Wie funktioniert digitale Berufsorientierung?

Beim Online-Netzwerktreffen Schule-Wirtschaft in Bramsche diskutierten Vertreter von Schulen, Betrieben, Kammern sowie weitere Bildungs- und Arbeitsmarktakteure über digitale Wege der Berufsorientierung. Moderiert wurde das Treffen von Katja Bielefeld (links) von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit. Technisch unterstützt wurde sie von ihrer Kollegin Annika Schütte.
Mittwoch, 17. Juni 2020
Beim Online-Netzwerktreffen Schule-Wirtschaft in Bramsche diskutierten Vertreter von Schulen, Betrieben, Kammern sowie weitere Bildungs- und Arbeitsmarktakteure über digitale Wege der Berufsorientierung. Moderiert wurde das Treffen von Katja Bielefeld (links) von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit. Technisch unterstützt wurde sie von ihrer Kollegin Annika Schütte.
Bramsche. Das neue Online-Format ist schon zur Routine geworden: Die Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit hat mit großer Beteiligung ihr zweites digitales Netzwerktreffen veranstaltet. Gesprächsbedarf gab es bei den Vertretern von Schulen, Betrieben, Kammern sowie weiteren Bildungs- und Arbeitsmarktakteuren reichlich. Im Zentrum stand die Frage, wie digitale Berufsorientierung gelingen kann. „Im Landkreis Osnabrück bestehen zahlreiche Kooperationen zwischen Betrieben und Schulen: Wir haben gemeinsam Wege diskutiert, um die tolle Zusammenarbeit auch in Zeiten weiterzuentwickeln, in denen es noch Einschränkungen durch das Corona-Virus gibt“, skizzierte Moderatorin Katja Bielefeld, die in der Servicestelle für den Nord- und Ostkreis zuständig ist.
 
Insbesondere mit Blick auf das Schuljahr 20/21 bestehe ein großes Interesse an digitalen Kooperationsformaten, ergänzte Annika Schütte, die ihre Kollegin bei der technischen Umsetzung des Netzwerktreffens unterstützte. „Digitale Speed Datings sind gut umzusetzen und können sehr individuell umgesetzt werden“, so die Empfehlung von Katja Bielefeld. Die Servicestelle stehe den interessierten Unternehmen und Schulen für die konkrete Umsetzung  und Organisation gern zur Verfügung. Doch auch viele der geplanten Projekte könnten durchgeführt werden: Gute Erfahrungen gebe es inzwischen mit Mini-Netzwerktreffen in Form von projektbezogenen Besprechungen.
Auch der konkrete Blick ins Unternehmen könne den Jugendlichen über gut gemachte Videos ermöglicht werden. So sollen etwa auf dem Instagram-Kanal der Servicestelle künftig kurze „handgemachte“ Videos von Ausbildungsbetrieben erscheinen, in denen die dortigen Azubis ihren Ausbildungsplatz vorstellen und damit dem möglichen Nachwuchs „Appetit“ machen. „Wir freuen uns über kurze Clips aus den Betrieben“, so die Moderatorin.
Sorge bereitet den Akteuren am Arbeitsmarkt, dass noch viele Ausbildungsplätze für das Ausbildungsjahr 2020 unbesetzt sind. Uwe Koch von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim berichtete, dass bisher rund 300 Lehrverträge weniger als in den Vorjahren bei der Kammer eingereicht worden seien. In der Vergangenheit konnten viele Ausbildungsplätze in und um Bramsche noch durch die Ausbildungsmesse Berufsorientierungsparcours B.O.P. besetzt werden: „Darauf hoffen die Unternehmen auch jetzt. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Veranstaltung am 1. Oktober stattfinden lassen können, eventuell in angepasster Form“, sagte Klaus Sandhaus, Wirtschaftsförderer der Stadt Bramsche. So könne es eine reine Outdoor-Messe mit angepasstem Zeitfenster werden, um die Schüler-Ströme zu entzerren.

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