Im Kreishaus Osnabrück fand jetzt eine Fortbildung für ehrenamtliche Seniorenbegleiterinnen und Seniorenbegleiter statt. Dort informierte Ingeborg Dahlmann über alternative Wohnprojekte.
Im Kreishaus Osnabrück fand jetzt eine Fortbildung für ehrenamtliche Seniorenbegleiterinnen und Seniorenbegleiter statt. Dort informierte Ingeborg Dahlmann über alternative Wohnprojekte.
Freitag, 9. Oktober 2020

Fortbildung für Seniorenbegleiter: Welche alternativen Wohnformen gibt es im Alter?

Osnabrück. Wie und wo möchte ich leben, wenn ich alt bin? Welche Möglichkeiten gibt es, was passt zu mir und was kann ich mir leisten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Fortbildung für ehrenamtliche Seniorenbegleiterinnen und Seniorenbegleiter, die jetzt im Kreishaus Osnabrück stattfand. Ingeborg Dahlmann, Mitbegründerin eines Wohnprojektes in Hannover, informierte über alternative Wohnformen im Alter. Das Seniorenbüro des Landkreises Osnabrück hatte zu der Veranstaltung eingeladen.

Es ist sinnvoll, sich frühzeitig Gedanken über die Wohnsituation im Alter zu machen. Dann ist das Haus oder die Wohnung womöglich zu groß. Hinzu kann die Sorge vor Einsamkeit im Alter kommen. Dazu stellen sich handfeste Fragen: Soll die Wohnung barrierefrei umgebaut werden oder bietet sich etwas ganz Neues an?

Dahlmann, zweite Vorsitzende des Forums Gemeinschaftliches Wohnen, referierte über die Möglichkeiten und Motive von selbst organisierten und gemeinschaftlichen Wohnprojekten. Dabei kann es sich um gekaufte, selbstgebaute, gemietete oder gepachtete Objekte handeln. Zudem stellte sie Beratungs- und Kooperationsmöglichkeiten sowie Rechtsformen für Gruppen vor. Besonders wichtig sind die Finanzen, wenn es um gemeinschaftlich genutzte Räume und Außenflächen geht. Der Hinweis der Referentin: Jeder sollte vorher seine persönliche Einstellung überprüfen: Passt ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu mir? Wie viel Gemeinschaft will ich? Habe ich genügend Rückzugsmöglichkeiten?

Dahlmann berichtet von ihren Erfahrungen bei der Realisierung des Wohnprojektes WAK in Kooperation mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft in Hannover. Seit 2017 wohnen hier Jüngere und Ältere, Singles, Paare, Berufstätige und Rentnerinnen und Rentner in barrierefreien Häusern mit guter Infrastruktur im nahen Wohnumfeld. „Von der Idee bis zum Einzug ist es ein langer und anstrengender Weg, aber es lohnt sich“, betonte Dahlmann.

Zu der Fortbildung gehörten auch Workshops. Tenor war hier: Viele wünschen sich eine Gemeinschaft, in der sie sich engagieren von der sie aber auch bei Bedarf Hilfe erhalten können. Als wesentlich zeigte sich aber auch, dass ein hohes Maß an Selbstständigkeit erhalten bleibt. Dazu zeigte sich der Wunsch nach einem Generationenmix sowie gemeinsamen Aktivitäten ohne Mitmachpflicht.

Der nächste Fortbildungstermin soll im Frühjahr 2021 stattfinden.

Die Vielfalt der Wohnprojekte in Niedersachsen wird dargestellt auf einer interaktiven Karte des Niedersachsenbüros:

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