Fachveranstaltung zeigte den Mehrwert von Kompensationen an Gewässern

Sekundäraue zum Anfassen: Am Reitbach in Nortrup nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der TERRA.vita-Veranstaltung ein Kompensationsprojekt in Augenschein.
Dienstag, 3. Dezember 2019
Sekundäraue zum Anfassen: Am Reitbach in Nortrup nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der TERRA.vita-Veranstaltung ein Kompensationsprojekt in Augenschein.
Osnabrück/Quakenbrück. Kompensationen gewinnen als freiwilliges Instrument zur Revitalisierung und Renaturierung von Gewässern immer mehr an Bedeutung. Hintergrund sind europäische Aufgaben wie die Wasser-Rahmen-Richtlinie (WRRL) und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL). Der Mehrwert durch Kompensation an Gewässern war jetzt das Thema einer Veranstaltung der TERRA.vita-Gebietskooperation Artland/Hase in Quakenbrück.
Der Natur- und Geopark TERRA.vita hatte gemeinsam mit dem Verein zur Revitalisierung der Haseauen, dem Dachverband Hase und dem Hauptverband Osnabrücker Landvolk  zu einem ganztägigen Programm mit Vorträgen und einer Busexkursion eingeladen.  Neben einer Einführung in das Thema Kompensation wurden verschiedene Beispiele im Einzugsgebiet der Hase für Projekte am Gewässer, die „Lebensadern in der Kulturlandschaft“ darstellen, vorgestellt. Mit dem Bus ging es gemeinsam zum Löninger Mühlenbach und zu Gewässern des FFH-Gebietes Bäche im Artland. Von einem Auffanggraben über einen zehn Meter breiten Gewässerrandstreifen bis hin zu einer neugeschaffenen Talaue reichten die Vorhaben. Vor Ort konnten sich die gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Durchführenden über Planung, Umsetzung und Erfahrungen austauschen.
Die Gruppe setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Unteren Naturschutz- und Wasserbehörden, der Kommunen sowie Flächeninhabern, Landwirten und Ingenieurbüros, Unterhaltungsverbänden als auch regionalen Naturschutzgruppen zusammen. Eine bunte Mischung, die bei der Veranstaltung der Gebietskooperation Artland/ Hase durchaus beabsichtigt war, denn in einem Punkt sind sich letztlich alle einig: Naturschutz funktioniert nur gemeinsam.

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