Positive Jahresbilanz der kommunalen Arbeitsvermittlung MaßArbeit

Stellten gemeinsam die Bilanz 2019 der MaßArbeit für den Landkreis Osnabrück vor, aufgrund der Corona-Pandemie in angemessenem Abstand (von links): MaßArbeit-Vorstand Siegfried Averhage, Landrätin Anna Kebschull und MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. Foto: MaßArbeit / Eckhard Wiebrock
Donnerstag, 16. April 2020
Stellten gemeinsam die Bilanz 2019 der MaßArbeit für den Landkreis Osnabrück vor, aufgrund der Corona-Pandemie in angemessenem Abstand (von links): MaßArbeit-Vorstand Siegfried Averhage, Landrätin Anna Kebschull und MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. Foto: MaßArbeit / Eckhard Wiebrock
Osnabrück. Die kommunale Arbeitsvermittlung MaßArbeit hat 2019 im Landkreis Osnabrück insgesamt 5.910 Menschen beruflich integriert. 2.014 Empfänger der so genannten Hartz-IV-Leistungen wurden in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt, 312 Leistungsempfänger in eine Ausbildung. Die Integrationsquote der MaßArbeit insgesamt liegt bei 29,5 Prozent, die Integrationsquote für alle niedersächsischen Jobcenter liegt bei nur 25,3 Prozent. „Damit steht die MaßArbeit auf Rang 4 der 45 Jobcenter in Niedersachsen – das ist für uns eine schöne Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Landrätin Anna Kebschull. „Dieses Ergebnis motiviert uns, weiter intensiv daran zu arbeiten, für möglichst viele langzeitarbeitslose Menschen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.“
3.584 Integrationen seien durch verschiedene Maßnahmen erzielt worden, erläuterte MaßArbeit-Vorstand Siegfried Averhage: Darunter Arbeitsgelegenheiten, Aktivierungsmaßnahmen wie Coachings, betriebliche Praktika, berufliche Weiterbildungen oder sonstige Qualifizierungen. „Das ist eine unverzichtbare Unterstützung für unsere Bewerberinnen und Bewerber“, so der MaßArbeit-Vorstand. Denn die Leistungsempfänger seien alle mehr als ein Jahr, manchmal auch schon mehrere Jahre ohne Arbeit. Integrationsmaßnahmen seien da in sehr vielen Fällen der entscheidende Schritt, um eine Vermittlung überhaupt zu ermöglichen. „Entscheidend ist dabei jedoch, sehr individuell mit jedem Bewerber zu arbeiten“, ergänzte MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. Deshalb würde etwa bei der Ausschreibung der Maßnahmen sehr darauf geachtet, dass sie genau auf die Bedarfe der Arbeitsuchenden zugeschnitten seien.
In den verschiedenen Außenstellen der MaßArbeit wurden im vergangenen Jahr unterschiedliche Schwerpunkte in der Integrationsarbeit gesetzt, darunter die Arbeit mit benachteiligten jungen Menschen, mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte oder mit alleinerziehenden Frauen. In der Außenstelle Bramsche stand das bereits 2013 gestartete Projekt der „ZAP“, der „Zentralen Ansprechpartner*innen für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen“ im Fokus. ZAP ermögliche es der MaßArbeit, Menschen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen sowie Reha-Fälle deutlich individueller zu betreuen, schilderten die MaßArbeit-Vorstände. Mit 227 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsaufnahmen, 122 Vermittlungen in geringfügige Beschäftigung, 82 erfolgten Bewilligungen der vollen Erwerbsminderungsrente, 75 Bewilligungen bzw. Durchführungen von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und 265 initiierten Durchführungen bzw. Fortführungen von Therapien oder Akutversorgungen seien 2019 im ZAP-Bereich ausgezeichnete Ergebnisse erzielt worden, bilanzierte die Landrätin.
In der Außenstelle Ostercappeln lag der Fokus auf dem Teilhabechancengesetz (TCG) des Bundes. Es bietet seit Anfang 2019 neue Möglichkeiten zur Integration von langzeitarbeitslosen Menschen. Allein in Ostercappeln konnten über das TCG im Jahr 2019 elf Menschen in eine Beschäftigung vermittelt werden, im gesamten Landkreis waren es 76. Aufnehmende Branchen waren unter anderem der Pflegebereich, der Gartenbau, der Handel, die Logistik sowie das Metall-, Elektro-, und Gastgewerbe. Im gesamten Landkreis hat die MaßArbeit bisher rund 220 Firmen intensiv über die Möglichkeiten des TCG informiert. „Wir wünschen uns für die Zukunft noch mehr mutige Unternehmen, die bei der Personalsuche neue Wege gehen und Menschen eine Chance geben, die vielleicht ein bisschen mehr Unterstützung benötigen“, so der Appell von Landrätin Anna Kebschull. Die Resonanz der Betriebe, die diesen Schritt gewagt hätten, sei zum ganz großen Teil ausgesprochen positiv.
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