3 Personen in einem Treppenhaus
Bei einem Besuch informierten Aline Götz und Andy Ronsiek, BPA-Geschäftsführer (re.), jetzt André Schulenberg vom WIGOS-UnternehmensService über die Arbeitswelt der Zukunft.
Donnerstag, 25. November 2021

„Wir entwickeln Räume der Zukunft“

Melle. Open Space-Büros statt traditioneller Einzelarbeitsplätze, modern gestaltete Kommunikationszonen mit viel Grün anstelle von geschlossenen Besprechungsräumen: Mit den Anforderungen an die Unternehmen und ihre Mitarbeiter verändern sich vielfach auch die Ansprüche an das Arbeitsumfeld. „Für unsere Kunden ist es wichtig, wie ihre Fläche optimal für die individuelle Nutzung gestaltet werden kann. Wir gehen daher gemeinsam mit den Unternehmen und ihren Mitarbeitern neue Wege, um Räume der Zukunft zu entwickeln und umzusetzen“, betonte Andy Ronsiek, Geschäftsführer der BPA Büroeinrichtungen GmbH, bei einem Besuch des UnternehmensServices der WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land.

Das Meller Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren vom klassischen Büroeinrichter mit dem Verkauf von Möbeln für den Arbeitsplatz zunehmend zum ganzheitlichen Beratungsdienstleister, BPA Bürokonzept, entwickelt. Einen Schub bekam die Neustrukturierung des Geschäftsmodells auch durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Für die WIGOS, die für Unternehmen regelmäßig einen kostenlosen Geschäftsmodell-Check für Unternehmen anbietet, war dies der Anlass, sich einen Eindruck von der Umstellung zu machen – und vor Ort einen Einblick in die Arbeitswelten von morgen zu bekommen: „Die Entwicklung bei BPA ist ein gutes Beispiel dafür, wie erfolgreich es sein kann, das Geschäftsmodell auf den Prüfstand zu stellen und neu zu denken. Dies ist ein wichtiger Prozess, den wir auch im Rahmen eines Geschäftsmodell-Checks anstoßen können“, erläuterte André Schulenberg vom WIGOS-Unternehmensservice. 

1996 wurde das Unternehmen als klassischer Büroeinrichter gegründet. „Tisch, Schrank und Stuhl zu verkaufen, war unser Geschäft. Noch vor 15 Jahren waren es die klassischen Produkte, wie der qualitativ beste und ergonomische Bürostuhl oder Schreibtisch, die gefragt waren. Durch die veränderten Bedürfnisse der Arbeitswelt sind die Ansprüche an die Einrichter jedoch größer geworden. Wir haben uns zunehmend auf das Projektgeschäft spezialisiert und sind vom Verkäufer immer mehr zum Berater geworden“, erläuterte Andy Ronsiek.

Inzwischen ist die konzeptionelle Objektberatung unter dem Namen BPA Bürokonzept von dem Möbelgeschäft entkoppelt. Zu diesem Zweck hat das BPA Bürokonzept-Team die „Road to the future“ entwickelt. Mit ihrer Hilfe  werden Räume der Zukunft gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelt und umgesetzt. Das Meller Unternehmen, das 70 Mitarbeiter beschäftigt, betreut die Kunden von der konzeptionellen Beratung, über die Planung, Lieferung und Montage bis zur Abnahme der neuen Bürosituation. Durch die hauseigene Tischlerei können alle Möbelstücke zudem an die individuellen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Als einziges Unternehmen im nordwestdeutschen Raum mit diesem Portfolio betreut BPA Kunden im Umkreis von 150 km rund um Melle und arbeitet daher bei der Umsetzung eng mit regionalen Unternehmen zusammen. 

Doch bevor die Räume beim Kunden bezogen werden können, steht ein längerer Beratungsprozess: „Hier geht es darum, vorab zu ermitteln, wie das Arbeitsumfeld in dem Unternehmen optimiert werden kann, sodass die Wünsche an den Arbeitsplatz weitgehend erfüllt werden“, erläuterte Aline Götz, bei BPA verantwortlich für die konzeptionelle Objektberatung. „Wir hinterfragen auf Wunsch die innerbetrieblichen Prozesse, analysieren und interpretieren diese, um ein perfekt auf den Kunden zugeschnittenes Bürokonzept zu erstellen. Dabei entwickeln wir anhand verschiedener Module, welche vom Kunden als Baukasten zusammengestellt werden können, von der strategischen Beratung bis zum Einzug den optimalen Lösungsweg für die Gestaltung des täglichen Arbeitsumfeldes. Niemand kennt die Anforderungen an das Arbeitsumfeld so gut wie das Unternehmen und seine Mitarbeiter selbst. Aus diesem Grund beziehen wir die Beschäftigten von Anfang an mithilfe von Workshops, Interviews und Abfragen in den Prozess ein.“

Nach den Worten von Andy Ronsiek müssen im Laufe des Prozesses nicht selten auch Ängste abgebaut werden. So befürchteten Mitarbeiter bei offenen Lösungen oft einen erhöhten Geräuschpegel. „Wir beschäftigen bei BPA Spezialisten für Akustik und kennen zum Beispiel alle Akustikwerte unserer Möbel. Diese Werte berücksichtigen wir bei der Arbeitsplatzanalyse. Zudem vermitteln wir den Kunden nach Bedarf im Rahmen eines Akustik-Seminars Wissen über dieses Thema. Dadurch lassen sich schon viele Vorbehalte minimieren.“ Um die Kollegen bei längeren oder vertraulichen Gesprächen nicht zu stören, bietet BPA als Lösung zum Beispiel „Telefonzellen“ an, die den bekannten Telefonzellen vom Aufbau her ähneln. Hier dringt kein Laut nach draußen.

Vor dem Einzug könnten die Kunden einen ersten Blick auf ihren künftigen Arbeitsplatz werfen, wie Andy Ronsiek berichtete: „Bei BPA bieten wir mithilfe von Virtual Reality einen Spaziergang durch die neugestalteten Büros an. Dann können die Mitarbeiter schon mal an ihrem Schreibtisch probesitzen. Unser Ziel ist es schließlich, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen.“

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