Kunstschaffende der Region im Austausch

Reger Austausch über die Kunst als Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Friedensfähigkeit: Über dieses Thema diskutierten (vordere Reihe von links) Nora Sternfeld (Kunsthochschule Kassel), Anja Kreysing (Bildende Künstlerin, Münster), Andreas Brenne, (Universität Osnabrück), Ulrich Schneckener (Universität Osnabrück), Kreisrat Matthias Selle sowie Joseph Rottmann (Varusschlacht im Osnabrücker Land- Museum und Park Kalkriese).
Dienstag, 10. Dezember 2019
Reger Austausch über die Kunst als Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Friedensfähigkeit: Über dieses Thema diskutierten (vordere Reihe von links) Nora Sternfeld (Kunsthochschule Kassel), Anja Kreysing (Bildende Künstlerin, Münster), Andreas Brenne, (Universität Osnabrück), Ulrich Schneckener (Universität Osnabrück), Kreisrat Matthias Selle sowie Joseph Rottmann (Varusschlacht im Osnabrücker Land- Museum und Park Kalkriese).
Osnabrück. Es ist ein Rahmen für den Austausch unter Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden und Kulturinteressierten: Wechselseitig organisieren Landkreis und Stadt Osnabrück den „KunstDialog“. Die diesjährige Veranstaltung fand im Museum und Park Kalkriese statt. Kreisrat Matthias Selle (Landkreis Osnabrück) und Gastgeber Joseph Rottmann, Geschäftsführer der Varusschlacht im Osnabrücker Land – Museum und Park Kalkriese, begrüßten zahlreiche Gäste im Besucherzentrum des Museums. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Präsentation der Ausstellung „1914/1918 Not then, not now, not ever!“ statt.
„Es geht zum einen um eine synergetische Begegnung des kulturellen Feldes. Zum anderen soll das Treffen durch eine impulsreiche Diskussion bereichert werden“, sagte Selle in seiner Begrüßung. Zu dem Titel „Artistic research als Friedensforschung“ stellte der Moderator Andreas Brenne (Universität Osnabrück, Kunst/Kunstpädagogik), mit Nora Sternfeld (Kunstvermittlung, documenta Professur), Ulrich Schneckener (Universität Osnabrück, Professur für Internationale Beziehungen und Friedens- und Konfliktforschung, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Friedensforschung), der Bildenden Künstlerin Anja Kreysing (Soundart & Performance, Video, Münster) die Gäste vor.
„In einer Zeit, in der nicht nur zyklisch an die großen Kriege des 20. Jahrhundert erinnert wird, sondern zeitgleich Gewalthandeln wieder fester Bestandteil politischen Handelns geworden zu sein scheint, wird eine künstlerische Praxis sichtbar, die als kritische Kontraposition zum gesellschaftlichen Mainstream verstanden werden kann“, betonte Brenne in seinem Eingangsstatement.
Zentrales Thema der Diskussionsrunde war die Wirksamkeit von Kunstwerken und Bildern, die im Kontext spezifischer Milieus und Szenarien ihr subversives und sinnstiftendes Potential entfalten. Die Diskussionsrunde war sich einig, dass die Kunst nicht geschützt sei vor Vereinnahmung und Inanspruchnahme für unlautere und kunstfremde Zwecke. Kunst könne aber einen entscheidenden Beitrag zur Beförderung einer gesamtgesellschaftlichen Friedensfähigkeit leisten.
Abschließend setzten sich die Anwesenden mit weiterführenden Fragen zur Bestimmung des Verhältnisses von Kunst und Politik oder zur künstlerischen Friedensforschung auseinander.

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