Die Digitalisierung im Alter nutzen

Bei der jüngsten Veranstaltung der Reihe „Auf gute Nachbarschaft“ stand das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt. Zu den Teilnehmern gehörten Referent Daniel Hoffmann (ganz links), Kreisrat Matthias Selle (hintere Reihe, vierter von links) und Organisatorin Susanne Klesse (zweite von rechts).
Donnerstag, 4. April 2019
Bei der jüngsten Veranstaltung der Reihe „Auf gute Nachbarschaft“ stand das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt. Zu den Teilnehmern gehörten Referent Daniel Hoffmann (ganz links), Kreisrat Matthias Selle (hintere Reihe, vierter von links) und Organisatorin Susanne Klesse (zweite von rechts).
Osnabrück. Das Thema ist nicht neu – und doch hat sich vieles verändert: Im Herbst 2014 hatte sich der Landkreis Osnabrück bereits bei einer Veranstaltung mit den „schönen Seiten der digitalen Welt“ beschäftigt. Im Rahmen der Reihe „Auf gute Nachbarschaft“ fand jetzt im Kreishaus Osnabrück die Neuauflage unter dem Titel „Älterwerden und Digitalisierung“ statt.
Was für Chancen und Möglichkeiten bietet die Digitalisierung für Seniorinnen und Senioren? „Es geht um Teilhabe im Alter“, betonte Kreisrat Matthias Selle in seiner Begrüßung. Die Technik helfe bei Kommunikation, Haustechnik und Sicherheit, Gesundheitsmonitoring insbesondere für ländliche Räume sowie Pflege. Dabei gehe es aber nicht darum, dass die digitale Technik die Familie oder gar die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege ersetzen solle, betonte Selle: „Mir geht es darum, dass die digitale Technik den Alltag interessanter machen kann. Zudem kann sie – wenn wir über die pflegerische Versorgung von Angehörigen reden – die Arbeit erleichtern, die Pflege verbessern und Hilfsarbeiten übernehmen, die sogar den Beruf attraktiver machen.“ Selle verwies dabei auf die „Cares Watch“, die künftig den analogen Hausnotruf ablösen könne.
Der Einsatz der Technik sei in vielerlei Bereichen denkbar und belebe den Alltag. Entscheidend sei dabei, nicht die Digitalisierung in den Vordergrund zu rücken, sondern die Bedürfnisse des Menschen. „Erforderlich ist ein Mix aus persönlicher Zuwendung und Hilfe sowie digitaler Möglichkeiten, um den Alltag interessanter zu machen“, sagte Selle. Die Prämisse laute: Die Digitalisierung muss sich an die Belange Älterer anpassen und nicht umgekehrt.
Beispiele lieferte Daniel Hoffmann vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. In seinem Beitrag „Digitalisierung im Alltag älterer Menschen“ zeigte er auf was mit einem Sprachassistenten alles möglich ist. So wünschte sich eine Teilnehmerin der Veranstaltung das Lied „Für mich soll´s rote Rosen regnen“, das dann auch prompt von der Sprachassistentin angespielt wurde – allerdings in der Fassung der Band „Extrabreit“. Das sorgte im Plenum für Erheiterung. „Das Besondere am Sprachassistenten, den ich in jedem Zimmer bei mir zu Hause installiert habe, ist: Ich kann damit sprechen! Ich muss nicht schreiben. Und genau das ist für ja für viele Menschen eine Hürde“, sagte Hoffmann.

Dateien

Frag den Landkreis Banner

Sie haben Fragen zu diesem Beitrag? Wir beantworten Sie gerne.

Frag den Landkreis