Symbolbild Corona-Virus
Symbolfoto
Dienstag, 23. März 2021

Wie im gesamten Bundesgebiet ist auch im Landkreis Osnabrück die britische Variante ein Treiber des Infektionsgeschehens. Mit den steigenden Zahlen steigt auch die Schwierigkeit in der Nachverfolgung. Derzeit gelingt jedoch die Nachverfolgung weitüberwiegend. Doch gerade durch die teils wellenartigen Verläufe wird sie zunehmend komplexer.

Der Gesundheitsdienst reagiert auf das exponentielle Wachstum der Corona-Zahlen, indem so weit wie möglich Personal aufgestockt und die Prioritäten bei der Impfung verändert werden. Bis nach Ostern wird der Personalbestand auf 212 Vollzeitstellen aufgestockt sein, derzeit laufen noch Neueinstellungen. Im Bereich Schulen wurden Schnelltests neu eingeführt. Dabei es notwendig ist, dass das Land Niedersachsen die genauen Aufgaben des Gesundheitsdienstes in diesem Bereich einheitlich definiert. Nur so lässt sich eine Ressourcenplanung im Gesundheitsdienst bewältigen.

Noch Ende Februar wurde die britische Virusvariante nur mehr als 300-mal in der Region Osnabrück nachgewiesen. Im Landkreis liegt der Anteil an Mutationen nun bei 32 Prozent, dabei überwiegt die britische Variante. In der Stadt Osnabrück liegt der Anteil bei 39 Prozent. Allerdings werden nicht alle Infektionen typisiert, so dass sich der Anteil noch verschieben kann. Das Infektionsgeschehen in der Region ist aber auf jeden Fall maßgeblich beeinflusst durch die britische Variante.

Wann die Luca-App in der Osnabrücker Region eingesetzt wird, darauf hat der Landkreis keinen Einfluss. Jeder Betreiber kann sich nach § 5 der Niedersächsischen Corona-Verordnung selbst entscheiden, wie er seiner Dokumentationspflicht nachkommt – mit einer Zettelwirtschaft, der Luca-App oder einer anderen App.

Im Landkreis gelten bei einer Inzidenz unter 100 die entsprechenden Vorschriften. Das bedeutet: Die Geschäfte bleiben geöffnet. Ein Einkaufstourismus ist nicht zu erwarten, da in der Stadt Osnabrück trotz der hohen Inzidenzzahlen Supermärkte, Apotheken und Geschäfte des täglichen Bedarfs geöffnet sind. Der Landkreis appelliert an die Menschen, weiterhin konsequent auf alle nicht notwendigen Kontakte und Einkäufe zu verzichten, um die Pandemie einzudämmen.

Schüler aus der Stadt, die im Landkreis eine Schule besuchen und im Szenario B sind, können weiter zur Schule gehen. Entscheidend ist der Standort der Schule, nicht der Wohnort. Auch bei Kitas gelten die Regeln für die Inzidenz unter 100.

Der Landkreis teilt nicht die Befürchtung, dass durch weitere Einschränkungen in der Stadt die Inzidenz-Zahlen auch im Kreisgebiet steigen, weil dort Treffen mit mehr Menschen erlaubt sind und die Geschäfte weiterhin für Click&Meet geöffnet haben. Der Landkreis ist überzeugt, dass die Menschen in unserer Region wissen, dass nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller und durch die konsequente Einhaltung der Abstands- und Maskenregeln der Pandemie Einhalt geboten werden kann. Es geht nicht darum, vermeintliche Schlupflöcher in Vorschriften zu suchen, sondern um einen vernünftigen Umgang mit diesen Vorschriften und das Vermeiden unnötiger Kontakte, was den Menschen auch bewusst ist.

In der vergangenen Woche sind bei einer groß angelegten Kontrollaktion der Polizei und des Gewerbeaufsichtsamtes etliche Verstöße gegen die Corona-Verordnungen festgestellt worden. Der Schwerpunkt der Aktion lag auf dem Einzelhandel. Dabei wurden 23 Verstöße zur Maskenpflicht verzeichnet. In 14 Betrieben mussten Nachkontrollen verabredet werden. In vier von 40 Betrieben werden Verfahren aufgrund eines mangelndes Hygiene-Konzepts eingeleitet.

Der Landkreis appelliert angesichts dieser Zahlen an alle Bürger zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. Das Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske dient nicht nur dem Eigenschutz, sondern auch dem Schutz der Mitmenschen. Angesichts der immer lauter werdenden Rufe nach Lockerungen trägt ein Mund-Nasen-Schutz ebenso zur Eindämmung der Inzidenz-Zahlen bei wie andere Hygiene-Maßnahmen wie das Händewaschen oder die Vermeidung von nicht notwendigen Kontakten.

Das Land Niedersachsen hat am Mittwoch einen neuen Einsatzbefehl herausgegeben, wonach pro Linie 2000 Impfungen in der Woche erfolgen sollen. Im Landkreis Osnabrück werden aktuell 150 bis 200 Dosen pro Tag und pro Linie verimpft. Allerdings sind nicht immer alle Linien geöffnet.

Die beiden Impfzentren im Landkreis verfügen über jeweils fünf Impflinien. Diese könnten weiter ausgebaut werden. Von diesen fünf Linien sind aktuell drei täglich im Betrieb, um Erstimpfungen durchzuführen.

Alle zehn Tage erhält jedes Impfzentrum eine Lieferung des Biontech-Vakzins. Dazu kommen wöchentliche Lieferungen von AstraZeneca in unterschiedlichen Mengen und eine kleinere Lieferung von 400 Dosen Moderna. Die Lieferzusagen liegen, wie landesweit, bis Anfang April vor.

Die tägliche Zahl der geimpften Personen schwankt. Sie ist abhängig vom zur Verfügung stehenden Impfstoff, insbesondere mRNA. Bei AstraZeneca hängt es von den Berechtigten ab, welche durch die Impfzentren zu ermitteln und entsprechend zu terminieren sind. Von den bislang gelieferten Impfstoffen liegen regelmäßig rotierende Mengen auf Lager. Sie sind jedoch fest verplant. Hier sind die Menschen über 80 Jahre bevorrechtigt. Die Terminvergabe für diesen Personenkreis erfolgt über das Land.  Geimpft wird vom 1. bis 14. März von Montag bis Samstag. Der Samstag ist für die höchstpriorisierten Haus- und Zahnarztpraxen vorgesehen.

Aktuell sind rund vier Prozent der 306000 Menschen, die im Landkreis Osnabrück leben, geimpft. Das Ziel ist, 70 Prozent aller Bewohner über 16 Jahre zu impfen. In Zahlen sind das 215000 Menschen. Um dieses Ziel bis zum 30. Juni zu erreichen, müssten pro Woche 22000 Impfungen vorgenommen werden. Insgesamt sind das 400000 Impfungen in 18 Wochen, da zwei Mal geimpft werden muss.

In dieser Woche werden in den Impfzentren im Landkreis 2400 Impfungen durchgeführt. Dazu werden ambulante Pflegekräfte und weitere Berechtigte mit AstraZeneca geimpft. Eine exakte Zahl lässt sich bei diesem Personenkreis nicht nennen, da derzeit noch Terminvereinbarungen laufen. Die Zahl derjenigen aus den ersten Prioritäten-Gruppe kann ebenfalls nicht genau beziffert werden, da die Gruppe der Anspruchsberechtigten vom Land und nun auch vom Bund weiter ausdehnt wird.

Mittlerweile sind rund 7000 Menschen über 80 Jahre entweder in priorisierten Einrichtungen oder in den Impfzentren geimpft worden. Bis Ende März sollen weitere rund 10800 Personen aus dieser Altersgruppe sowie weitere 700 Personen über die Tagespflegen folgen. Insgesamt sind rund 24500 Menschen aus der Prioritätengruppe 1 im Landkreis Osnabrück erfasst worden.

Zurzeit liegen 2600 Impfdosen von AstraZeneca auf Lager. Von dem Biontech- gibt es keine Lagerbestände, da es umgehend verimpft werden muss. Die Impfdosen von Moderna sind für die mobilen Impfungen von Bewohnerinnen und Bewohner der Tagespflege vorgesehen.

Am 23. Februar sind im Impfzentrum im ehemaligen Möbel Meyer-Gebäude am Leimbrink in Georgsmarienhütte mehr als 400 Personen geimpft worden. Das Zentrum ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

270 Menschen über 80 Jahre haben am 23. Februar ihre erste Impfung bekommen; etwa 70 Personen die zweite Impfung. Dazu haben 80 in der Tagespflege oder bei ambulanten Diensten tätige Menschen ihre erste Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff erhalten. Dieses Vakzin kommt bei Impflingen unter 65 Jahre zum Einsatz.

Vor drei Wochen wurde das Impfzentrum bei Möbel Meyer eröffnet. Zunächst wurden dort täglich durchschnittlich 60 Frauen und Männer aus der Altersgruppe der über 80-Jährigen geimpft. Am 23. Februar wurden nun viereinhalb so viele Impflinge versorgt – und das ohne Stress und Warten.

Neben dem Impfstoff erhalten die Senioren auch Infos – falls gewünscht. Beamte des Georgsmarienhütter Kommissariats der Polizei sprechen über Gefahren wie Täuschungsmanöver oder den Enkeltrick. 

Die Öffnungszeiten des GMHütter Impfzentrums sollen in den kommenden Wochen wahrscheinlich noch ausgedehnt werden, so dass an Wochenenden Lehrer und Erzieher geimpft werden können. Als Impfstoffe stehen in Georgsmarienhütte die Vakzine von Biontec/Pfizer und AstraZeneca zur Verfügung.

Seit Samstag sind fünf Schnelltestzentren in Hilter, Bad Essen, Melle, Bersenbrück und Quakenbrück im Betrieb. Menschen, die im Osnabrücker Land leben oder arbeiten, können sich dort auf das Coronavirus testen lassen. Die Tests sind kostenlos, das Ergebnis wird in kurzer Zeit erstellt.

Wer sich in einem der fünf Zentren testen lassen möchte, muss unter www.terminland.de/drk-testzentren-os einen Termin vereinbaren. Dort sind auch die genauen Adressen der Testzentren angegeben. Getestet werden sollen vor allem Menschen, die viel in Kontakt mit anderen Menschen stehen und sonst an ihren Arbeitsstellen keine Möglichkeit haben, sich einem Schnelltest zu unterziehen. Die Tests dienen der Eindämmung der Pandemie und der Erkennung der britischen Corona-Variante. Das Angebot soll abhängig von der Test-Strategie des Gesundheitsministeriums eventuell ausgeweitet werden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) untersucht derzeit gemeinsam mit dem Landesgesundheitsamt sowie dem Gesundheitsamt für Landkreis und Stadt Osnabrück die Infektionen von doppelt geimpften Menschen in einem Altenheim in Belm und einer Einrichtung in Osnabrück. Es haben bisher schon zwei längere Treffen vor Ort stattgefunden, weitere sind geplant. Diese Untersuchungen werden sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. Bislang liegen dem Landkreis Osnabrück noch keine Ergebnisse vor.

Diese Infektionen nach doppelter Impfung sind im Landkreis in zwei Heimen der Caritas aufgetreten. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied: In Belm lag die britische Variante vor, in Osnabrück die ursprüngliche Covid-Variante. Die Einrichtungen der Caritas haben gute Hygienekonzepte und setzen diese nach Kenntnis des Gesundheitsdienstes auch um. Es liegt momentan noch keine Erklärung vor, wie die Infektionen in die Heime gelangt sind. Genau das soll durch die Untersuchung des RKI geklärt werden. Aus den aktuellen Erfahrungen soll für zukünftige Impfungen gelernt werden.

Aktuell sind die Heime für Besucher geschlossen, da weitere Untersuchungen geplant sind. Außerdem werden bei den Betroffenen verschärfte Quarantänen ausgesprochen, aus denen es keine Verkürzung durch Freitesten gibt. Die Quarantäne betrifft die ganze Familie. In den Heimen werden zusätzlich die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren. Zudem werden umfangreiche Rückwärtsermittlungen durchgeführt, um die Quellen der Infektion zu ermitteln.

Am Dienstag, 9. Februar, erhält der Landkreis Osnabrück eine neue Lieferung mit Impfstoff. Die nächste wird am 16. Februar erwartet. Aktuell werden die neuen Termine für Impfungen geplant. Nach den Vorgaben des Landes Niedersachsen sollen diese neuen Termine Menschen zur Verfügung gestellt werden, die über 80 Jahre alt sind.

Die anderen Impf-Berechtigten sind für die Impfung mit dem Vakzin AstraZeneca vorgesehen. Dafür hat der Landkreis am Dienstag die Lieferzusagen zum 4. März erhalten. Die Impf-Termine sollen voraussichtlich am Mittwoch feststehen. Es ist davonauszugehen, dass vorrangig die Wartelisten mit dem neuen Impfstoff bedient werden.

Das Land hatte für die 5. und 6. Kalenderwoche in Aussicht gestellt, dass Termine für zwei Drittel der Menschen auf den Wartelisten vorgesehen sind und ein Drittel neu gebucht werden kann. Es hat jedoch noch nicht mitgeteilt, wie mit den neuen Terminen verfahren wird, ob dies zu direktbuchbaren Terminen führt oder erst die Wartelisten abgearbeitet werden.

1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises befinden sich schon im Home Office. Perspektivisch sollen alle rund 1.500 Beschäftigten mit einem Notebook ausgestattet werden. Wenn ein Arbeit im Kreishaus unumgänglich ist, sollte immer nur der eigene Arbeitsplatz genutzt werden, um Übertragungswege über Büromöbel auszuschließen. Ansonsten sind die Nutzungsgegenstände gründlich zu reinigen.

Die Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen machen noch weitere Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten des Landkreises Osnabrück notwendig. Die persönlichen und dienstlichen Kontakte sind auf ein absolut notwendiges Minimum zu beschränken. Der Landkreis sieht sich bei diesen Schutzmaßnahmen in einer Vorbildfunktion. Oberste Priorität hat der Infektionsschutz, also die Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Gemeinsame Termine und Besprechungen sollen per Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden. Persönliche Treffen sind auf eine Stunde befristet. Diejenigen, für deren dienstliche Tätigkeiten persönliche Kontakte unumgänglich sind, werden mit medizinischen oder FFP2-Masken ausgestattet. Diese Masken müssen im Dienstgebäude getragen werden. In den Büros müssen die geltenden Hygienevorschriften eingehalten werden. Darüber hinaus soll eine größtmögliche Flexibilität in Bezug auf die Kinderbetreuung oder die Pflege von älteren und hilfebedürftigen Angehörigen zu Hause gewährleistet werden.

Osnabrück. Ab Samstag, 6. Februar, unterstützen Bundeswehr-Soldaten die Durchführung von Schnelltests in 14 Pflegeheimen im Landkreis Osnabrück. Ihr Einsatz ist für etwa drei Wochen bis zum 26. Februar geplant. Die 16 Soldaten und ihr Gruppenleiter setzen sich am Freitagmorgen vom Marinestützpunkt Wilhelmshaven „in Marsch“.

Nach ihrer Ankunft gegen Mittag gehen sie direkt in die Schulung, die sie auf ihren Dienst vorbereitet. Der Einsatz der Soldaten wurde kurzfristig anberaumt. Die Zustimmung dafür liegt laut Oberstleutnant der Reserve Heinrich Gehrs, dem Leiter des Kreisverbindungskommandos (KVK) Osnabrück-Land bereits vor.

Die Einteilung der Soldaten in die entsprechenden Kreise und Einrichtungen mit den entsprechenden Arbeitszeiten wird am Donnerstag mit dem Gruppenleiter vom Marinestützpunkt Wilhelmshaven seitens der Besonderen-Aufbau-Organisation (BAO) Pflege besprochen. Mit den Einrichtungen wird fortlaufend Kontakt zum aktuellen Stand der erforderlichen Unterstützung gehalten. Alle Häuser sind über den konkreten Einsatz ab Samstag informiert.

Informationen zur Corona-Pandemie: corona-os.de

Kontakt

Bürgerinformation

- Wir helfen gerne weiter -

Am Schölerberg 1
49082 Osnabrück
Deutschland

Montag bis Mittwoch
13.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag
08.00 bis 17.30 Uhr
Freitag
08.00 bis 13.00 Uhr