Kreishaussanierung: Entscheidungen mit Augenmaß und Transparenz

Die Entscheidung, das Kreishaus Osnabrück umfassend zu sanieren, ist nicht über Nacht gefallen. Sie ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses, den Verwaltung und Politik gemeinsam gegangen sind. Ziel war es von Anfang an, eine Lösung zu finden, die rechtssicher ist, wirtschaftlich trägt und langfristig im Interesse der Bürgerinnen und Bürger liegt.

Abbildung eines Rednerpultes
Warum gehandelt werden musste

Das Kreishaus am Schölerberg stammt aus den frühen 1980er-Jahren und ist seitdem das zentrale Verwaltungsgebäude des Landkreises Osnabrück. Nach mehr als 40 Jahren Nutzung zeigte sich deutlicher Sanierungsbedarf – vor allem beim Brandschutz, beim Umgang mit Schadstoffen, bei der technischen Ausstattung des Gebäudes und beim Energieverbrauch. Als Eigentümer trägt der Landkreis die Verantwortung, das Gebäude sicher zu betreiben und einen verlässlichen Verwaltungsbetrieb sicherzustellen.

Alle Optionen auf dem Tisch

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis früh geprüft, wie es weitergehen kann. Neben verschiedenen Sanierungsvarianten wurden auch Neubauten und Alternativen an anderen Standorten betrachtet. Alle Optionen wurden sorgfältig miteinander verglichen. Dabei ging es nicht nur um Kosten, sondern auch um rechtliche Vorgaben, Nachhaltigkeit, moderne Arbeitsbedingungen und die Frage, wie der Verwaltungsbetrieb währenddessen weiterlaufen kann.

Die politische Beratung lief dabei kontinuierlich. In interfraktionellen Arbeitsgruppen, Ausschüssen und öffentlichen Sitzungen wurden Zwischenergebnisse vorgestellt, diskutiert und weiterentwickelt. Die Verwaltung hat die politischen Gremien regelmäßig informiert und Entscheidungen transparent vorbereitet.

Beschlüsse auf Basis verlässlicher Grundlagen

Im September 2020 hat der Kreistag schließlich entschieden, das Kreishaus zu sanieren. In den folgenden Jahren wurden die Planungen konkretisiert und die Kosten genauer berechnet. Weitere Beschlüsse in den Jahren 2022 und 2024 legten unter anderem den Kostenrahmen fest, stärkten die energetische Ausrichtung des Projekts und machten den Weg frei für moderne Arbeitsformen.

Auch neue Fragen und öffentliche Diskussionen wurden aufgegriffen. Ende 2024 ließ der Kreistag die Sanierungsentscheidung zusätzlich durch eine externe Wirtschaftlichkeitsuntersuchung überprüfen. Diese unabhängige Analyse verglich die laufende Sanierung erneut mit verschiedenen Neubauvarianten. Das Ergebnis war eindeutig: Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet ist die Sanierung die wirtschaftlichste und sinnvollste Lösung für den Landkreis.

Verantwortungsvoll und nachvollziehbar

Der gesamte Entscheidungsprozess war von Beginn an offen angelegt. Zentrale Beschlüsse wurden öffentlich gefasst, Unterlagen bereitgestellt und Beratungen dokumentiert. So stellt der Landkreis sicher, dass Steuergelder verantwortungsvoll eingesetzt werden und die Kreisverwaltung auch in Zukunft leistungsfähig bleibt.

Der Blick nach vorn

Mit der Sanierung wird das Kreishaus baulich fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht. Gleichzeitig entsteht ein moderner, barrierefreier Verwaltungsstandort – als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger und als zeitgemäßer Arbeitsplatz für die Mitarbeitenden. Getragen von klaren politischen Beschlüssen und einem transparenten Prozess.