Kinder aus Stadt und Landkreis Osnabrück sammeln „Grüne Meilen“ für die UN-Klimakonferenz

Kleine Klimaschützer unter sich: Zur Abschlussfeier im Zoo Osnabrück kamen zahlreiche Mädchen und Jungen, die zuvor an der „Kindermeilen“-Aktion teilgenommen hatten.
Mittwoch, 20. Juni 2018
Kleine Klimaschützer unter sich: Zur Abschlussfeier im Zoo Osnabrück kamen zahlreiche Mädchen und Jungen, die zuvor an der „Kindermeilen“-Aktion teilgenommen hatten.
Osnabrück. Im Dezember findet im polnischen Katowice die nächste UN-Klimakonferenz statt. Dieses Treffen beschäftigt aber nicht nur Fachleute, sondern auch Kinder aus unserer Region. In diesem Frühsommer beteiligten sich rund 1.200 Mädchen und Jungen aus 18 Kindergärten aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück an der europaweiten Kindermeilen-Kampagne des Klima-Bündnisses – dem größten kommunalen Netzwerk zum Klimaschutz.
Die Kinder haben in den letzten Wochen dokumentiert, wie sie Alltagswege klimafreundlich zurücklegten. Die gesammelten „Grünen Meilen“ wurden zusammengezählt und sollen den Teilnehmern der Klimakonferenz als Beitrag der Kinder zum Klimaschutz und als Aufforderung an die Politik zu handeln, überreicht werden. Damit verbunden ist die Möglichkeit, dass die Mädchen und Jungen auch ihre Wünsche zum Klimaschutz formulieren und an die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz richten. Jetzt fand im Zoo Osnabrück eine Abschlussfeier für die fast 150 Vorschulkinder statt, die in der Region an der Aktion Kindermeilen teilgenommen haben.
„Wir fahren mit dem Fahrrad oder geh’n zu Fuß, mit Bus und Zug geht’s auch, das Auto bleibt zu Haus“, heißt es im „Grüne-Meilen-Lied“, das die Mädchen und Jungs im Zoo anstimmten. Und schon diese Zeilen zeigten, wie die „Kindermeilen“-Aktion funktionierte. Anschließend erhielten die kleinen Sängerinnen und Sänger ihre Urkunden von Michael Fedler (Landkreis Osnabrück) und Tobias Langer (Stadt Osnabrück). „Das war eine tolle Aktion, mit der ihr den Großen gezeigt habt, wie Klimaschutz geht“, sagte Fedler. Begeistert war auch Langer: „Ihr habt gezeigt, dass man nicht nur reden sondern handeln sollte.“
Denn das Stehenlassen des Autos bedeutet ganz handfesten Klimaschutz. Stadt und der Landkreis Osnabrück haben sich nämlich das Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 zu halbieren und den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid um 95 Prozent zu verringern. Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist der Straßenverkehr, der für rund ein Fünftel der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich ist. So ließen sich etwa jährlich 7,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden, wenn 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt würden.
Die Kindermeilen-Kampagne wird durch das europäische Klimabündnis durchgeführt. Stadt und Landkreis Osnabrück unterstützen die Aktion und setzten sie in der Region im Rahmen des Kooperationsprojektes „Klimaschutz im Kindergarten“ um. Ziel des Projektes ist es, den Klimaschutz in den Kindergärten stärker zu verankern und die Kinder frühzeitig mit dem Thema vertraut zu machen.  
In diesem Jahr unterstützt der Osnabrücker Zoo das Abschlussfest der Aktion Kindemeilen, indem die kleinen Klimaschützer einen schönen Tag im Zoo verbringen dürfen. Zoopräsident Reinhard Sliwka begrüßte die Kinder im Zoo und bedankte sich bei ihnen für ihr Engagement: „Ihr seid tolle Klimabotschafter, genau wie unsere Tiere. Denn in der Wildbahn sind viele von ihnen auch vom Klimawandel betroffen, weil es zum Beispiel weniger regnet oder in der Arktis wärmer wird. Mithilfe der Tiere im Zoo können wir unsere Besucher über die Auswirkungen des Klimawandels aufklären.“ So engagiere sich der Zoo ebenfalls als Klimabotschafter. Außerdem wurden im Zoo Osnabrück bereits viele Energiesparmaßnahmen umgesetzt und in seiner Klimaausstellung „Klimatopia“ erfahren die Besucher mehr über die Folgen des Klimawandels auf die Tierwelt.

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