Münzen erzählen Osnabrücker Geschichte(n)

Die Studentinnen Mareike Jans (vorne links) und Julia Fesca (vorne rechts) erforschen derzeit eine Sammlung vom mehr als 700 Münzen aus dem Besitz des Landeskreises Osnabrück. Über die Ergebnisse informierten sich Kreisrat Matthias Selle (hinten) sowie (zweite Reihe von links) Sebastian Steinbach (Universität Osnabrück), Burkhard Fromme (Kulturbüro Landkreis Osnabrück), Anna Philine Schöpper und Birgit Kehne (beide Niedersächsisches Landesarchiv).
Donnerstag, 12. April 2018
Die Studentinnen Mareike Jans (vorne links) und Julia Fesca (vorne rechts) erforschen derzeit eine Sammlung vom mehr als 700 Münzen aus dem Besitz des Landeskreises Osnabrück. Über die Ergebnisse informierten sich Kreisrat Matthias Selle (hinten) sowie (zweite Reihe von links) Sebastian Steinbach (Universität Osnabrück), Burkhard Fromme (Kulturbüro Landkreis Osnabrück), Anna Philine Schöpper und Birgit Kehne (beide Niedersächsisches Landesarchiv).
Osnabrück. Seit einem halben Jahr wird eine Sammlung von mehr als 700 Münzen aus dem Besitz des Landkreises im Niedersächsischen Landesarchiv am Standort Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität erforscht.
Kreisrat Matthias Selle informierte sich nun über die bislang erzielten Ergebnisse und zeigte sich begeistert: „Die Münzen machen die Geschichte unserer Region im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar und erzählen darüber hinaus auch noch spannende Geschichten aus Stadt und Landkreis“, so sein Urteil. Unter der fachkundigen Anleitung von Privatdozent Sebastian Steinbach, der neben seiner Lehrtätigkeit als Wirtschafts- und Sozialhistoriker auch Spezialist in der Münzkunde (Numismatik) ist, erforschen die Studentinnen Mareike Jans und Julia Fesca derzeit zwei Münzfunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, die in Teilen in der Sammlung enthalten sind. „Neben dem Inhalt der Funde beschäftigen wir uns aber auch mit der Frage, wie die Stücke in den Boden gekommen sind und wer der ehemalige Besitzer gewesen sein könnte“, erläutert Sebastian Steinbach und verweist auf einige Osnabrücker Kupfermünzen, die wohl während des Dreißigjährigen Krieges und der Besetzung der Stadt durch die Schweden vergraben wurden.
„Das Projekt ist eine hervorragende Verbindung von historischen Originalobjekten und unseren archivalischen Schriftquellen“, bemerkt Archivdirektorin Birgit Kehne, die mit der Kreisarchivarin Anna Philine Schöpper die Erwähnung der Münzfunde in den Zeitungen der Region rekonstruiert hat. „Die Kooperation zwischen Landkreis, Universität und Archiv hat sich als sehr gewinnbringend für alle Beteiligten erwiesen und bietet den Studierenden der Geschichtswissenschaften die Möglichkeit, ihre theoretisch erworbenen Kenntnisse gleich in der Praxis anzuwenden“, resümiert Burkhard Fromme vom Kulturbüro Osnabrücker Land und freut sich schon auf weitere Entdeckungen in der Münzsammlung. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen anschließend publiziert und die Münzen zukünftig für die universitäre Lehre eingesetzt werden.

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