Archäologie Stadt und Landkreis Osnabrück

Die Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück beschäftigt sich mit der Erfassung, Erforschung und dem Erhalt von Zeugnissen aus der Vergangenheit, dem kulturellen Erbe der Region. Die gemeinsam von Stadt und Landkreis getragene öffentliche Einrichtung existiert seit 1975.

Zum Team zählen neben Archäologen auch Spezialisten verschiedener Fachdisziplinen, wie z. B. aus dem Bereich der Grabungstechnik, Restaurierung und Öffentlichkeitsarbeit. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Durchführung von forschungsorientierten Maßnahmen im Bereich der Bodendenkmalpflege (Pflegemaßnahmen, Ausgrabungen, Bauforschungen, Sondierungen und Dokumentation)
  • Öffentlichkeitsarbeit über die Arbeitsschwerpunkte und die Ergebnisse von Einzelvorhaben (Ausstellungen, Veranstaltungen, museumspädagogische Aktionen, Exkursionen usw.) in Zusammenarbeit mit verschiedenen Facheinrichtungen und Museen
  • Wissenschaftliche Auswertung und Erstellen von Publikationen, Restaurierung und Archivierung von Bodenfunden, Betreuung von Schriften- und Fundarchiven sowie musealen Sammlungen
Archäologische Fundstelle, die einen freigelegten Balken zeigt. Ein Mann ist an der Fundstelle tätig
Von April bis Juli 2021 fanden am Schiphorst in Quakenbrück umfangreiche archäologische Ausgrabungen statt, freigelegt wurden Überreste früherer Bauphasen der Kleinen Mühle.

Von April bis Juli 2021 fanden am Schiphorst in Quakenbrück umfangreiche archäologische Ausgrabungen statt, die ein Schlaglicht auf die jüngere Mühlengeschichte geworfen haben und einen wichtigen „Mosaikstein“ zur Wirtschaftsgeschichte Quakenbrücks lieferten. Im Umfeld des ehemaligen Standortes der 1981 abgebrannten Sägemühle gegenüber von Möllers Mühle konnten zahlreiche Relikte aus der Geschichte dieses erstmals 1235 erwähnten Mühlenstandortes freigelegt werden. Zutage kamen Überreste früherer Bauphasen der Kleinen Mühle mit z.B. Uferrandbefestigungen des Mühlenkolkes aus Holz bzw. Flechtwerk (evtl. mit Anlegestelle), zwei hölzernen Wassergerinnen und Grundmauern des Vorgängerbaus der vor 40 Jahren abgebrannten Sägemühle.

Aufgrund der stratigraphischen Abfolge der Boden- bzw. Auffüllschichten sowie anhand des Abgleichs mit historischen Karten lassen sich alle archäologischen Funde und Befunde in den Zeitraum des 18. und vor allem des 19. Jahrhunderts datieren. Die Dokumentation der gefundenen wasserbaulichen Anlagen leistet auch einen Beitrag zum Verständnis des Betriebs einer Mühle: Wie beherrschte der Müller den Wasserfluss und mit welchen Mitteln vermochte er, den Antrieb des Mühlrades zu kontrollieren?  

Kontakt

Archäologische Denkmalpflege

Stadt- und Kreisarchäologie

Lotter Straße 6
49078 Osnabrück
Deutschland