Katastrophenschutzübung: Krankheitsausbruch in Jugendherberge mit 60 Betroffenen

Mittwoch, 18. April 2018
Berge. Am Freitag, 20 April, findet eine große Katastrophenschutzübung des Landkreises Osnabrück in Berge statt. Daran beteiligt sind das Marienhospital Ankum-Bersenbrück der Niels-Stensen-Kliniken sowie die Feuerwehren Berge und Ankum. Ziel der Übung ist es, die rund 60 Gäste und Angestellten einer Jugendherberge in Berge in eines der umliegenden Krankenhäuser und in eine zu errichtende Notunterkunft zu transportieren. Die Übung beginnt um 17.45 Uhr und wird rund vier Stunden dauern.
Das Hauptaugenmerk der Übung liegt weniger auf der Durchführung umfangreicher präklinischer Versorgung. Vielmehr stehen die strukturierte Sichtung und Ersteinschätzung vor Ort sowie der nachfolgende Transport in das Krankenhaus im Mittelpunkt. Geübt wird vor allem die Kommunikation zwischen den beteiligten Organisationen. Erschwerend kommt hinzu, dass die 60 Betroffenen zum Teil infektiös erkrankt sind und daher unter Isolierung und nach besonderen Vorschriften behandelt und transportiert werden müssen. Dies stellt für das Rettungsdienstpersonal eine besondere Herausforderung dar, da aus Gründen des Eigenschutzes mit Schutzkleidung gearbeitet werden muss.
Bei den Einsatzkräften handelt es sich vornehmlich um Transporteinheiten des Deutschen Roten Kreuzes und Malteser Hilfsdienstes aus dem Landkreis Osnabrück. Diese ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind in mehreren MANV-T-Einheiten (Massenanfall von Verletzten - Transport), SEG-Betreuungseinheiten (Schnelleinsatzgruppe) und Einsatzzügen Sanität und Betreuung organisiert. Am Einsatzort in Berge wird zusätzlich die örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst, bestehend aus Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter Rettungsdienst, die Sichtung der Patienten übernehmen.
Die Gesamteinsatzleitung liegt bei der Feuerwehr Berge, die hierbei durch den Einsatzleitwagen des Landkreises unterstützt wird. Die Feuerwehren unterstützen den Rettungsdienst ihrerseits bei der Räumung der Jugendherberge und durch Lotsenarbeiten am Krankenhaus.
Beteiligt ist darüber hinaus das  Marienhospital Ankum-Bersenbrück. Das Krankenhaus nutzt die Transportübung, um den Krankenhausalarmplan unter möglichst realistischen Bedingungen zu überprüfen. Geübt wird, wie ein Krankenhaus mit einer Großzahl an Patienten umgeht, die ungefähr zeitgleich eintreffen und viel Aufmerksamkeit im medizinischen Sinne benötigen. Eine anspruchsvolle Stresssituation, die in der Realität beispielsweise bei MANV-Lagen wie größeren Verkehrsunfällen, Bränden und auch Krankheitsausbrüchen auftreten kann.
Der Landkreis Osnabrück führt jährlich mehrere vergleichbare Übungen durch, um die Zusammenarbeit der einzelnen Akteure der Gefahrenabwehr zu überprüfen und zu verbessern.
Örtlichkeiten der Übung sind die Jugendherberge, Am Sonnenberg 5 in Berge, die Niels-Stensen-Kliniken Marienhospital Ankum-Bersenbrück, Lingener Staße 11 in Ankum sowie die Oberschule Ankum (Notunterbringung), Am Kattenboll 10 in Ankum.

Sie haben Fragen zu diesem Beitrag? Wir beantworten sie gerne hier: Frag den Landkreis

Dateien

Kontakt

Bürgerinformation

- Wir helfen gerne weiter -

Am Schölerberg 1
49082 Osnabrück
Deutschland

Montag bis Mittwoch
13 bis 17 Uhr
Donnerstag
8 bis 17:30 Uhr
Freitag
8 bis 13 Uhr