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Bezirksschornsteinfeger: Die Aufgaben und was für Eigentümer gilt

Eigentümer dürfen in fast allen Fällen selbst wählen, welchen Schornsteinfeger sie beauftragen. Die Kehrseite: Sie müssen nach dem Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (SchfHwG) jetzt selbst dafür sorgen, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten rechtzeitig  vorgenommen werden.

Allerdings hat auch der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger weiterhin feste Aufgaben, die nur er übernehmen kann. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger erledigt auch weiterhin die Überprüfung der Betriebs- und Brandsicherheit, die Bauabnahme neuer Feuerstätten und Schornsteine. Diese Kontrolle ist wichtig, um zu verhindern, dass unangemeldet Feuerstätten betrieben werden, die die Schornsteinschächte überfordern und die Hausbewohner in Gefahr bringen könnten. Sind die Schornsteinschächte nicht für eine Feuerstätte geeignet, drohen Kohlenmonoxidvergiftungen und Brände, da die Abgase nicht vollständig abziehen können.

In Deutschland sind zwei sogenannte "Feuerstättenschauen" innerhalb von sieben Jahren vorgesehen. Dabei überzeugt sich der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger selbst, ob alle angemeldeten Öfen und Heizungen im Gebäude vorhanden und in welchem Zustand sie sind. Die Eigentümer und Besitzer von Grundstücken und Räumen sind dabei verpflichtet, den jeweiligen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern für die Durchführung der Tätigkeiten Zutritt zu den Grundstücken und Räumen zu gestatten.

Um was sich Eigentümer selbst kümmern müssen, steht dann im sogenannten Feuerstättenbescheid. Dies ist ein amtliche Dokument, das vom bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger für den Eigentümer nach der durchgeführten Feuerstättenschau ausgestellt wird. Darin ist unter anderem aufgeführt, wann welche Kehr-, Mess- und Überprüfungsarbeiten fällig sind. Das sind konkrete Vorgaben, an die sich der Eigentümer zu halten hat und ihm einen Überblick über die anstehenden Arbeiten der nächsten Jahre gibt. Hierfür kann ein beliebiger Schornsteinfeger beauftragt werden. Den Nachweis über die geleistete Arbeit muss der Eigentümer anschließend an seinen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger schicken, der die Erledigung der Arbeiten in seinem Kehrbuch vermerkt.

Wird der im Feuerstättenbescheid festgesetzte Zeitraum zur Durchführung der Kehr-, Mess- oder Überprüfungsarbeiten um zwei Wochen überschritten, muss der Bezirksschornsteinfeger dem Landkreis den fehlenden Nachweis melden. Dieser setzt dem Eigentümer eine erneute Frist und stellt gegebenenfalls einen Zweitbescheid mit den Prüfpflichten aus. Dieser Zweitbescheid ist gebührenpflichtig und kostet ca. 100,00 Euro.

Lässt ein Eigentümer die Arbeiten auch danach nicht umgehend erledigen, beauftragt der Landkreis den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger mit der Ausführung der Arbeiten und verschafft ihm – unter Umständen zwangsweise und mit Hilfe der Polizei - Zutritt zum Haus.

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