Audrey Averdiek (zweite von links) und Jörg Schomborg (rechts) von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen überreichten jetzt den Landwirtschaftlichen Fachbeitrag an Landrätin Anna Kebschull, Kreisrat Winfried Wilkens (links) und Abteilungsleiter Gerald Bruns.
Audrey Averdiek (zweite von links) und Jörg Schomborg (rechts) von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen überreichten jetzt den Landwirtschaftlichen Fachbeitrag an Landrätin Anna Kebschull, Kreisrat Winfried Wilkens (links) und Abteilungsleiter Gerald Bruns.
Freitag, 9. Oktober 2020

Landwirtschaftskammer stellt Gutachten für das Regionale Raumordnungsprogramm im Landkreis Osnabrück fertig

Osnabrück. Naturschutz, Rohstoffgewinnung, Erholung oder Siedlungsentwicklung: Für die Landwirtschaft gibt es sehr unterschiedliche Nutzungsansprüche. Wie lassen sich diese ausgewogen miteinander kombinieren? Der Landkreis Osnabrück schreibt derzeit sein Regionales Raumordnungsprogramm (RROP) fort. Um den vielfältigen Aufgaben der Landwirtschaft gerecht zu werden hat er die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Osnabrück, beauftragt, die fachlichen Grundlagen in Form eines Gutachtens zusammenzufassen. Bezirksstellenleiter Jörg Schomborg überreichte jetzt Landrätin Anna Kebschull den sogenannten Landwirtschaftlichen Fachbeitrag.

Die Berücksichtigung des Fachbeitrags in der Regionalplanung verdeutliche die ökonomische und ökologische Bedeutung der Landwirtschaft für die Region, waren sich Kebschull und Schomborg einig. Das Gutachten umfasst zahlreiche Aspekte. So beschreibt es die Funktionen, Strukturen und Entwicklungstendenzen der Landwirtschaft im Landkreis Osnabrück vor dem Hintergrund wirtschaftlicher, natürlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Dazu benennt er die Leistungen, Ziele und Entwicklungsbedarfe der regionalen Landwirtschaft. Darüber hinaus zeigt er Abwägungskriterien bei konkurrierenden Flächennutzungen und Handlungsstrategien zur Entflechtung von Nutzungskonflikten auf. Außerdem werden Leitbilder zur Entwicklung der Landwirtschaft im Landkreis Osnabrück formuliert, welche durch sachliche und räumliche Empfehlungen konkretisiert werden.

Das RROP soll nach der derzeitigen Planung unter Einbeziehung von Fachgutachten voraussichtlich Ende 2021/Anfang 2022 als Entwurf vorliegen. Nach umfangreicher Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange und einer möglichen erneuten Auslegung soll der Entwurf 2023 dem Kreistag zur abschließenden Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden. Nach Satzungsbeschluss und Genehmigung durch die Obere Landesplanungsbehörde könnte das RROP Ende 2023 Rechtskraft erlangen.

Der Landwirtschaftliche Fachbeitrag wird kurzfristig auf der Internetseite des Landkreises Osnabrück unter www.landkreis-osnabrueck.de einsehbar sein.

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