Videostatement Petra Rosenbach, Geschäftsführerin der Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land mbH
„Das Leben und die Gesundheit der Menschen, die Bildung und Betreuung unserer Kinder haben Priorität. Dennoch bedeutet der erneute Lock Down für die Tourismus- und Veranstaltungsbranche einen bitteren Rückschritt und ist schlicht existenzbedrohend.“
Donnerstag, 5. November 2020

Video-Statement der Tourismusgesellschaft zum Lock Down in der Tourismusbranche

Osnabrück. In ihrer am 29. Oktober veröffentlichten Videobotschaft betont die seit 2013 für den Tourismus im Osnabrücker Land zuständige Geschäftsführerin der Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land mbH (TOL), Petra Rosenbach, die absolute Priorität eines funktionierenden Gesundheits- und Bildungssystems. Als Vertreterin der Tourismus- und Veranstaltungsbranche stellt sie aber fest, dass der erneute Lock Down ein bitterer Rückschritt und für viele Unternehmen schlicht existenzbedrohend sei. Die Maßnahmen würden laut Rosenbach vor allem deshalb als ungerecht empfunden, weil viele Unternehmen massiv in aufwändige Hygienemaßnahmen investiert und ausgeklügelte Hygienekonzepte entwickelt und mit Erfolg umgesetzt hätten.

Rosenbach führt aus, dass viele Betriebe im Osnabrücker Land bereits die vierte Talsohle durchschritten. Nach dem Lock Down im Frühjahr, dem Hotspot Tönnies im nahe gelegenen Gütersloh und der unklaren Situation für Unterkunftsbetriebe rund um das Beherbergungsverbot, ausgerechnet zu den Herbstferien, müsse nun „wieder alles auf null gefahren werden“. „Wir müssen uns darüber klar sein, dass viele Unternehmen das nicht schaffen werden“, mahnt Rosenbach.

Dass die Tourismusbranche offenbar immer noch dem Freizeitbereich zugeordnet und nicht als wichtiger Wirtschaftsfaktor wahrgenommen werde, den es ebenfalls zu schützen und zu bewahren gelte, bedauert die Touristikerin sehr. Doch Rosenbach sieht auch Lichtblicke. So freue sie sich, dass der Einzelhandel diesmal geöffnet bleibe und gibt ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die angekündigten Entschädigungszahlungen schnell und unbürokratisch fließen. Die TOL-Chefin sieht dabei mehr denn je ihre Verantwortung für die touristischen Leistungsträger, zum Beispiel bei der Einwerbung von Fördermitteln, bei der Lobbyarbeit und im Marketing.

Selbst die Ideen rund um das aktuell aufkommende Stichwort „Kleinst-Tourismus“, also die Entwicklung von Angeboten und Reiseanlässen unter Corona-Bedingungen, können laut Rosenbach nur greifen, wenn es nicht mehr heißt: Touristische Reisen verboten! Gastronomie und Theater geschlossen!

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