Kampagne Silent Rider
Der Landkreis beteiligt sich an der Kampagne „Silent Rider“. Dies zeigen nun auch Plakate und Banner an Kreisstraßen.
Mittwoch, 21. Juli 2021

Gemeinsam gegen Motorradlärm: Plakate und Banner informieren über „Silent Rider“

Osnabrück. Bei schönem Wochenendwetter lassen auch im Osnabrücker Land viele Fahrer gerne ihre Motorräder röhren. Das stört Anwohner und Besucher gleichermaßen. Der Landkreis Osnabrück unterstützt seit über einem Jahr die Kampagne „Silent Rider“, die Anfang Juni 2019 von mehreren Kommunen der Region Nationalpark Eifel ins Leben gerufen wurde und der sich bundesweit in kurzer Zeit bereits mehr als 20 Städte, Gemeinde und Kreise vornehmlich aus Mittelgebirgsregionen wie dem Sauerland und Bergischen Land angeschlossen haben. An den bekannten „Motorradstrecken“ im Osnabrücker Land weisen derzeit Plakate und Banner auf die Initiative hin.

Ziel der Kampagne ist es, Kräfte zu bündeln und gemeinsam auf die umfassende Problematik des Motorradlärms in vielen Regionen Deutschlands hinzuweisen. Die Thematik soll dadurch in die Öffentlichkeit getragen werden, um Druck auf die Politik aufzubauen und Veränderungen zu erwirken.

„Uns geht es nicht darum, Motorradfahrer im Allgemeinen an den Pranger zu stellen, sondern besser gegen die ‚schwarzen Schafe‘ unter ihnen vorgehen zu können, die aufgrund ihrer Fahrweise oder weil sie das Fahrzeug manipuliert haben, zu laut sind“ erläutert Kreisrat Winfried Wilkens die Motivation des Landkreises zum Mitmachen.

Uns geht es nicht darum, Motorradfahrer im Allgemeinen an den Pranger zu stellen.
Winfried Wilkens, Kreisrat

Die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen, die die zulässigen Lärmgrenzwerte heruntersetzen sowie das technische Manipulieren von Maschinen drastischer unter Strafe stellen, ist eine zentrale Forderung der Kampagne. Weiterhin solle eine Halterhaftung eingeführt und ein zusätzliches Frontkennzeichen verpflichtend vorgeschrieben werden, um der Polizei die Verfolgung von Gesetzesverstößen zu erleichtern. Unterstützt werden sollen die Forderungen durch begleitende Aktionen in allen betroffenen Regionen.

Wilkens weist darauf hin, dass sich der Landkreis Osnabrück bereits auf vielfältige Weise mit dem durch Motorräder verursachten Lärm auseinandersetzt. So habe der Landkreis im September 2018 als erster in Niedersachen ein „Lärm-Display“ angeschafft, mit dem an der K330 zwischen Borgloh und Bissendorf dauerhafte Geschwindigkeits- und Lärmmessungen durchgeführt werden. Ein weiteres Display ist seit April 2021 an der L84 zwischen Melle und Bad Essen im Einsatz. Außerdem verfügen die Städte Georgsmarienhütte und Bramsche ebenfalls über solche Geräte.

„Neben regelmäßig stattfindenden Kontrollen auf den beliebten Motorradstrecken in Zusammenarbeit mit der Polizei – wie vor Kurzem an der L84 im Raum Melle-Oldendorf – bieten wir in jedem Frühjahr ein Fahrsicherheitstraining an, bei dem die Teilnehmer auch für eine lärmreduzierende Fahrweise sensibilisiert werden“, sagt Wilkens.

Wichtig sei für den Landkreis Osnabrück zudem der ständige Kontakt mit den Beteiligten. Dazu diene neben regelmäßig Gesprächen mit Anwohnerinitiativen besonders die mit dem Bundesverband der Motorradfahrer gemeinsam durchgeführte Aktion „Kaffee statt Knöllchen“, bei der Motorradfahrer und Anwohner Gelegenheit haben, sich in lockerem Rahmen auszutauschen, um so Verständnis für die unterschiedlichen Interessenlagen zu bekommen.

„Motorradfahrer, die sich an die im Straßenverkehr geltenden Spielregeln halten, sind auf den landschaftlich reizvollen Strecken des Osnabrücker Landes auch weiterhin herzlich willkommen“, unterstreicht Wilkens abschließend.

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