Studentin erhält Förderpreis der Naturschutzstiftung

Ausgezeichnete Arbeit: Julia Kaiser (Mitte) erhielt den Förderpreis der Naturschutzstiftung für die Arbeit „Bodenfarben zur Bildung von Bodenbewusstsein“. Zu den Gratulanten gehörten Kreisrat Winfried Wilkens und Gabriele Broll (Universität Osnabrück).
Montag, 2. März 2020
Ausgezeichnete Arbeit: Julia Kaiser (Mitte) erhielt den Förderpreis der Naturschutzstiftung für die Arbeit „Bodenfarben zur Bildung von Bodenbewusstsein“. Zu den Gratulanten gehörten Kreisrat Winfried Wilkens und Gabriele Broll (Universität Osnabrück).
Osnabrück. Naturschutz und Landschaftspflege: Diese Aspekte müssen im Vordergrund von wissenschaftlichen Arbeiten stehen, die für den Förderpreis der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück in Frage kommen. Dies traf auch zu auf die Masterarbeit „Bodenfarben zur Bildung von Bodenbewusstsein – Böden im Natur- und UNESCO Global GeoparkTERRA.vita, Osnabrück“ von Julia Kaiser. Die Studentin erhielt nun den mit 500 Euro dotierten Förderpreis.
Der Preis wird insbesondere an Absolventinnen und Absolventen der Osnabrücker Hochschulen vergeben, die sich im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeiten intensiv mit Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Landkreis Osnabrück auseinandersetzen. „Der Boden unter unseren Füßen ist im Osnabrücker Land besonders interessant. Trotzdem ist es immer eine Herausforderung, diese ‚versteckten‘ Themen auch für Menschen anschaulich zu machen, die nicht Bodenkundler oder Geologen sind. Deshalb finden wir den Ansatz spannend, Farben aus dem Boden unserer Region zu gewinnen und künstlerisch einzusetzen. Auf diese Weise Umweltbildung mit Kreativität zu verbinden, war der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück einen Preis wert“, sagt Kreisrat Winfried Wilkens, der gemeinsam mit dem Kuratoriumsvorsitzenden Bernward Abing und dem Beiratsvorsitzenden Markus Rolf den Förderpreis überreichte.
Den Vorschlag hatte Gabriele Broll, vom Institut für Geographie an der Universität Osnabrück, eingereicht. „Die Arbeit von Frau Kaiser wurde für den Preis vorgeschlagen, weil auch der Bodenschutz zum Naturschutz gehört. Das Leben im Boden und die Vielfalt von Böden werden häufig übersehen. Frau Kaiser hat mit ihrer Masterarbeit zu Bodenfarben einen Betrag zur Bildung von Bodenbewusstsein und damit auch zur Bildung für nachhaltige Entwicklung beigetragen“, sagt die Wissenschaftlerin.
In ihrer Arbeit nähert sich Kaiser dem Thema Boden nicht über die klassischen Wege der Umweltkommunikation (etwa mit Hilfe von Lehrtafeln), sondern über einen künstlerisch-kreativen Ansatz. Dabei fand die Arbeit in Kooperation mit dem Natur- und UNESCO Global Geopark TERRA.vita statt. Ziel ist es, das Interesse von Laien für Böden über das Malen mit Bodenfarben zu gewinnen. Im Geopark wurden fünf Standorte ausgewählt, an denen sich für die Region typische Bodentypen entwickelt haben und die sich zugleich durch eine besondere Farbe auszeichnen. In mehreren Schritten stellte Kaiser drei unterschiedliche Malfarben her und entwickelte ein Konzept, wie über die Farben Wissen über den jeweiligen Bodentyp vermittelt werden kann. Unterstützt wird die Wissensvermittlung durch Steckbriefe. Daran kann sich ein praktischer Teil in Form einer Exkursion zu den Bodenprofilen anschließen.

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