Sonderausstellung präsentiert ab 5. April Münzfund Börstel

Unter einem von zwei Säulen getragenen Gewölbe das Osnabrücker Rad, darüber ein Turm zwischen zwei Kreuzfahnen.
Montag, 2. März 2020
Unter einem von zwei Säulen getragenen Gewölbe das Osnabrücker Rad, darüber ein Turm zwischen zwei Kreuzfahnen.
Bersenbrück. Viele Jahrhunderte lagen die spätmittelalterlichen Silbermünzen tief im Wald vergraben, bis man sie 1940 wiederentdeckte. Die Nachricht ihrer Auffindung ging damals durch die Presse, doch bald danach geriet der Münzfund fast in Vergessenheit. Einem studentischen Projekt von Mareike Jans ist es zu verdanken, dass es nun viele spannende Geschichten rund um den Münzfund von Börstel zu erzählen gibt. Diese sind ab dem 5. April in einer Sonderausstellung im Museum im Kloster Bersenbrück zu erleben.
Warum lagen die Münzen gerade hier versteckt? Welche Personen und Motive lassen sich auf den Münzen entdecken? Wie berechnet man den Wert des Fundes? Antworten darauf bietet die Sonderausstellung „vergraben & geborgen – Münzfund Börstel“, die vom 5. April bis zum 1. Juni 2020 im Museum im Kloster in Bersenbrück zu sehen ist. Über die grundlegenden Erkenntnisse der Forschungsarbeit hinaus wird erstmals überhaupt ein herausragender Teil der Münzsammlung des Landkreises gezeigt.
Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Kulturbüros des Landkreises Osnabrück, der Stadt- und Kreisarchäologie, der Universität Osnabrück und des Niedersächsischen Landesarchives – Abteilung Osnabrück.
Übersicht Münzfund Börstel:
  • im Jahr 1940 wurden beim Verscharren der Kadaver von 16 Kühen, die bei einem Brand umgekommen waren, 3.311 Münzen gefunden, vor allem Pfennige westfälischer Prägung aus dem 14. Jahrhundert. Die jüngsten Münzen weisen auf eine Niederlegung um oder kurz vor 1400 hin.
  • Die Münzen lagen in zwei Tongefäßen, von denen eines bei der Bergung zerstört wurde.
  • von den 3.311 Exemplaren gingen in den Jahren nach ihrer Auffindung 48 Münzen an das Münzkabinett Berlin, in der Klosterkammer Hannover befinden sich zurzeit 2.473 Münzen, 201 liegen im Niedersächsischen Landesarchiv – Abteilung Osnabrück.
  • was mit den restlichen mehr als 500 Münzen geschah, lässt sich nicht mehr eindeutig klären, zum Teil gelangten Exemplare über Privatsammlungen in den Münzhandel.
  • 13 weitere Münzen wurden bei archäologischen Nachuntersuchungen im Dezember 2019 und Januar 2020 gefunden.

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