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Willkommensbehörde

Regelmäßige Kontrollen

Das Tierschutzgesetz bestimmt, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Tierschutz betrifft die Tierhaltung und den Tierhandel, das Töten von Tieren, Eingriffe an Tieren und Tierversuche.

Regelmäßige Kontrollen
Tierschutz geht uns alle an: Schauen Sie nicht weg, wenn Tiere mißhandelt werden - rufen Sie uns an

Der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück ist auch für den Tierschutz zuständig: Amtstierärzte und Amtstierärztinnen kontrollieren planmäßig die Einhaltung der Bestimmungen.

Besondere Überwachung

  • Landwirtschaftliche Tierhaltungen einschließlich Pferdehaltungen
  • Gewerbliche Tierhaltungen und -zuchten
  • Gewerblicher Handel mit Tieren (Viehhandel, Tierspeditionen, Zoofachhandel etc.)
  • Tiertransporte
  • Schlachtbetriebe
  • Tierschauen, Tierbörsen
  • Tierversuchseinrichtungen und Versuchstierhaltungen
  • Zoologische Gärten, Tierparks und Tiergehege
  • Gewerbliche Reit- und Fahrbetriebe
  • Tierheime
  • Tierpensionen
  • Gewerbliche Schädlingsbekämpfer
  • Schutzhundeausbildungsbetriebe

werden besonders überwacht. Auch die private Hobby- und Heimtierhaltung wird nach Hinweisen auf Mängel überprüft.

Illegaler Hundehandel

Der illegale Hundehandel insbesondere mit Rassehunden boomt in Deutschland. Hierbei kommt es neben tierseuchenrechtlichen Verstößen zu erheblichen Tierschutzverstößen.Bei den importierten Hunden handelt es sich zumeist um wenige Wochen alte Welpen die unter hygienisch und räumlich fragwürdigen Verhältnissen zur Welt gekommen sind, um viel zu früh von den Muttertieren getrennt zu werden.

Die Hundehalterin Katharina Sch. war in Ungarn und hat vor Ort die Zuchtbedingungen gesehen,  hier ihr Erfahrungsbericht:  Da ich eine absolute Bully-Mami bin habe ich mich selbst davon überzeugt wie schlimm der Weg der „Billig-Welpen“ wirklich ist.

Durch meinen Freund, der aus Ungarn kommt, seit 16 Jahren hier lebt, konnte ich mir vor Ort ein Bild machen. Dort angekommen habe ich mich auf den Weg gemacht. Ich musste nicht lange suchen, sondern einfach in abgelegenen Seitenstraßen schauen. Ein Bild des Schreckens! Rund 30 sogenannte „Vermehrerhündinnen /-Rüden“ die unter katastrophalen Umständen gehalten werden. Ich habe mich als Interessent ausgegeben. Französischen Bulldoggen, Spitz und Chihuahua sei im Moment sehr gefragt, meinte der Mann. Es regnet aus Eimern. Die Vermerherhunde liegen im Regen ohne ein Dach über dem Kopf. Ein Brot liegt im dreckigen Wasser. Die Mäuse sehen mich hilferufend mit ihrem total verstörtem Blick an. Die Augen sind milchig unterlaufen, Hornhautdefekte zeichnen sich ab, von Milben und Hautproblemen übersät. Das Gesäuge der Vermehrerhündinnen liegt im Dreck.

Schaut man genau hin sieht man dass die Hündinnen gerade eine Geburt hinter sich haben. Blut kommt aus der frischen Kaiserschnittwunde die vom Laien versorgt wurde hervor. Fragt man nach Welpen werden sie im frischen Seidentuch „präsentiert“. Gerade mal zwei Wochen alt und es heißt morgen sind die Papiere zur Ausreise Fertig. Mir fehlen die Worte, Tränen in den Augen kommen hoch. Für umgerechnet 150 bis 200 Euro könnte ich Morgen welche abholen. Mit nur ZWEI WOCHEN.

Die Suche nach weiteren Vermehrern ließ nicht lange auf sich warten. Eine Straße weiter liegen rund 40 Vermehrerhunde und Welpen. Vorsichtig und auf Nachfrage durfte ich ins Haus kommen. Wieder wurden die „Billig-Welpen“ ungefähr zwei Wochen alt auf Samtdecken gezeigt. Nach mehrmaliger Frage nach den Elterntieren wurden wir in den Garten geführt. Es regnete immer noch. In rund zehn Laufboxen (1,5m breit und 5m lang) liefen je fünf Vermehrerhündinnen und ein Rüde zusammen. KEIN LIEGEPATZ, KEIN DACH über den Köpfen. Nur ein Laubbaum. Das aufgeweichte, schimmelige Brot im Dreck liegend. Wieder diese verwahrlosten armen Mäuse. Vom Garten „Vermehrungsstätte“ wie ich es nenne, konnte man durch ein kleines Fenster in den Keller schauen. Da lagen ca. zehn Hündinnen mit ihren gerade geworfenen Welpen! Auf der weiteren Suche habe ich noch viele Vermehrerhunde in dunklen, dreckigen Verschlägen vorgefunden. Ein Mann erzählte heute würde noch ein Transporter aus Belgien und Spanien kommen der alle Welpen abnimmt (Stück 150 Euro), alle Papiere sind gefälscht, Impfungen und Alter geschätzt eingetragen. Der Handel boomt zurzeit.

Mit der Wahrheit über den Handel der „Billig-Welpen“ und den Umgang der „Vermehrer-Hunde“ sind wir zurück gefahren.

Hier der Erfahrungsbericht von Nicole K.:  Für alle, die sich einen Hund anschaffen möchten, bitte informiert euch gut genug im Voraus! Wir wollten einen Welpen kaufen und stießen bei eBay Kleinanzeigen auf eine riesige Auswahl. Unglaublich wie viele Anzeigen dort täglich geschaltet werden. Wir haben uns einen kleinen süßen Chihuahua/Pinscher Mischlingswelpen ausgesucht, der nur ca. 300€ kosten sollte. Da hätte es uns eigentlich schon auffallen sollen, dass etwas nicht stimmt, da der Preis sehr niedrig ist. Er war 9 Wochen alt stand in der Anzeige und nicht geimpft. Dass er nicht geimpft war, schien uns erst einmal gar nicht so schlimm, da wir die Impfung selbst beim Tierarzt übernehmen wollten. Als wir den Kleinen abgeholt haben, waren wir natürlich sofort verliebt und haben ihn mitgenommen. Zuhause angekommen hatten wir 3 Tage Spaß mit dem Kleinen. Dann ging es auch schon mit dem Erbrechen und Durchfall los. Nach Untersuchungen in der Tierklinik wurde bei ihm Parvovirose diagnostiziert, an der er schon erkrankt ist bevor wir ihn abgeholt haben. Diese Krankheit überlebt die Mehrheit der Welpen leider nicht. Zudem sagte uns die Tierärztin, dass er gerade mal ca. 5 Wochen alt ist und kein Chihuahua/Pinscher Mix, sondern ein Sheltie. Dann kam die Ernüchterung. Nach einigen Tagen sehr kostenspieliger Behandlung und Klinikaufenthalt, hat er es dann leider doch nicht geschafft. Die Verkäufer konnten wir natürlich nicht mehr erreichen, das Handy war ausgeschaltet, auf unsere Nachrichten bei eBay reagierte auch niemand, unter der Adresse konnte man auch niemanden mehr ausfündig machen (die haben für die „Übergaben“ jede Menge möblierte Locations). Da stecken grausame Betrüger hinter, die das täglich ganz geschickt durchziehen. Doch solange es Leute gibt, die die armen kranken Hunde kaufen, da sie sich von dem günstigen Preis locken lassen, solange wird es diesen grausamen Tierhandel geben. Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, ich weiß, aber deswegen wünsche ich allen, die sich einen Hund anschaffen möchten, nicht das durchmachen zu müssen was bei uns passiert ist! Augen auf beim Hundekauf!

Diese Hunde werden ein Leben lang darunter leiden, dass sie weder durch ihre Mutter noch durch eine umsichtige, geborgene Aufzucht das erforderliche „Rüstzeug“ für ihr Leben in unserer Gesellschaft mitbekommen haben. Ängste und Unsicherheit werden einen Teil ihres Lebens ausmachen.  Wenn tierschutzwidrige Hundeverkäufe beim Veterinärdienst angezeigt werden, so wird vor Ort ermittelt, die erforderlichen Maßnahmen werden eingeleitet und den illegalen Hundehändlern wird die weitere Tätigkeit untersagt. In der Vergangenheit wurde festgestellt, dass die Händler versuchen ihre Tätigkeit mit Hilfe von Strohmännern und neuen Postanschriften im Verborgenen weiter zu betreiben. Solange es Käufer gibt, die vermeintlich günstige Rassehunde über fragwürde Anbieter kaufen, solange werden die illegalen Hundehändler ihr Geschäft wittern und versuchen den Markt zu bedienen, und solange wird es „Hundevermehrer“ im Ausland geben, die mit dem Verkauf von Hundewelpen Geld verdienen können - die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Wer einen Hundewelpen erwerben möchte, sollte dies daher langfristig planen. Es ist sinnvoll, im Vorfeld mit dem Züchter Kontakt aufzunehmen. Bei großen Zuchten (3 und mehr Hündinnen) sollte man sich die Erlaubnis des Züchters vorzeigen lassen. Zumeist ist es möglich die Welpen in den ersten acht Lebenswochen (die Zeit, die sie mindestens bei der Mutter verbringen müssen) zu besuchen. So kann man bereits einen ersten Kontakt zu seinem zukünftigen Hund aufbauen und sicher sein, dass der Hund bei seiner Mutter aufwachsen durfte und eine gute Grundlage für sein weiteres Leben bei seinem neuen Besitzer mitbekommen hat.

Auch „Hobby-Schweine“ werden krank…

Bunte Bentheimer

Der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück ist auch zuständig für Tierhaltungen. Seit einigen Jahren gibt es immer mehr Tierhalter, die sich „Hobby-Schweine“ anschaffen. Diese leben dann zuweilen in der Wohnung oder im Haus mit der Familie. Häufig sind dies kleingezüchtete Schweine wie zum Beispiel Minipigs oder Hängebauchschweine.

Jedoch sind auch kleine Schweine immer noch Schweine und haben dieselben Bedürfnisse wie „normale“ Schweine. Außerdem können auch sie krank werden und im schlimmsten Fall eine anzeigepflichtige Tierseuche wie beispielsweise die  Schweinepest bekommen.

Aus diesem Grund möchte der Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück die Tierhalter über die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen aufklären:

  • Die Schweinehaltung muss vor Beginn der Haltung dem Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück angezeigt werden; die Anzeige hat die Zuteilung einer Registriernummer zur Folge.
  • Der Schweinehalter hat seine Bestandsgröße einmal jährlich zu einem Stichtag sowie Tierübernahmen in den Bestand innerhalb von 7 Tagen in der zentralen Schweinedatenbank (HI – Tier: https://www.hi-tier.de/default.htm ) zu melden.
  • Weitere Informationen zu Abläufen und gesetzlichen Grundlagen bekommen Sie in dieser Dienstleistung.

Personen, die für die Fütterung und Pflege verantwortlich sind, müssen:

  • Kenntnisse über die Bedürfnisse von Schweinen im Hinblick auf Ernährung, Pflege, Gesundheit und Haltung haben,
  • über Grundkenntnisse der Biologie und des Verhaltens von Schweinen verfügen, und
  • Kenntnisse über tierschutzrechtliche und tierseuchenrechtliche Vorschriften haben.

Haltungseinrichtungen für Schweine müssen so beschaffen sein, dass eine Verletzungsgefahr für Schweine nahezu ausgeschlossen werden kann. Aufgrund der Neugier und des Erkundungsdranges der Tiere ist eine Vielzahl an Gefahren im häuslichen Umfeld denkbar.

Der Tierbesitzer hat seinen Bestand in regelmäßigen Abständen durch einen Tierarzt betreuen zu lassen, der über ein besonderes Fachwissen im Bereich der Schweinegesundheit verfügt. Zudem unterliegt die Schweinehaltung der Beaufsichtigung eines beamteten Tierarztes. Schweine mit  Speiseabfällen zu füttern, ist generell verboten! Der unbefugte Zutritt zu Ställen oder Haltungseinrichtungen durch Dritte muss verhindert werden.

Zum Schutz vor Gefährdung durch Tierseuchen können durch den Veterinärdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück verschiedene Anordnungen getroffen werden; diese können z.B. bei Ausbruch der Schweinepest in der Tötung der Tiere enden.

Wenn Sie noch Fragen zum Thema  haben, können Sie sich gern an den Veterinärdienst wenden: veterinaerdienst@landkreis-osnabrueck.de , Tel. 0541 501 2183

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