.
 
Die angehenden Fachpflegekräfte für Intensiv- und Anästhesiepflege sollen als mobile Retter zu Ersthelfern werden, die per App alarmiert werden. Denn täglich erleiden Menschen in der Region einen Herz-Kreislauf-Stillstand oder plötzliche Bewusstlosigkeit, die tödlich enden kann. Denn bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde, um das Leben des Betroffenen zu retten – häufig kann es schon zu spät sein, wenn der Rettungswagen auf schnellstem Wege eintrifft.

Vor diesem Hintergrund haben Stadt und Landkreis Osnabrück das Projekt "Mobile Retter" initiiert: Wenn nun ein Notruf mit der Meldung "Herzstillstand" in der Regionalleitstelle Osnabrück eingeht, lösen die Disponenten neben dem Alarm für den Regelrettungsdienst auch den Alarm auf der "Mobile Retter"-App aus.

Das System ortet daraufhin registrierte Ersthelfer im unmittelbaren Umkreis des Einsatzortes und sendet eine Einsatznachricht auf das Smartphone. Nimmt die Person den Einsatz an, erhält sie weitere Details wie Einsatzort, Wegbeschreibung und Art des Notfalls. Der Ersthelfer sucht den Patienten auf und überbrückt durch lebensrettende Ersthelfermaßnahmen die Zeit bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes.

Zum Systemstart befanden sich bereits 250 registrierte Ersthelfer im System: "Alle Mobilen Retter haben im Vorfeld an einem Training zur Anwendung der leitliniengerechten Basisreanimation teilgenommen", erläuterte Kreisrat Winfried Wilkens. Will man im System bleiben, muss dieses Training jährlich aufgefrischt werden.

Bereits seit vielen Jahren bestehen in einigen Bereichen der Region Osnabrück gut ausgebaute und hochqualifizierte "First Responder"-Strukturen (der so genannte Sanitäter vor Ort), die ehrenamtlich durch verschiedene Hilfsorganisationen betrieben werden.

Diese werden schon heute bei Notarzteinsätzen ebenfalls alarmiert und leisten einen wichtigen Beitrag in der Notfallrettung. Der Mobile Retter stellt nun eine Ergänzung zum etablierten System dar, wobei dieser nur bei Herzstillstand zum Einsatz kommen soll. An dem neuen System sind das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter Unfallhilfe, die DLRG sowie Feuerwehren im Landkreis und Stadt Osnabrück beteiligt, die 70 Trainer zur Verfügung stellen und die Qualifizierungsmaßnahmen durchführen – nun ergänzt durch das BZSH.

"Weitere ehren- und hauptamtliche Helfer im Gesundheits- und Rettungsdienstsektor sowie ausgebildete Betriebssanitäter können ebenfalls als Mobile Retter am System teilnehmen", erläuterte Stadtbaurat Frank Otte. Anmeldungen zu den Weiterbildungen können online erfolgen. Weitere Informationen gibt´s bei Matthias Hartmann per E-Mail (mobile-retter@lkos.de).

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