Expertin für Bienen zum Vortrag im Kreishaus

Mittwoch, 10. April 2019
Osnabrück. Bienen im Mittelpunkt: Die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück hat jetzt die Beraterinnen und Berater des Beraternetzes für Hautflügler zu einem Vortrag von Janina Voskuhl, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Osnabrück und Expertin für Wildbienen, ins Kreishaus eingeladen. Die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer konnten dabei viel Neues zum Thema  Bienen in der Stadt und im Landkreis Osnabrück erfahren.
So bilden die meisten Bienenarten keine Staaten wie die bekannte Honigbiene, sondern viele Wildbienenarten sind Solisten. Jede einzelne Biene baut ihr Nest in Mauerfugen einer Sandsteinmauer wie die Breitkopf-Schmalbiene oder in Totholz wie die gewöhnliche Löcherbiene oder zwischen den Pflasterfugen von Gehwegen mit Sandunterbau wie die Bärtige Sandbiene. Während die weiblichen Tiere in ihren Bruthöhlen übernachten, nutzen die männlichen Tiere gerne Blüten als Schlafplätze.
Expertin für Wildbienen: Janina Voskuhl gab dem Beraternetz für Hautflügler bei einem Vortrag im Kreishaus Tipps zum Schutz und zur Unterstützung der wild lebenden Arten
In Niedersachsen sind nach Angaben von Voskuhl 365 Bienenarten nachgewiesen, in Osnabrück hat die Expertin im Rahmen ihres Bienenprojektes im vergangenen Jahr 99 Arten gezählt. Davon seien 23 Arten als so genannte Pollenspezialisten auf die Blüten einer bestimmten Pflanzenart angewiesen und mindestens die Hälfte als gefährdet eingestuft.  
Wildbienen seien oftmals effizienter als die Honigbienen oder gar alleinige Bestäuber, da viele wilde Arten bei geringerer Sonneneinstrahlung und tieferen Temperaturen flögen, so Voskuhl. Darum seien die wilden Arten für die Erhaltung der Vielfalt der Natur so ausgesprochen wichtig. Wer Wildbienen schützen wolle, solle die natürlichen Nistplätze erhalten, also Totholz in sonniger Lage liegen lassen, offene sandige Stellen im Rasen zulassen und ein reichhaltiges, heimisches Blütenangebot von Februar bis Oktober sichern.

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