Jetzt für den Plattdeutsch-Bandcontest 2020 bewerben!

Die 2. Sieger im Endausscheid 2019: Whale in the Desert aus Buxtehude. (Archivfoto: TIL)
Freitag, 15. Mai 2020
Die 2. Sieger im Endausscheid 2019: Whale in the Desert aus Buxtehude. (Archivfoto: TIL)
Stadthagen. Besondere Klänge zu einem besonderen Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal findet 2020 der plattdeutsche Bandcontest „Plattsounds“ statt, für den sich Bands und Einzelmusiker ab jetzt bewerben können. Gesucht werden junge Musiker aus Niedersachsen, die Songs aus Genres wie z. B. Rock, Pop, HipHop, Urban, Electro, Punk, Reggae, Metal oder SingerSongwriter auf Plattdeutsch performen wollen. Beim Endausscheid in Stadthagen am 21. November treten zehn Finalisten auf und zeigen, wie gut Plattdeutsch und aktuelle Musik zusammenpassen. Bewerbungen sind bis zum 30. September 2020 möglich unter www.plattsounds.de.
Wer teilnehmen will, muss nicht unbedingt Plattdeutsch können! Das Plattsounds-Team fertigt, wenn gewünscht, Übersetzungen für die Bewerber an und unterstützt auch bei der Aussprache. Bis zum 30. September können sich Bands und Solokünstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf www.plattsounds.de bewerben. Die Bewerbung kann zunächst auch mit einem anderssprachigen Lied erfolgen. Im Finale kann jedoch nur auftreten, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die Bühne bringt. Etwa zehn Finalisten werden am 21. November im Stadthagener Kulturzentrum Alte Polizei mit jeweils einem plattdeutschen Song antreten und um Preisgelder in Höhe von 1.000, 600 und 300 Euro spielen. Moderiert wird die Show gewohnt spritzig von der Sängerin und Schauspielerin Annie Heger.
Die letzten Jahre haben gezeigt, wie gut angesagte Musik und die coolste Sprache des Nordens zusammenpassen. Stefan Meyer, Plattdeutsch-Referent bei der Oldenburgischen Landschaft, der Plattsounds mit aus der Taufe gehoben hat, findet: „Der Plattsounds Bandcontest ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Zum Projektstart wussten wir nicht, ob Jugendliche Lust haben, Musik auf Platt zu machen – zehn Jahre später sind fast 200 neue und moderne Songs in der Sprache entstanden. Das ist eine große Bereicherung für die plattdeutsche Kulturszene“.
Von Osnabrück bis Celle, von Aurich bis Wolfenbüttel – seit dem Start von Plattsounds im Jahr 2011 standen rund 90 junge Bands aus 40 kleinen und großen Orten in ganz Niedersachsen an den Final-Abenden auf der Bühne, Hunderte wollten mitmachen und haben sich beworben. Teenager und Twens aus plattdeutschen Hochburgen wie Ostfriesland oder Oldenburg, aber auch aus Regionen, in denen kaum noch Platt gesprochen wird, wollten sich an der Sprache versuchen. „Auf Plattdeutsch zu singen ist einfach genial – wir werden den Song in Zukunft wohl weiterhin auf Platt performen!“, sagen die Punk-Rocker von Captain Karacho aus Hannover.
Auch die vierköpfige Osnabrücker Privacy Band, die Alternative-Rock spielt und sich u. a. an das große Thema Powerballade heranwagt, denkt bereits wieder über eine Bewerbung zum Plattsounds Contest nach, „weil es uns auch letztes Jahr super viel Spaß gemacht hat“, sagt Band-Mitglied Christopher Hillebrandt.
Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht niedersächsischen Landschaften und Landschaftsverbänden, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen. „Wir hoffen natürlich auf viele Bewerbungen aus unserer Region; denn wir wissen, dass wir in unserer Bandszene tolle Potenziale haben“, betont Susanne Tauss vom Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V.
Kontakt für die Musiker:
Matthias Kahrs | info@plattsounds.de
Informationen und Bewerbung:
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