Große Gruppe von Erwachsenen vor einer alten Mauer
Der Geschäftsführer der Gedenkstätten Augustaschacht und Gestapokeller Michael Gander (ganz links) und Katharina Pfaff vom Kulturbüro (3. von links) empfingen die Museumsleiterinnen und Museumsleiter aus dem Landkreis sowie den Referenten und Geschäftsführer des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen Thomas Overdick (4. von rechts) in Hasbergen.
Donnerstag, 14. Oktober 2021

Museen zeigen sich nach der Krise „flexibel, kreativ und mutig“

Osnabrück. Vertreterinnen und Vertreter der Museen des Landkreises Osnabrück kamen zum Museumsleitungstreffen in der Gedenkstätte Augustaschacht in Hasbergen zusammen. Die fVeranstaltung stand im Zeichen des Austausches über die Perspektiven des Museumsalltags nach den mehrmonatigen coronabedingten Schließungen 2020 und 2021.

In einem Impulsvortrag zum Thema „Was Museen aus der Krise lernen können“ machte Thomas Overdick, Geschäftsführer des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V., deutlich, dass es zunächst als Reaktion auf die Krise keinen Stillstand trotz Lockdown gegeben habe. Daraufhin zeigte er mehrere Handlungsfelder auf, in denen Museen aktiv werden können, um ihre gesellschaftliche Relevanz nach außen hin dauerhaft sichtbar zu machen. Hierzu gehöre einerseits die Arbeit im Inneren jeden Museums, so die Stärkung des Managements, die Optimierung der personellen Ressourcen und die Profilierung der Sammlung. „Darüber hinaus müssen unsere Stärken auch nach außen getragen werden und mithelfen, Innenstädte und Dörfer aktiv zu beleben“, betonte Overdick. Nicht zuletzt sei auch das verstärkte Einbringen kultureller Bildung unerlässlich, sagte er weiter.

„Neben all diesen Anregungen ist es besonders ermutigend zu sehen, dass die Museumsarbeit nach anderthalb Jahren des Ausnahmezustandes generell als flexibel, kreativ und mutig in ihren Reaktionen auf die Krise hin beschrieben wird. Das gibt Anlass zu Optimismus“, hob Katharina Pfaff vom Kulturbüro des Landkreises nach dem Vortrag hervor.

Anschließend fand ein angeregter Austausch über die Arbeit in den einzelnen Museen statt. So war die Zeit des vermeintlichen Stillstandes hauptsächlich zur Weiterentwicklung genutzt worden, sei es zur Digitalisierung der Sammlung, zum Schreiben von Konzepten oder zur intensiven Vorbereitung von Sonderausstellungen. Trotzdem ist in vielen Häusern ein Verlust an ehrenamtlich und freiberuflich Tätigen festzustellen, der die Museumsarbeit aktuell mitunter einschränkt. Auch die Einbußen durch entgangene Eintrittsgelder machten besonders größeren Häusern zu schaffen, wie Stefan Burmeister vom Varusschlacht-Museum in Kalkriese berichtete.

Michael Gander von der Gedenkstätte Augustaschacht führte zum Abschluss in das Konzept der neuen Dauerausstellung ein, die im vergangenen Jahr eröffnet worden ist. Mit Unterstützung eines Tablets machen sich Besuchende in der Gedenkstätte eigenständig auf den Weg, um den von den Nationalsozialisten zwischen 1944 und 1945 als Arbeitserziehungslager genutzten Ort zu erkunden. Die Informationen zu Entstehung und Gestaltung der neuen Ausstellung, einem Zusammenspiel aus Zeitzeugenberichten, Archivdaten, künstlerischen Beiträgen und dem Ort selbst, rundeten das Museumsleitungstreffen fachlich ab.

Die Museumsleitungstreffen werden vom Kulturbüro des Landkreises Osnabrück organisiert. Auf der Veranstaltung im vergangenen Jahr war die Idee entstanden, eine gemeinsame Rallye ins Leben zu rufen, um die Sichtbarkeit der Museen und die Netzwerkarbeit untereinander zu verstärken. Unter dem Titel „Deine Museumsschatzsuche“ können Interessierte im Alter von 6 bis 14 Jahren noch bis zum 31. Oktober 2021 an dieser Aktion mit Verlosung teilnehmen.

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