Naturschutzpreis 2018: Landkreis würdigt Artenschutz an Haus und Hof

Quartiere für wildlebende und schützenswerte Tierarten: Für diesen Beitrag wurden in diesem Jahr acht Bewerber mit dem Naturschutzpreis der Naturschutzstiftung ausgezeichnet.
Freitag, 16. November 2018
Quartiere für wildlebende und schützenswerte Tierarten: Für diesen Beitrag wurden in diesem Jahr acht Bewerber mit dem Naturschutzpreis der Naturschutzstiftung ausgezeichnet.
Osnabrück. Jedes Jahr vergibt die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück den Naturschutzpreis: 2018 wurden Akteure ausgezeichnet, die Artenschutz an ihrem Wohn- und Hofgebäuden durchgeführt haben und so wildlebenden und schützenswerten Tierarten Quartiere bieten. Ausgezeichnet wurden acht Bewerber. Die Preisverleihung fand statt im Kulturgeschichtlichen Museum/Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück.
„Bei der Modernisierung von Wohnraum spielt heutzutage der Artenschutz nur selten eine Rolle. Umso mehr freue ich mich, dass die Bewerberinnen und Bewerber gezeigt haben, dass sich Sanierung und Umweltschutz nicht ausschließen“, sagte Kreisrat Winfried Wilkens. Bei der Veranstaltung stellte zudem der Kuratoriumsvorsitzende Bernward Abing die Arbeit der Naturschutzstiftung vor.
Einen Sonderpreis in Höhe von 2.000 Euro verlieh die Jury an die Mauersegler AG Bramsche für die „Beratung und aktive Unterstützung der Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen an Haus und Hof, vor allem im Rahmen von Modernisierungen bei Privatgebäuden“. Die AG ist Anlaufstelle für Fragen zum Erhalt von Nistmöglichkeiten, vor allem für Mauersegler, im Rahmen von Renovierungen. Sie spricht Bauherren direkt an und unterstützt sie auch bei der Umsetzung. Genauso werden Bürger beraten, die Artenschutzmaßnahmen an ihren renovierten Gebäuden (oder allgemein) vornehmen wollen.
Je 500 Euro erhielten Norbert Wrase (Ostercappeln) und Karl-Heinz Heuer (Bissendorf). Beide Objekte liegen im ländlichen Bereich. Die Scheunen/Wohngebäude wurden liebevoll renoviert und dabei wurde viel Wert auf den Erhalt von Nistmöglichkeiten mit der Errichtung/Erhaltung eines entsprechenden Umfeldes gelegt. Zum Teil wurde auf Renovierung verzichtet, um in vorhandenen Mauerritzen weiterhin Nistmöglichkeiten zu bieten. Die Möglichkeit des Einflugs in die Gebäude wurde erhalten.
Je 200 Euro erhielten Kerstin Geisler (Melle), Werner Holle (Gehrde) und Karin Gösmann (Hasbergen). In dieser Kategorie wurden kleinere oder bewusst keine Maßnahmen am Gebäude durchgeführt. Bei der Dämmung entstandene Hohlräume wurden nicht verschlossen, Erneuerung/Anstrich unter dem Dach unterlassen, um Schwalben nicht zu verscheuchen oder bei der Fassadenrenovierung Röhren nicht verschlossen, damit diese weiterhin als Brutplatz dienen können.
Je 100 Euro erhielten Judith Lange (Hilter) und Peter Siegmann (Quakenbrück). Hier handelte es sich um Gebäude im Siedlungsbereich. Die Gärten der Bewerber bieten wildlebenden Tieren Lebensraum. Am Gebäude wurden nach Renovierungsarbeiten Nist- oder Unterschlupfmöglichkeiten geschaffen.

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