Engagement und Ehrenamt: Einblick in die Praxis

Das Engagement im Landkreis Osnabrück ist vielfältig, fördert das Gemeinwohl und verbessert das soziale, kulturelle und ökonomische Leben in unserer Region. Über 120.000 Menschen sind in verschiedenen Bereichen engagiert, es gibt über 2.500 Vereine und Initiativen. Einige Bereiche, Engagierte sowie inspirierende Projektbeispiele werden auf dieser Seite vorgestellt.

Ehrenamt

Die Beispiele sollen inspirieren und ermutigen, selbst aktiv zu werden. Sie zeigen, wie Menschen mit ihrer Initiative und ihrem Engagement positive Veränderungen bewirken können. Weitere Ideen und Projekte können an ehrenamtsmanagement@Lkos.de geschickt werden, damit sie auf dieser Seite abgebildet werden können. Für lokal, neue oder innovative Projekte besteht die Möglichkeit, von der Projektförderung des Ehrenamtsmanagements zu profitieren.

Gemeinsam für Frieden - Samtgemeinde Bersenbrück

Gemeinsam für Frieden ist eine Initiative des multikulturellen Frauenvereins aus der Samtgemeinde Bersenbrück. Die Engagierten bemühen sich um geflüchtete Personen in der Region. Mit dieser Initiative setzten sich die Frauen ehrenamtlich dafür ein, dass alle Kulturen einander annehmen, gegenseitig unterstützen und gemeinsam Freude haben.

Sie haben gemeinsam die Tischdecke (siehe Foto) bestickt, einen Nachmittag lang mit einer Ausstellung die Bürgerinnen und Bürger über das Leben in verschiedenen Ländern informiert und darüber gesprochen, was für sie Frieden bedeutet.

Eine Personengruppe steht hinter einem Tisch und hält eine bestickte Tischdecke in den Händen.

Walking Bus - Hilter aTW.

Bei Wind und Wetter machen sich Ehrenamtliche seit dem Schuljahr 2015/2016 jeden Tag in Borgloh und Hilter mit den Grundschulkindern auf den Weg zur Schule! Die Initiative "Walking Bus" zeigt einen Beitrag der Engagierten in unserer Region und wird von Birte Klostermann aus der Freiwilligenagentur der Gemeinde Hilter begleitet.

Die Kinder legen ihren Schulweg gemeinsam zurück. Dies wird, wie bei einem echten Bus auch, entlang einer festgelegten Route mit mehreren Haltestellen durchgeführt. Diese Gehgemeinschaft soll den Kindern ermöglichen in Begleitung verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilzunehmen, soll Spaß machen und die Bewegung fördern.

Eine Personengruppe geht auf einem Fußweg eine Straße entlang.

Café der Begegnung - Samtgemeinde Fürstenau

Viele unterschiedliche Themen, Vereine und Initiativen sowie die Möglichkeit, sich kennen zu lernen und gemeinsam Projektideen für das Ehrenamt in der Samtgemeinde Fürstenau zu entwickeln - das ist das Café der Begegnung. Die Organisatoren wechseln jeden Monat und bestimmen den Schwerpunkt des jeweiligen Treffens.

An jedem zweiten Dienstag im Monat treffen sich Menschen mit Migrationshintergrund und Einheimische, um bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Das Café verbindet Kulturen und Religionen miteinander. Unterstützt werden sie von Antigone Mally aus der Freiwilligenagentur vor Ort.

Eine Personengruppe sitzt an einem Tisch mit Kaffeetassen vor sich.

"Fairtragen" (Kleiderladen) - Bad Rothenfelde

Ein ehrenamtlich betriebener Kleiderladen, der sich nicht nur durch soziales Engagement auszeichnet, sondern auch durch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, ist der „Fairtragen“-Laden in Bad Rothenfelde. In dem Laden, der sich zu einer richtigen Boutique entwickelt hat, wird gespendete Kleidung zu Preisen verkauft, die sich auch benachteiligte Familien leisten können.

Die Gewinne des Geschäfts werden gespendet, unter anderem der Stiftung „Menschen im Blick“. Nachhaltigkeit und sozialer Einsatz, vorangetrieben von einem Team, das komplett ehrenamtlich arbeitet. Initiiert wurde das Projekt von der Freiwilligenagentur Bad Rothenfelde.

Blick in ein Bekleidungsgeschäft

Hospizverein Bramsche e.V.

Ein beispielhaftes Engagement in der schwersten Zeit des Lebens leistet der Hospizverein Bramsche e.V. und das bereits seit 2009. Sich in der Realität mit Tod und Sterben auseinanderzusetzen, ist keine einfache Aufgabe. Der Verein klärt auf und verbindet, unterstützt mit Sterbe- und Trauerbegleitung. Und das unabhängig vom Alter und von der Religions- oder Kulturzugehörigkeit.

Zusätzlich organisieren sie auch besondere Aktionen wie 2022 die Wanderausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“ oder den für 2023 geplanten Spaziergang für trauernde Menschen. Ein wichtiges Ehrenamt, das bewegt und zum Nachdenken anregt.

Eine Personengruppe steht neben Tischen auf denen aufgeklappte Koffer stehen.

Lüttke Hülp - Rieste

„Hilfe braucht ja jeder mal – aber vor allem im Alter“. Eine tolle Initiative, „Lüttke Hülp“ aus Rieste, leistet mit großem Engagement unentgeltlich Unterstützung in ihrer Gemeinde. Persönlichkeiten, die aus der Pflege- und Gesundheitsbranche kommen und aufgrund vieler privater Anfragen der Riester Bevölkerung sich entschlossen haben, leichte Hilfstätigkeiten oder Beratung mit ihrem Erfahrungswissen anzubieten. Sie haben zum Ziel, Patenschaften aber auch „kleine“ Hilfen zu organisieren, damit die ältere Bevölkerung in Rieste unterstützt wird.

Sie vermitteln Ehrenamtliche, schaffen Entlastung in einigen Haushalten oder haben ein offenes Ohr am Telefon für wichtige Fragen, die noch keine Antwort haben. Ein hervorragendes Beispiel für ein Engagement, das einen wichtigen Beitrag zur Nächstenliebe, Solidarität und soziale Gerechtigkeit leistet. Nachahmens- und unterstützenswert!

Eine Personengruppe steht auf einer Wiese vor einer Hecke.

NeNa – Netzwerk Nachhaltigkeit - Bersenbrück

NeNa, das Netzwerk Nachhaltigkeit, ist eine Initiative von BürgerInnen für BürgerInnen aus Bersenbrück. Ein zukunftsorientiertes Engagement, das sich einem sehr wichtigen gegenwärtigen Thema widmet – der Nachhaltigkeit. Sie möchten andere zum Handeln motivieren, niederschwellige Aktivitäten vorstellen und ermöglichen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Mit Ihrem Netzwerkschrank im Herzen von Bersenbrück haben sie den ersten Anstoß dazu geschaffen. Keine starre und unbewegliche Informationstafel, sondern eine Plattform, die von vielen Interessierten besucht und mitgestaltet werden kann.

Darüber hinaus haben sie auch Blühpatenschaften und eine Interkulturelle Modenschau unter dem Motto „Aus Altem Neues machen“ initiiert. Die Initiative freut sich über neue Mitstreitende, mit denen sie weitere gemeinsame Aktionen planen und umsetzen kann. Ein nachahmenswertes Engagement, das den Landkreis nachhaltiger und lebenswerter macht!

Zwei Personen stehen auf einer Straße an einem Schrank.

Jugendparlament - Bramsche

Ein Beispiel für junges Engagement ist das Jugendparlament Bramsche – aktive, motivierte, junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren, die sich tatkräftig mit den jugendrelevanten Themen auf kommunaler Ebene auseinandersetzen. Sie sind Sprachrohr für die Jugendlichen in Ihrer Stadt und üben mit Begeisterung ihr politisches Engagement aus. Sie übernehmen nicht nur eine verantwortungsvolle politische Rolle wie bei der Moderation der Infoveranstaltung zur Kommunalwahl in Bramsche, sondern initiieren und leiten tolle Projekte wie die Dreharbeiten zum Film über den Volkstrauertag in der Moschee Bramsche, das Hase Island Festival oder den Workshop zum Dirtpark in Bramsche. Das ist beispielhaftes Engagement, das die Zukunft mitgestaltet und politisches Engagement wieder modern und jung macht!

Ein Kamerateam interviewt im Gebetsraum einer Moschee eine Person.

Aktivcafé "Kiek mol in" - Bohmte

Das Aktivcafé "Kiek mol in" ist ein Begegnungsort für alle Generationen und Nationen. Es ist nicht nur ein Treffpunkt zum Kennenlernen, sondern auch ein Ort, an dem gemeinsame Ideen entwickelt werden sollen, die das bessere Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger in Bohmte unterstützen. Die gemeinschaftlich entwickelten Projekte und Aktionen werden gemeinsam umgesetzt. Auf diese Weise soll eine Anregung für selbstorganisiertes, bürgerschaftliches Engagement geleistet werden. Die Bandbreite der Themen ist groß - von Umwelt und Nachhaltigkeit bis hin zum sozialen Engagement. Aber auch Spiel, Spaß, Kreativität sowie einfach der Austausch finden Platz in dem Aktivcafé. Das trägt zur Stärkung der gegenseitigen Verantwortung sowie der Gemeinschaft bei.

Eine Personengruppe steht hinter einer Bank vor Bäumen.

Klimafest - Melle

Die Initiative "Melle for Future" hat 2023 das erste Klimafest in Melle organisiert. Kunst, Kultur und Kulinarisches, Klimawissen und viele Mitmachaktionen - der Grönebergpark wurde für einen Tag zur Klimaerlebnismeile. Das Klimafest hat zum ersten Mal verschiedene lokale Akteure zusammengebracht und alle Altersgruppen angesprochen. Auf dem Fest wurde nicht nur gezeigt, was Energie- und Verkehrswende, nachhaltige Ernährung und Naturschutz, verantwortungsvoller Konsum und ökologisches Wirtschaften bedeuten, sondern auch zum nachhaltigen Handeln und zum eigenständigen Engagement motiviert. Klimaexperten, Meller Schulen und einige Vereine zeigten zukunftsweisende Ideen zum Klima- und Naturschutz und leisteten damit ihren Beitrag zur Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements.

Personen sitzen auf Europaletten in einem Park unter Bäumen.

Event und Fahrradtour der Osnabrücker Landpartie

Um die schützenswerten Natur- und Kulturlandschaften im Osnabrücker Norden sichtbar zu machen und bereits existierende nachhaltige Initiativen zu vernetzen, organisiert die Osnabrücker Landpartie ein Event mit dazugehöriger Fahrradtour von Rulle über Icker nach Vehrte am 2. und 3. September 2023. Das niederschwellige Angebot ermöglicht die gesellschaftliche Teilhabe aller Altersgruppen und Nationen und regt zum Austausch und zum Mitgestalten an. An mehreren Orten im Osnabrücker Norden finden parallel Veranstaltungen mit einem bunten Programm statt, bei denen sich die Menschen aus der Region mit ihren Interessen und Talenten engagieren. Mit diesem Event werden Engagement, Klimaschutz und gesellschaftlicher Zusammenhalt unter einen Hut gebracht.

Fahrräder stehen hinter einer Mauer.

Kontakt

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