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Breitbandversorgung vor Ort

Ein schneller Internetzugang ist Voraussetzung für die zukünftige Entwicklung der Informationsgesellschaft und damit die Grundlage für Ansiedlung und den Verbleib von Menschen und Wirtschaftsbetrieben. Im ländlichen Raum ist ein schneller Internetzugang ein wichtiger Faktor und eine existenzielle Notwendigkeit zur Vorbeugung einer Abwanderung von Mensch und Betrieb. Eine flächendeckende Versorgung mit Breitbanddienstleistungen auf hohem Niveau ist somit für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Gemeindegebiet von erheblicher Bedeutung. Da die erforderliche flächendeckende Versorgung  in absehbarer Zeit nicht durch die am Markt tätigen Telekommunikationsunternehmen nicht sichergestellt ist,  haben alle 34 dem Landkreis Osnabrück angehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden sich entschlossen, ihre Gemeindegebiete gemeinsam mit dem Landkreis Osnabrück zur Daseinsvorsorge mit Breitbanddienstleistungen zu versorgen. Letzterer hat mit der landkreiseigenen  Telekommunikationsgesellschaft mbH Landkreis Osnabrück (TELKOS) und Förderprogrammen seit dem Jahr 2010 bereits 15.000 Haushalten und Gewerbebetrieben zu schnellem Internet verholfen und koordiniert den weiteren Breitbandausbau.

Der Breitbandausbau wird, in mehreren aufeinander aufbauenden Schritten, durch die TELKOS durchgeführt, die Eigentümerin der zu bauenden NGA-Infrastruktur wird. Im ersten Ausbauschritt setzt  die in einem europaweiten öffentlichen Ausschreibungsverfahren als Sieger hervorgegangene innogy TelNet auf die gebaute Infrastruktur auf. Der Partner Innogy TelNet  stellt in diesem Zusammenhang den Betrieb und die Wartung des neuen Breitbandes sicher und trägt die Verantwortung für das Endkundengeschäft. Darüber hinaus ermöglicht die Open Access-Verpflichtung  den diskriminierungsfreien Zugang aller Internetanbieter auf der gebauten  NGA-Infrastruktur bis zum Endkunden.

Im ersten Ausbauschritt sollen im Landkreis Osnabrück 120 unterversorgte Kabelverzweiger (KVz) mit Glasfaser angeschlossen werden (FttC). Darüber hinaus werden alle unterversorgten Gewerbegebiete sowie erste private Haushalte mit einem Glasfaserdirektanschluss ausgestattet. Für diesen Schritt steht ein Investitionsvolumen von insgesamt  rund 39 Millionen Euro zur Verfügung, das sich auf 15 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau, zu 5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm des Landes Niedersachsen (Digitale Dividende II) und zu rund 19 Millionen Euro aus den Mitteln der kreisangehörigen Kommunen und des Landkreises zusammensetzt, wozu auch KIP-Mittel gehören. Der Tiefbau für den ersten Ausbauschritt erfolgt durch jeweils zwei Bautrupps in 12 regionalen Baulosen. Der Ausbau im gesamten Kreisgebiet schreitet somit in den Jahren 2018/19 auf 24 Baustellen gleichzeitig voran.

Zur Verwirklichung des zweiten Ausbauschritts hat die TELKOS  bereits einen zweiten Förderbescheid des Bundes über weitere 15 Millionen  Euro erhalten. Das geplante Investitionsvolumen für diesen Schritt beträgt rund 31,5 Millionen Euro. Für die ersten beiden Schritte in die zukunftsfähige Breitbandversorgung ergibt sich so eine Gesamtinvestition von zusammen rund 70,5 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung von ca. 150 km verfügbaren Leerrohren beträgt die Gesamtnetzlänge knapp 1.100 Kilometer. Von diesem Netz profitieren rund 9.600 Haushalte und Gewerbeadressen, die durch den Ausbau von unterversorgten KVz schnelleres Internet erhalten. Bis Mitte 2020 erhalten darüber hinaus fast 6.300 Adressen Glasfaserdirektanschlüsse. Dies bedeutet für beide Schritte zusammen eine Verbesserung für fast 15.900 Adressen.

Da trotz dieses erheblichen Engagements insbesondere in den Außenbereichen weiterhin stark unterversorgte Adressen verbleiben, sind weitere Ausbauschritte erforderlich. Durch den Einsatz weiterer erheblicher Eigenmittel und die Einwerbung von Fördermitteln soll das Ziel erreicht werden, bis spätestens zum Jahr 2025 alle Haushalte und Wirtschaftsbetriebe im Landkreis Osnabrück mit Glasfaser zu erschließen (FTTB/H).

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