Eine Gartenschau und 75 GartenTräume

Freitag, 15. Juni 2018
Die Niedersächsische Landesgartenschau in Bad Iburg gab den Anlass, die gärtnerische Vielfalt im gesamten Osnabrücker Land zu feiern: Zum GartenTraumWochenende am 23. und 24. Juni stehen 75 größtenteils private Anlagen für Besucher offen.
„Es gibt bei uns eine beeindruckende Vielzahl unterschiedlicher Parks und Gärten“, so Petra Rosenbach, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Osnabrücker Land (TOL). „Viele davon blühen im Verborgenen und auch ganz wunderbare öffentliche Anlagensind vielen Menschen nicht bekannt. Deswegen haben wir die Landesgartenschau in Bad Iburg zum Anlass genommen, mit dem GartenTraumWochenende auf die Vielfalt unserer Gartenkunst und -kultur aufmerksam zu machen.“
Während ansonsten beim alljährlichen GartenTraum-Sonntag lediglich die drei Dutzend Gärten entlang des Radrundwegs GartenTraum-Tour in der VarusRegion beteiligt sind, sprach der TOL diesmal zusätzlich die Aktiven des GartenKunstKreises im Artland, die Mitglieder des offenen Gartentores Osnabrück & Umgebung und alle übrigen, die stolz auf ihr grünes und bunt blühendes Paradies sind, an. „Die Resonanz war stark“, so Rosenbach begeistert. „Mehr als doppelt so viele Gärtner  wie in allen bisherigen Jahren machen mit.“ In der VarusRegion sind es fast 30, im  Süden des Osnabrücker Landes 20, im Norden sowie in Osnabrück und Umgebung jeweils ein Dutzend. Hinzu kommen zwei Gärten im nordrhein-westfälischen Versmold und einer in Wulfenau im Kreis Vechta. Deshalb dauert der GartenTraum diesmal doppelt so lang wie üblich: Am 23. und 24. Juni sind die meisten Anlagen zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet. Zu sehen ist dabei jede denkbare Art von Garten: das kreative Reihenhausgrün und der weitläufige Schlosspark, kirchliche Anlagen und spannende Museumsgärten, asiatisch inspirierte und Bauerngärten.
Auch wer in den Vorjahren am GartenTraum-Sonntag unterwegs war, erlebt diesmal  also viel Neues. Zum Beispiel die Haster Gärten der Hochschule Osnabrück, die an diesem Wochenende spannende Führungen für Hobby-Gärtner durch ihre Staudengärten und ihr Arboretum anbieten. Die Fachleute geben unter anderem Tipps für die Verwendung von Gehölzen im eigenen Garten. In Stefans und Susannes Garten südlich der Innenstadt entdecken Gäste Trockenmauern, Steingartenbeete, ein kleines Alpinum und eine Hühnerschar. Der vielleicht kleinste Garten des Traumwochenendes ist der von Regina Küper-Südhoff in Belm: Hinterm Reihenhaus hat sie am Hang zum Wald hin zahlreiche Etagenpflanzungen angelegt. Dazwischen ist Platz für einen Bücher-Flohmarkt.
Im Norden gibt es unter anderem prachtvolle Bauerngärten zu entdecken. Zum Beispiel den am mehr als 600 Jahre alten Fachwerkhof Elting-Bußmeyer in Badbergen – ein tolles Ziel am Nachmittag, gehört doch zum Hof neben dem Artländer Pferdezuchtmuseum auch ein Café. Im Nachbarort Gehrde integrierte Familie Groneick ins Grüne rund um ihren Hof moderne Sportmöglichkeiten: eine Bogenschießanlage und einen Pitch & Putt-Golfparcours unter den Bäumen der alten Streuobstwiese. In Badbergen gibt es einen Traumgarten für Bienen, der selbstverständlich ohne Insektizide und Pestizide zu seiner blütenreichen Schönheit heranwuchs. Die 2.500 Quadratmeter große Anlage, die 2003 von der Naturschutzstiftung Osnabrück ausgezeichnet wurde, gehört zur Imkerei Honigsüß. Im Süden findet sich ein Kanzlergarten, der jedoch nicht nach einem Regierungschef, sondern nach dem ersten Eigentümer des historischen Hauses mit herrlichem Nutz- und Rosen-Garten benannt ist: Dr. Otto Kanzler war der erste Badearzt von Bad Rothenfelde. Ein eher mediterranes Flair hat der Garten Elsner in Dissen aTW. Neben einem Teich, einer steinernen Pergola und graulaubigen Gehölzen prägen vor allem exotische Kübelpflanzen und handgefertigte Keramiken das Bild der Anlage. Letztere stammen aus der eigenen KeramikHütte, die selbstverständlich geöffnet ist. Ebenfalls aus eigener „Herstellung“ stammen die Zutaten der Wildkräutergerichte im waldartigen Garten von Karin Hilbrenner in Melle. Sie pflegt Heil- und Duftpflanzen, lässt aber auch Raum für die „Wilden“. Auch in den möglicherweise vertrauten Anlagen der GartenTraum-Tour in der
VarusRegion gibt es einiges zu entdecken. So zeigt die Baumschule Igel in ihrem Park in Bramsche-Engter die Ausstellung „KirchenLandOsnabrück“, im Secret Garden in Rieste, in Kuhns Garten in Ostercappeln-Venne und im Traum-Tour-Neuling Ruller HausGarten in Wallenhorst-Rulle sind Kunst- und Kunsthandwerk-Ausstellungen zu sehen. Und für alle übrigen Gärten gilt die alte Weisheit: Auch durchs gleiche Tor betritt man nie zwei Mal denselben Garten.
„Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter und einen großen Besucherandrang“, so Rosenbach. Aber egal, wie erfolgreich die Veranstaltung auch werde: „Sie bleibt einmalig. Im kommenden Jahr wird es wieder den traditionellen GartenTraum-Sonntag Ende Juni geben.“

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