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Willkommensbehörde

Aufenthaltserlaubnis: Erteilung - zur Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung

Leistungsbeschreibung

Staatsangehörige eines Nicht-EU Landes können zum Zwecke der Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung in Deutschland die Blaue Karte EU , auch EU Blue Card, beantragen (Aufenthaltstitel für eine hochqualifizierte Beschäftigung).

Eine Blaue Karte EU kann ein Staatsangehöriger eines Nicht-EU Landes beantragen, wenn dieser:

  • einen deutschen, einen anerkannten ausländischen oder einen einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss besitzt und
  • ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegen hat oder einen bereits unterschriebenen bzw. bereits bestehenden Arbeitsvertrag und damit mindestens ein bestimmtes Bruttogehalt erreicht

Informationen zur Vergleichbarkeit mit einem deutschen Abschluss

Informationen über die Höhe des Bruttojahresgehalts um eine Blaue Karte EU zu erhalten, finden Sie auf den Internetseiten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Sie sind hochqualifiziert im Sinne der ABl. L 155 vom 18.6.2009, S. 17 Dann haben Sie die Möglichkeit die Blaue Karte EU nach der Richtlinie 2009/50/EG  des Rates vom 25. Mai 2009 über die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zur Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung zum Zweck einer seiner Qualifikation angemessenen Beschäftigung erteilt zu bekommen.

Voraussetzung für den Erhalt der Blauen Karte EU ist, dass Sie:

  1. Einen deutschen, einen anerkannten ausländischen oder einen einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss besitzen oder
  1. Sie eine durch mindestens fünfjährige Berufserfahrung nachgewiesene vergleichbare Qualifikation besitzen, die durch Rechtsverordnung nach § 19 Abs. 2 AufenthG bestimmt ist.

Für weitergehende Informationen lesen Sie bitte § 19a AufenthG und die Broschüre des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Nachdem Ihnen die Blaue Karte EU erteilt wurde, sind folgende Informationen noch wissenswert:

  • Wenn Sie die Blaue Karte EU erhalten haben, können Sie grds. nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis nach § 9 AufenthG beantragen, sofern ein Arbeitsvertrag fortbesteht.
  • Die Erteilung der Niederlassungserlaubnis ist darüber hinaus bereits nach zwei Jahren möglich, wenn Sie gute Deutschkenntnisse nach dem Niveau B1 nachweisen können.
  • Wenn Sie bereits im Besitz einer Blauen Karte EU eines anderen EU-Staates sind, dann können diese Zeiten unter bestimmten Voraussetzungen für einen Erhalt einer Daueraufenthaltserlaubnis-EU nach § 9a AufenthG angerechnet werden.
  • Besitzen Sie die Blaue Karte EU bereits seit mindestens 18 Monaten, dann haben Sie das Recht in einen anderen EU-Staat (Ausnahme: GBR, IRL, DK) weiterzuwandern. Diese Weiterwanderung ist in fast allen EU Staaten ohne Beantragung eines Visums möglich.
  • Als Inhaber einer Blauen Karte EU, dürfen Sie sich bis zu 12 Monate außerhalb der EU aufhalten. Zudem behalten Sie Ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland bzw. in der EU.

Wichtig für Familienangehörigen und Ehegatten

  • Wenn Sie die Blaue Karte der EU besitzen, dürfen Ihre Familienangehörigen uneingeschränkt in Deutschland arbeiten.
  • Der Nachzug Ihres Ehegatten ist ohne den Nachweis deutscher Sprachkenntnisse oder anderer Integrationsmaßnahmen möglich.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei der deutschen Auslandsvertretung, d.h. bei der Botschaft oder dem Konsulat, im Aufenthaltsstaat der im Ausland lebenden Person.

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis, bei der kreisfreien Stadt, der großen selbständigen Stadt und der selbständigen Gemeinde, wenn sich die antragstellende Person bereits in Deutschland aufhält

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Blaue Karte EU muss vor Einreise nach Deutschland beantragt werden. Sie ist zunächst höchstens für vier Jahre gültig. Besteht das Arbeitsverhältnis weniger als vier Jahre, wird die Blaue Karte EU für die Dauer des Arbeitsvertrages plus drei Monate erteilt. Eine anschließende Verlängerung bzw. Erteilung einer Niederlassungserlaubnis ist möglich.

Rechtsgrundlage

§ 19a Aufenthaltsgesetz (AufenthG)

Was sollte ich noch wissen?

Inhaberinnen/Inhaber einer Blauen Karte EU erhalten grundsätzlich nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis, soweit ein Arbeitsvertrag fortbesteht.
Sind gute Deutschkenntnisse (Niveau B1) vorhanden, wird die Niederlassungserlaubnis bereits nach zwei Jahren erteilt. Zeiten der Besitzerin/des Besitzes einer von anderen EU-Staaten ausgestellten Blauen Karte werden unter bestimmten Voraussetzungen für den Erhalt einer Daueraufenthaltserlaubnis-EG in Deutschland angerechnet.

Inhaberinnen und Inhaber einer Blauen Karte EU, die diese seit 18 Monaten besitzen, haben das Recht, in einen anderen EU-Staat (Ausnahme: Großbritannien, Irland und Dänemark) weiterzuwandern. Dies ist in fast allen EU-Staaten ohne Beantragung eines Visums möglich. Zudem darf sich die Inhaberin/der Inhaber der Blauen EU Karte bis zu 12 Monate außerhalb der EU aufhalten, ohne das Aufenthaltsrecht in Deutschland bzw. der EU zu verlieren.

Familienangehörige von Inhaberinnen/Inhabern einer Blauen Karte EU dürfen ohne Wartezeit uneingeschränkt in Deutschland arbeiten. Der Ehegattennachzug ist ohne den Nachweis deutscher Sprachkenntnisse oder anderer Integrationsmaßnahmen möglich.