MaßArbeit als „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet

Als eines von 27 Unternehmen und Regionen erhielt jetzt die kommunale Arbeitsvermittlung MaßArbeit das Zertifikat als „Familienfreundliche Arbeitgeber in der Region Osnabrück“. Vorstand Lars Hellmers (Mitte) und Gleichstellungsbeauftragte Stefanie Gelli (2. v. r.), hier mit (von links) Kreisrat Matthias Selle, Inna Wotenick vom Fachdienst Service und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (rechts), nahmen die Auszeichnung entgegen.
Mittwoch, 8. Januar 2020
Als eines von 27 Unternehmen und Regionen erhielt jetzt die kommunale Arbeitsvermittlung MaßArbeit das Zertifikat als „Familienfreundliche Arbeitgeber in der Region Osnabrück“. Vorstand Lars Hellmers (Mitte) und Gleichstellungsbeauftragte Stefanie Gelli (2. v. r.), hier mit (von links) Kreisrat Matthias Selle, Inna Wotenick vom Fachdienst Service und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (rechts), nahmen die Auszeichnung entgegen.
Osnabrück. Freude bei der MaßArbeit: Als eines von 27 Unternehmen und Einrichtungen hat die kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises Osnabrück das Zertifikat „Familienfreundlicher Arbeitgeber in der Region Osnabrück“ erhalten. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel dafür getan, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für unsere Kolleginnen und Kollegen zu erleichtern“, sagte MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. Eine solche Auszeichnung sei eine schöne Wertschätzung dieser Arbeit. „Entscheidend für uns sind jedoch vor allem die vielen positiven Rückmeldungen aus der Mitarbeiterschaft“, so Hellmers weiter.
Das Qualitätssiegel für lebensphasenorientierte und familienfreundliche Personalpolitik war zum dritten Mal durch die Familienbündnisse von Stadt und Landkreis ausgelobt worden und wurde in der Katholischen Familienbildungsstätte Osnabrück verliehen. Unabhängige Prüfer hatten die Bewerber in sechs Kategorien getestet. Partner der Familienbündnisse sind die Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis Osnabrück, Handwerkskammer, Agentur für Arbeit, Industrieller Arbeitgeberverband, Hochschule, Bistum, Koordinierungsstelle Frau & Betrieb sowie Unternehmensvertreter.
Beeindruckt hatte die MaßArbeit die Jury unter anderem im Bereich Führungskräfte, der grundsätzlich als nicht sehr frauen- und familienfreundlich gilt. Das ist bei der kommunalen Arbeitsvermittlung anders: In den Führungspositionen sind nicht nur mehr Frauen als Männer tätig, sondern mehr als die Hälfte dieser Führungskräfte sind teilzeitbeschäftigt. Bei den übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht der Arbeitgeber MaßArbeit dem Thema Teilzeit ebenfalls sehr offen gegenüber: Knapp die Hälfte der Kolleginnen und Kollegen nutzen diese Form der Beschäftigung. Das familienfreundliche Klima bildet sich auch beim Thema Elternzeit ab: Nicht nur die Mütter, sondern fast alle jungen Väter bei der MaßArbeit nutzen inzwischen diese Möglichkeit.
Familienfreundlichkeit gehöre zu einer nachhaltigen Gesellschaft, betonten bei der Preisverleihung sowohl Oberbürgermeister Wolfgang Griesert als auch Kreisrat Matthias Selle. „Bitte lassen Sie nicht darin nach, innovativ ihr Profil als familienfreundliche Arbeitgeber zu schärfen. Das ist gut für Ihre Unternehmen und ganz besonders für die Familien unserer Region“, sagte Griesert. Selle unterstrich, dass sich Familienfreundlichkeit auch betriebswirtschaftlich rechne. Neben erhöhten Chancen im Wettbewerb um neue Arbeitskräfte ermutige eine familienfreundliche Gestaltung der Personalpolitik etwa Mitarbeitende, schneller aus dem Erziehungsurlaub zurückzukehren, führe zu geringerem Krankenstand und weniger Fehlzeiten.
Barbara Schwarze von der Hochschule Osnabrück knüpfte in ihrem folgenden Fachvortrag „Familienfreundlich? Ausgezeichnet! – Wie Unternehmen, Beschäftigte und Region profitieren“ an: 92 Prozent der Beschäftigten in familienfreundlichen Unternehmen würden ihr Unternehmen uneingeschränkt weiterempfehlen, während für Unternehmen, in denen die Vereinbarkeit nicht gelebt wird, die Weiterempfehlungsquote bei lediglich 22 Prozent liege.

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