Seniorenvertretungen trafen sich im Kreishaus zum Austausch

Im Kreishaus Osnabrück trafen sich jetzt die Seniorenbeauftragten und Seniorenvertretungen der Kommunen im Landkreis und der Stadt Osnabrück.
Dienstag, 10. Dezember 2019
Im Kreishaus Osnabrück trafen sich jetzt die Seniorenbeauftragten und Seniorenvertretungen der Kommunen im Landkreis und der Stadt Osnabrück.
Osnabrück. Mehr Transparenz schaffen, Vernetzung stärken: Diese Ziele standen im Mittelpunkt der Austauschtreffen der Seniorenbeauftragten und Seniorenvertretungen in Landkreis und Stadt Osnabrück. Bei einer Veranstaltung, die jetzt im Kreishaus Osnabrück stattfand, wurde das Programm um einen Vortrag ergänzt.: „Seheinschränkungen und Erblindung im Alter.“
Zweimal jährlich treffen sich Seniorenbeauftragte und Seniorenvertretungen, wobei die Veranstaltungen abwechselnd im Landkreis und in der Stadt stattfinden. Der Austausch betrifft dabei verschiedene Themen: Teilhabe, Wohnen, Mobilität, Versorgung und Gesundheit im Alter. Hintergrund ist, dass die jeweiligen Akteure erfolgreiche Projekte und Konzepte in der Seniorenarbeit aus anderen Kommunen kennenlernen und bei Bedarf übernehmen können. Aber auch die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik sowie Beratungsstrukturen und Anlaufstellen sind Gegenstand der Treffen.
Zur jüngsten Veranstaltung hatten Susanne Klesse, Seniorenbüro des Landkreises Osnabrück, und Anette Herlitzius, Fachkoordination Seniorenarbeit/Seniorenbüro Stadt Osnabrück, eingeladen. Motto: „Mitmachen, mitreden, mitgestalten – mittendrin!“ Deutlich wurde während des Treffens: Die Palette der Aktivitäten ist groß. Sie reicht von Veranstaltungen und Vorträgen zu seniorenrelevanten Themen über Helferinitiativen sowie Repaircafés bis hin zu Medien- und Smartphone-Sprechstunden.
Steven Brentrop vom Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen referierte zudem zum Thema „Sehbehinderung und Erblindung im Alter“. Im Vortrag ging es um verschiedene Augenerkrankungen sowie deren Ursachen, Verläufe und Auswirkungen. Brentrop stellte dabei auch Hilfsmittel für den Alltag vor. Nach seinen Erfahrungen ist das Smartphone mit Sprachsteuerung und den entsprechenden Apps, etwa für Navigation, Text- und Objekterkennung oder mit Lupenfunktion, der Favorit. Allerdings: Für viele Ältere sei der Umgang mit digitalen Alltagshilfen nicht immer einfach: „Hier ist insgesamt noch viel Information und Hilfestellung nötig“, forderte der Referent, der aber auch eine 90-jährige Frau kennengelernt hat, die regelmäßig das Smartphone als Hilfsmittel nutzt.
Den Vortrag ergänzte Bettina Girard aus Osnabrück mit ihren Alltagserfahrungen als Betroffene. Für Außenstehende ist ihre Sehbehinderung allerdings nicht erkennbar, und das schafft Probleme: Wenn Girard etwa beim Einkauf oder an der Bushaltestelle jemanden bitte, ihr etwas vorzulesen, reagierten viele der Angesprochenen zunächst irritiert, seien dann aber hilfsbereit. Eine Armbinde mit dem Blindensymbol oder einen weißen Langstock trägt Girard nicht. Da sie noch etwas sehen könne, empfinde sie diese Dinge nicht als passend für sich. Ihr Credo: „Dann lieber die Leute ansprechen und die Situation erklären.“

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