Mittwoch, 14. April 2021

Auch während der Pandemie: Und trotzdem Europa!

Osnabrück. Die Nachrichten der letzten Zeit waren ernüchternd: Die Pandemie hat auch die Europäische Union stark getroffen, zudem läuft die Beschaffung des Impfstoffs noch schleppend. Allerdings: Ist das ein Grund, das gesamte europäische Projekt über den Haufen zu werfen? Ist eine Rückkehr allein zum Nationalstaat auf allen Ebenen angezeigt? Auch während der Krise zeigen sich Beispiele für die wertvolle Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.

Ein Beispiel: Mit dem HERA-Inkubator hat die Europäische Union (EU) eine Plattform geschaffen, auf der sich Wissenschaft und Wirtschaft zusammenschließen. Auf diese Weise lassen sich etwa schneller Virusvarianten (sprich: Mutationen) finden und die Impfstoffe anpassen. Das ist wichtig, da die Menschen, nicht nur in unserer Region, ein Anrecht auf sichere Impfungen und Schutz haben.

Anders als etwa Großbritannien belässt die EU die Haftung für eventuelle Impfschäden bei den Herstellern. Dies bedeutet, dass im Falle eines Falles die britischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, die in den EU-Staaten aber nicht.

Wie soll es mit Europa weitergehen? Den 9. Mai 2021 sollte man sich im Kalender anstreichen, und das nicht nur, weil sich dann die Gründungserklärung zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und damit die Grundsteinlegung der EU zum 71. Mal jährt. In Straßburg fällt an diesem Tag der Startschuss zur „Konferenz zur Zukunft Europas“. Die setzt die bereits laufenden Bürgerdialoge zu EU-Themen auf der gesamteuropäischen Ebene fort. Sie wird Menschen, auch aus unserer Region, in direkten Kontakt mit dem Europäischen Rat, der EU-Kommission und dem Europäischen Parlament bringen. In europäischen Bürgerforen sagen die Bürgerinnen und Bürger der EU direkt, was sie für wichtig halten und wie die EU damit umgehen sollte. Dabei wird es neben dem Klimawandel auch um andere aktuelle Themen wie etwa soziale Gerechtigkeit gehen.

Das Europe Direct Landkreis Osnabrück und die Europa-Union, Kreisverband Osnabrück Stadt und Land e.V. werden die Konferenz aktiv unterstützen und suchen bereits jetzt Freiwillige, die Lust haben, sich mit der EU über die Zukunft Europas auszutauschen. Diese Organisationen unterstützen nicht zuletzt deshalb die Europazeitung aus Mitteln der Europäischen Union.

Weitere Informationen zur Zukunftskonferenz und anderen Europafragen sind erhältlich im Europabüro beim Landkreis Osnabrück, Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück unter Telefon 0541/501-3065 oder unter www.europe-direct-osnabrueck.de.

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