Waldbesuche in Zeiten von Corona und Borkenkäfer

Im Frühjahr werden die Wanderwege wieder zunehmend genutzt. Der Natur- und Geopark TERRA.vita appelliert an die Spaziergänger, sich rücksichtsvoll zu verhalten.
Dienstag, 14. April 2020
Im Frühjahr werden die Wanderwege wieder zunehmend genutzt. Der Natur- und Geopark TERRA.vita appelliert an die Spaziergänger, sich rücksichtsvoll zu verhalten.
Osnabrück. Auch während der Corona-Pandemie spricht nichts gegen einen Waldspaziergang. Allerdings: Der Natur- und Geopark TERRA.vita bittet besonders für die kommenden Wochen um mehr Achtsamkeit und gegenseitiges Verständnis zwischen Waldbesuchern und Waldbewirtschaftern.
„Gerade jetzt im Frühling verspüren doch viele von uns große Lust nach draußen an die frische Luft zu gehen und einen Spaziergang oder eine Wanderung im Wald zu unternehmen“, sagt Hartmut Escher, Geschäftsführer von TERRA.vita. Tatsächlich sei festzustellen, dass die Wanderwege gut genutzt würden. Allerdings leide der Wald immer noch unter den Folgen der vergangenen beiden Trockenjahre, den Stürmen sowie dem Borkenkäfer. Die damit verbunden Hiebs- und Waldschutzmaßnahmen müssten daher auch weiter durchgeführt werden. Dazu gehöre auch, dass Bäume durch Sturmereignisse auf den Wegen lägen, an Holzpoltern gearbeitet werde und es zu Fällarbeiten komme. „Waldbesucher sollten ein freundliches Miteinander mit den im Wald wirtschaftenden Personen suchen und ein achtsames Auge auf die waldtypischen Gefahren haben“, betont Escher. Zugleich werbe er aber auch bei den im Wald wirtschaftenden Personen für die Erholungssuchenden, die oftmals gerne erfahren möchten, welche Arbeiten durchgeführt würden.
Darüber hinaus werde die Infrastruktur auf den Wanderwegen kontrolliert. „Wir führen aktuell wieder eine Gesamtkontrolle der Infrastruktur zum Saisonauftakt auf unseren Wanderwegen durch“, sagt Michael Hein von der Koordinierungsstelle Wandern bei TERRA.vita. Lücken in der Markierung, fehlende Wegweiser und auch querliegende Bäume würden gemeldet, wobei gerade für die umgestürzten Bäume gemeinsam mit dem Förster vor Ort und dem Waldeigentümer eine unkomplizierte Lösung gesucht würden.
Auch in Zeiten von Corona und Borkenkäfer könne mit gegenseitigem Verständnis und einem achtsamen Blick auf waldtypische Gefahren ein Aufenthalt im Wald viel Freude bereiten.

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