Zwei Personen stehen in einem Treppenhaus. Hinter ihnen führ eine Treppe nach oben.
Ein durchdachtes Konzept, viel Kreativität und individuelle Lösungen: Mit dieser Strategie ist die MaßArbeit als kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises Osnabrück erfolgreich (von links): die MaßArbeit-Vorstände Siegfried Averhage und Lars Hellmers.
Freitag, 17. Juni 2022

Sozial.Stark.Vor Ort. - Woche der kommunalen Jobcenter

Landkreis Osnabrück. Die bundesweit 104 kommunalen JobCenter, darunter auch die MaßArbeit, veranstalten vom 20. bis 24. Juni gemeinsam mit dem Deutschen Landkreistag unter dem Motto „Stark. Sozial. Vor Ort.“ die Woche der kommunalen Jobcenter. „Die Kommunale Arbeitsmarktpolitik hat seit 2005 die Praxis der Arbeitsvermittlung in Deutschland nachhaltig verändert“, so MaßArbeit-Vorstand Siegfried Averhage jetzt zum Auftakt: Rund ein Viertel der 407 deutschen Jobcentern werde eigenverantwortlich von Städten und Landkreisen betrieben. Mit der Kampagne „Sozial. Stark. Vor Ort.“ wollen die kommunalen Jobcenter ihre Arbeit und Stärken ins Bewusstsein der Bürger und auch der Politik rücken. MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers unterstreicht: „Entscheidend für unsere Arbeit sind kurze Wege, individuelle Betreuung und Service aus einer Hand für unsere Kunden.“

Doch wie sieht das in der Praxis aus? „Wir sind Teil des Landkreises Osnabrück und bieten in enger Abstimmung mit anderen kommunalen Angeboten ein Gesamtpaket an Leistungen und Lösungen.“ Enge Zusammenarbeit gibt es etwa mit der Wirtschaftsförderung WIGOS, dem Jugendamt, den Schulen oder der Ausländerbehörde. „Wir kennen nicht nur die regionalen Strukturen und Akteure, sondern auch den Wirtschaftraum und unsere Unternehmen sehr gut“, skizziert Averhage. Außerdem werde nie nur der Leistungsempfänger, sondern vielmehr das gesamte Familiensystem und auch von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen in den Blick genommen. „Oft verändert sich die Situation schon, wenn ein Engpass in der Kinderbetreuung gemeinsam gelöst werden kann,“ beschreibt Hellmers.

Ob ein Mensch Arbeit findet, hängt von vielen Faktoren ab

Ob ein Mensch Arbeit findet, hängt von vielen Faktoren ab. Einige Weichen werden bereits in der Schulzeit gestellt, andere Hürden tun sich beim Übergang zwischen Schule und Berufswelt auf. Manchmal ergeben sich die Probleme erst nach jahrelanger Beschäftigung, etwa, weil sich ein Unternehmen aus der Region zurückzieht oder der Arbeitnehmer erkrankt. Die MaßArbeit trägt auch dieser Realität Rechnung: Sie bündelt unter ihrem Dach eine starke Arbeitsvermittlung, das Übergangsmanagement für die Begleitung junger Menschen im Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf sowie das Migrationszentrum. Darüber hinaus gibt es Bereiche für besondere Zielgruppen, zum Beispiel für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen. „Die Erfahrung zeigt: Auch nach langer Arbeitslosigkeit fassen mit den richtigen Unterstützungsangeboten sehr viele Menschen wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt.“

Großen Wert legen die MaßArbeit-Vorstände auch darauf, das Angebot der MaßArbeit stetig dem sich wandelnden Arbeitsmarkt anzupassen: So wurden etwa während der Corona-Pandemie sehr schnell auch digitale Angebote des Coachings oder der Beratung entwickelt oder spezielle Gesundheitsangebote für beeinträchtigte Leistungsempfänger konzipiert. Es ist also kein Wunder, dass die Mehrheit der kommunalen Jobcenter und auch die MaßArbeit bei den bundesweit erhobenen gesetzlichen Kennzahlen seit Jahren vorderste Plätze beim Abbau des Langzeitleistungsbezugs belegen. Averhage bringt es auf den Punkt: „Ein durchdachtes Konzept, Kreativität und individuelle Lösungen: Mit dieser Strategie sind wir als kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises Osnabrück erfolgreich.“


Hinweis: In der kommenden Woche stellen wir an jedem Tag einzelne Bereiche der kommunalen Arbeitsvermittlung vor: Den Anfang machen am Montag die Kommunale Arbeitsvermittlung (KAV) und der ArbeitgeberService (AGS), am Dienstag stellen wir das Übergangsmanagement vor, am Mittwoch den Bereich Leistungsgewährung, am Donnerstag das Migrationszentrum und am Freitag folgen die Ansprechpersonen für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigen (ZAP).

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