Appell an regionale Unternehmen: Ausbildungsengagement fortsetzen

Freitag, 15. Mai 2020
Anlässlich der Corona-Krise appellieren Stadt und Landkreis Osnabrück, IHK und Handwerkskammer sowie die Agentur für Arbeit Osnabrück gemeinsam an die Unternehmen, ihr bisher gezeigtes hohes Ausbildungsengagement auch im kommenden Ausbildungsjahr fortzusetzen.
Bestehende Ausbildungsverhältnisse sollten nicht vorzeitig gelöst werden. Stattdessen sollten die Betriebe ihren Auszubildenden möglichst die Chance auf einen erfolgreichen Berufsabschluss erhalten. Die fünf Unterzeichner des Appells zeigen dabei Verständnis für die Zukunftssorgen der Unternehmen, die sich die Frage stellen, ob und wie sie die betriebliche Ausbildung aufrechterhalten können. „Berufsausbildung ist allerdings eine Investition in die Zukunft und eine wichtige Chance zur Sicherung des eigenen Fachkräftenachwuchses nach Überwindung der Krise.
Trotz der derzeit schwierigen Situation sollten Entscheidungen rund um die betriebliche Ausbildung daher nicht nur aus kurzfristigen finanziellen Erwägungen getroffen werden“, erklärten dazu Marco Graf und Sven Ruschhaupt, die beiden Hauptgeschäftsführer der IHK bzw. der Handwerkskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim. Von den Herausforderungen der Corona-Pandemie sind rund 10.000 allein bei IHK und HWK registrierte Auszubildende in Stadt und Landkreis Osnabrück betroffen. „Diese hoffnungsvollen Nachwuchs-Fachkräfte aus der Region sollten ihre Berufsausbildung erfolgreich abschließen können und in der Region eine berufliche Perspektive finden. Die jungen Menschen werden dringend gebraucht“, bekräftigten Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und Anna Kebschull, Landrätin des Landkreis Osnabrück. „Für den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung in Krisenzeiten stehen bewährte wie auch neue Instrumente zur Verfügung“, unterstrich Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Osnabrück. So könnten z. B. Auszubildende mit ihrer Zustimmung an Partnerbetriebe ausgeliehen werden. Für die Vermittlung stünden Experten der Arbeitsagentur und der Kammern zur Verfügung. 
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