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Das Museum in Bersenbrück ist seit dem 1. Januar 2016 aufgrund von umfangreichen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten geschlossen und wird mit einem „Tag der offenen Tür“ am 28. Oktober 2018 wieder eröffnet.

Sie interessieren sich für die Umbauarbeiten? Wir haben die Baupläne hier zusammengefasst

Museum des Landkreises in Bersenbrück

Entwurf: Dr. Ulrich Hermanns Ausstellung Medien Transfer

Der Landkreis Osnabrück saniert und renoviert aktuell denkmalgerecht unter Planung des Architekten Ejnar Tonndorf aus Oldenburg das Museum des Landkreises in Bersenbrück. Dabei wurde der neuzeitliche Museumsanbau abgerissen, sodass sich das Museum zukünftig auf die Nutzung des Äbtissinnenflügels des ehemaligen Bersenbrücker Zisterzienserklosters konzentriert. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange und werden bis zum Frühjahr 2018 abgeschlossen sein.

Im Anschluss an die Bauarbeiten wird eine neue Dauerausstellung eingerichtet. Das Museum wird mit einem „Tag der offenen Tür“ am 28. Oktober 2018 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel der inhaltlichen Neuausrichtung ist ein regionalgeschichtliches und kulturhistorisches Museum der Region Osnabrücker Nordland. Die neue Dauerausstellung  wird anhand der Nutzungsgeschichte des Museumsgebäudes drei zentrale Epochen der Region aufzeigen: Kloster (13. bis 18. Jahrhundert), Amt und Kreis-Verwaltung (19. Jahrhundert) und Museum (20. Jahrhundert). Darüber hinaus werden ein kleines Café sowie ein multifunktionaler Veranstaltungsraum im Museum zur Verfügung stehen. Es werden zudem regelmäßig Sonderausstellungen zu sehen sein.

Entwurf: Dr. Ulrich Hermanns Ausstellung Medien Transfer

Für die Innengestaltung des Museums zeichnet die Firma „Dr. Ulrich Hermanns Ausstellung Medien Transfer“ aus Münster verantwortlich. Besucherinnen und Besucher des Museums werden die früheren Hauptprotagonisten des Gebäudes, wie den ehemaligen Landrat Rothert oder die Äbtissin von Moltke kennen lernen und mit ihnen eine Reise durch die Zeit unternehmen.

Das Museum, einziges Museum in direkter Trägerschaft des Landkreises Osnabrück, wird seit dem April 2017 von einem Kuratorium bestehend aus den vier Samtgemeinden des Osnabrücker Nordlandes, den Städten Bersenbrück und Bramsche, den regionalen Heimat- und Fördervereinen sowie dem Landkreis Osnabrück geführt. Die alltägliche Arbeit wird in der Zusammenarbeit zwischen dem Kulturbüro des Landkreises und Ehrenamtlichen des Kreisheimatbundes Bersenbrück und weiteren Interessierten erfolgen.  Alle Beteiligten freuen sich schon auf Ihren Besuch.

Mitmachen

Das Museum ist das Museum der Menschen im Osnabrücker Nordland. Daher unterstützen zahlreiche Interessierte an der Region, das Museum. Hierfür zeichnet sich insbesondere der Kreisheimatbund Bersenbrück e. V. verantwortlich, der gemeinsam mit dem Team des Kulturbüros im Landkreis Osnabrück die Geschicke des Museums leitet.

Haben Sie auch Interesse, sich für das Museum zu engagieren? Dann melden Sie sich doch gerne bei uns:

Franz Buitmann,
05439/1241
franz.buitmann@hotmail.com

Manfred Kalmlage,
05439/466120,
0172/4347823,
m.kalmlage@gmx.de

Fabian Schröder
0541/5014034
0160/94984343
fabian.schroeder@lkos.de

Die Aufgaben für Sie können ganz vielfältig und individuell gestaltet sein: Sie können helfen, unsere Öffnungszeiten zu gewährleisten und die Besucherinnen und Besucher herzlich im Museum zu empfangen. Sie können sich mit der Sammlung beschäftigen und diese weiter erforschen. Sie können Interessierte durch die Ausstellungen führen und ihnen die Geschichte der Region näher bringen. Sie können mit Kindergruppen arbeiten, die das Museum besuchen. Sie können neue Ausstellungsideen verfolgen und umsetzen.

Wenn Sie Interesse haben, können Sie ganz individuell nach Ihren Zeitressourcen helfen. Auch mit nur wenigen Stunden im Monat, können Sie zum Erfolg des Museums beitragen!

Sonderausstellung

Die erste Sonderausstellung im neugestalteten Museum wird sich dem Werk von Franz Hecker (1870-1944) widmen. Die Ausstellung wird am 26. Oktober 2018, zeitgleich mit der Einweihung des Museums, eröffnet.

Der Maler Franz Hecker ist zweifelsohne eine der bekanntesten historischen Persönlichkeiten des Osnabrücker Landes und hat eine enge biographische Bindung zum Amt und Kreis Bersenbrück. Er wurde 1870 als Sohn des hannoverschen Amtsvogts Franz Hecker und der Maria Mues aus Hastrup in Bersenbrück geboren. So sind sowohl seine Person als auch seine Werke bereits in der zukünftigen Dauerausstellung des Museums vertreten. Hecker selbst pflegte nämlich eine Freundschaft mit dem Museumsgründer und ehemaligen Landrat des Altkreises Bersenbrück Hermann Rothert, obwohl Hecker bereits seit seinem dritten Lebensjahr überwiegend in Osnabrück lebte.

Immer wieder konzentrierte sich Hecker auf Landschaftsmalereien und Porträts aus der Region, auch auf seinen Geburtsort Bersenbrück. Einige seiner Werke sowie seine Verbindungen in die Region werden folglich in der sogenannten Schatzkammer gezeigt, in der die Rothert‘sche Erstsammlung des Museums präsentiert wird. Aber auch an anderen Stellen der Dauerausstellung werden Werke Heckers mit inhaltlichem Bezug zum jeweiligen Thema gezeigt.

Die zusätzliche Sonderausstellung im Dachgeschoss des Museum bietet die Möglichkeit, das umfangreiche Werk Franz Heckers noch detaillierter zu präsentieren – zumal der Landkreis Osnabrück als Museumserbe des Altkreises Bersenbrück – eine der umfangreichsten Sammlungen Heckers selbst besitzt, sowie gute Kontakte zu weiteren Sammlern pflegt.

Dabei wird sich die Ausstellung – gemäß dem regionalen Fokus des Museums – insbesondere den Werken Heckers widmen, die Bezugspunkte in das Osnabrücker Nordland haben. Darüber hinaus wird Heckers Landschaftsmalerei im Spiegel der verschiedenen Jahreszeiten im Zentrum der Ausstellung stehen, bei der der Künstler seine besonderen Fähigkeiten zeigte.

Dauerausstellung

In der Dauerausstellung des Museums folgen Sie sowohl der der Geschichte des Osnabrücker Nordlandes als auch der Nutzungsgeschichte des Museumsgebäudes. Dabei lernen Sie historische Personen kennen, die einst an diesem Ort gewirkt und die Region geprägt haben. Gleichzeitig erfahren Sie, wie sich die Region insbesondere zwischen dem 18. Jahrhundert und 1933 veränderte.

Dorothea Sophia von Moltke war ab 1720 für 35 Jahre die drittletzte Äbtissin des Klosters Bersenbrück. Von 1231 bis 1787 war Bersenbrück der Sitz des Zisterzienserinnenklosters St. Marien, eines der wohlhabendsten und bedeutendsten Frauenklöster innerhalb des Zisterzienserordens in Nordwestdeutschland. Von Moltke galt als durchsetzungsstarke, konservative und erfolgreich um Bewahrung der überlieferten Rechte des Klosters bemühte Klostervorsteherin und strenge, aber gerechte Herrin sowohl über ihren Konvent wie auch über die große Zahl von Klosterabhängigen.

Die Lebenswelt der klosterabhängigen Bauern lernen Sie in der Artländer Bauernhofdiele kennen, die bereits seit Museumsgründung in den 1920er-Jahren Teil des Museums ist und als im Obergeschoss verbaute Diele äußerst ungewöhnlich ist. Die Diele ist somit einerseits Zeugnis für die Lebensumstände der Bauern zu Herrschaftszeiten des Klosters als auch Zeugnis für das Museum von Früher.

Johann Wilhelm Gerhard Niemeyer war von 1817-1840 der erste Amtmann im neuen Amt Bersenbrück. Er wohnte und wirkte im Gebäude und in der Region zunächst als Administrator des Stifts Bersenbrück, ab 1811 zugleich auch als Bürgermeister nach französischem Muster „Maire“ zu Bersenbrück. Die Umbruchzeit der napoleonischen Ära, die nach dem Ende der geistlichen Herrschaft über das Fürstbistum Osnabrück das Leben der Menschen verunsicherte, spiegelt sich exemplarisch in der Story rund um einen Schatzfund von Silbermünzen und vergoldeter Pokale, der sich 1810 hier im Klosterflügel ereignete.

Als 1814 die französische Herrschaft endete, hatte sich Niemeyer als Verwaltungsfachmann etabliert und wurde auch von der nachfolgenden hannoverschen Regierung als Amtmann eingesetzt. Er baute die Verwaltung des Bezirks auf, beförderte die Besiedlung des um das Kloster liegenden Geländes, auf dem die spätere Stadt Bersenbrück entstand, und setzte eine Agrarreform mit Ablösung der Bauern um, die die sozial ohnehin Benachteiligten Heuerlinge in die Armut führte und viele zur Auswanderung zwang. Das Gegenteil erleben Sie beim Betreten des ehemaligen Empfangszimmers der ehemaligen Amtmannswohnung, das die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts repräsentiert.

Dr. Hermann Rothert war ab 1910 Landrat des Kreises Bersenbrück. Als zunächst vom König ernannter Staatsbeamter füllte er die Position als „Vater des Kreises“ auch durch die Wirren der Zeit des Ersten Weltkrieges und während der Demokratisierung in der Weimarer Republik aus. Dabei erfahren Sie, womit sich die moderne Bersenbrücker Amtsverwaltung des frühen 20. Jahrhunderts beschäftigte – das betraf so unterschiedliche Lebensbereiche wie das Schulwesen, die Feuerwehr und Polizei, die Kultur- und Denkmalpflege, das Gewerbe, die Wirtschaft, den Verkehr und vieles mehr.

Rothert führte die Region durch Verwaltungsausbau, vielfältige Wirtschaftsförderung und den Ausbau der landwirtschaftlichen Nutzfläche in die Moderne, verstand sich aber auch als Heimatbewahrer und gründete 1924 das Kreismuseum Bersenbrück, das durch seine Tätigkeit eine eindrucksvolle Sammlung erlangte. Die eindrucksvollsten Stücke dieser Sammlung markieren den End- und visuellen Höhepunkt der Dauerausstellung in Form einer Art „Schatzkammer“. Erst 1933 musste Rothert seinen Landratsposten auf Druck der Nationalsozialisten aufgeben.

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