3 Personen an einzelnen Stehtischen
Die Vereinbarung ist unterzeichnet: Die Erste Kreisrätin Bärbel Rosensträter (rechts) und Bürgermeister Klaus Rehkämper unterschrieben das Dokument, das Bad Rothenfelde die Möglichkeit eröffnet, Vergabevorgänge über die Zentrale Vergabestelle abzuwickeln. Zuständig für die ZVS ist Sonja Winter.
Donnerstag, 25. November 2021

Bad Rothenfelde. Allein im vergangenen Jahr wurden knapp 480 Verfahren mit einem Volumen von 63,9 Millionen Euro brutto abgeschlossen: Seit 2017 wickelt die Zentrale Vergabestelle (ZVS) des Landkreises Osnabrück die Vergabe von Aufträgen ab und sorgt für hohe Qualität sowie Rechtssicherheit. Auch Mitgliedskommunen können die Dienste der ZVS nutzen. Davon macht ab sofort auch die Gemeinde Bad Rothenfelde Gebrauch: Die Erste Kreisrätin Bärbel Rosensträter und Bad Rothenfeldes Bürgermeister Klaus Rehkämpfer unterzeichneten jetzt die Vereinbarung.

Zum 1. Januar 2017 war die Vergabestelle eingerichtet worden, die seitdem auch rund 45 EU-weit ausgeschriebene sogenannte Oberschwellenvergaben abgeschlossen hat. Mehr als 50 Verfahren laufen zudem derzeit parallel. Seit Ende 2018 übernahm die ZVS schrittweise auch für die Gemeinden Bad Essen, Bad Laer, Belm, Bissendorf, Bohmte, Hilter und Ostercappeln sowie die Stadt Dissen und die Samtgemeinde Fürstenau mit ihren Mitgliedsgemeinden die Verfahrensführung. Über eine Zweckvereinbarung wurden dabei alle Aufgaben der formellen Abwicklung auf die ZVS übertragen, die somit einen umfassenden Service über das gesamte Verfahren hinweg leistet. Das Ergebnis: Die Stelle hat bereits mehr als 460 Verfahren für die Kommunen abgewickelt. Davon wird nach der Unterschrift von Bürgermeister Rehkämper auch künftig Bad Rothenfelde profitieren.

Bis Ende 2020 galten verpflichtende Vorschriften zur rein elektronischen Vergabe nur für den sogenannten Oberschwellenbereich, also für EU-weite Vergaben. Seit Beginn dieses Jahres gilt jedoch durch die Unterschwellenvergabeordnung für Niedersachsen eine Verpflichtung zur eVergabe für alle öffentlichen Verfahren für die Vergabe von Liefer- und Dienstleistungsaufträgen ab einem geschätzten Auftragswert von 25.000 Euro. Für die Vergabe von Bauleistungen bleibt im Unterschwellenbereich die Wahlfreiheit des Auftraggebers zur Form der Angebote bis auf weiteres bestehen.

Um in Zeiten der Pandemie die Verfahren uneingeschränkt fortführen zu können und so ein Signal der Verlässlichkeit der Vergabetätigkeit des Landkreises Osnabrück als öffentlichen Auftraggeber zu senden, wurden bereits Anfang März 2020 ungeachtet dieser Wahlfreiheit alle Verfahren auf ausschließlich elektronische Angebotsabgabe umgestellt. Nur so war es möglich, ohne persönlichen Kontakt mit den Unternehmen – insbesondere bei Submissionsterminen – und unter Minimierung der Infektionsrisiken der Mitarbeiter untereinander durch den weitgehenden Einsatz von Home-Office, das Tagesgeschäft ohne Einschränkungen fortzuführen.

„Die Unternehmen wurden durch eine ausführliche schriftliche Anleitung zur eVergabe, youtube-Tutorials mit ‚Schritt-für-Schritt‘-Anleitungen und selbstverständlich durch zahlreiche Telefonate bei ihren ersten Teilnahmen begleitet“, erläutert die Erste Kreisrätin Rosensträter. Die Dankbarkeit über die technische Unterstützung und die weiterbestehende Möglichkeit, sich um öffentliche Aufträge bewerben zu können, überwogen den Unmut Einzelner über das vorgegebene Verfahren bei Weitem.

Insgesamt vollzog sich dieser zeitlich vorgezogene Schritt zur vollumfänglichen eVergabe so reibungslos, dass eine Abkehr von diesem nun eingespielten Verfahren nach Ende der Pandemie auch in Bezug auf die nationalen Bauvergaben (einzig verbliebener Bereich mit Wahlfreiheit des Auftraggebers zur Form der Angebote) nicht mehr erforderlich sein wird.

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