„MOIN+" - Mobilität im Osnabrücker Land Integriert und Nachhaltig

Das Jahr 2023 hat für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Osnabrück erfolgreich begonnen: Das ÖPNV-Modellprojekt "Mobilität im Osnabrücker Land Integriert und Nachhaltig" (MOIN+) wurde vom Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) bewilligt.

6 Personen vor Kreishaus mit Plakaten
Von Schnellbuslinien bis hin zu On-Demand-Verkehr: am 18. Januar 2023 wurde vorgestellt, was mit der Bundesförderung geplant ist. v.l.n.r. Landrätin Anna Kebschull, Sprecher der Bürgermeisterkonferenz Tobias Avermann, Werner Linnenbrink (PlaNOS), Sandra van Tongern (PlaNOS), Julian Isken (Projektleiter Landkreis), Kreisrat Winfried Wilkens.

Unter den deutschlandweit 57 Antragstellenden hat der Landkreis Osnabrück zusammen mit der Planungsgesellschaft Osnabrück GmbH (PlaNOS) eine Förderung für konkrete Maßnahmen im Wert von rund 20 Millionen Euro erhalten, wovon bis zu 80 Prozent vom Bund gefördert werden. MOIN+ ist das einzige neu geförderte Projekt in Niedersachsen und eines von sieben deutschlandweiten Projekten, die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMVD) ausgewählt wurden.

Das Projekt MOIN+ zielt darauf ab, Attraktivität des ÖPNV im Landkreis Osnabrück zu steigern. Es beinhaltet fünf Kernthemen, die bis 2025 umgesetzt werden sollen:

  • zusätzliche Linienangebote und
  • On-Demand-Verkehre in ausgewählten Regionen,
  • Ausbau von Carsharing-Angeboten
  • sowie eine physische und digitale Infrastruktur zur Verknüpfung verschiedener Mobilitätsangebote.

Die Maßnahmen werden ab dem Jahr 2024 schrittweise eingeführt. Der Fördergeber evaluiert die Nutzungszahlen und die Akzeptanz kontinuierlich, um darauf aufbauend Erkenntnisse für andere Verkehrsregionen abzuleiten. MOIN+ bietet somit große Chancen für die Mobilität im Landkreis Osnabrück und kann als Vorreiterprojekt für andere Regionen dienen.

Videos
Zwei Personen stehen vor einem Bus.

1. September 2023: „Landkreis Osnabrück ist vorbildhaft“

Landrätin Anna Kebschull

2023: Landrätin Anna Kebschull zum Projekt MOIN+

Moin Kampagne

Wie könnte Mobilität in der Zukunft aussehen?

Landrätin Anna Kebschull

2022: Landrätin Anna Kebschull zur Mobilitätswende

Kernthemen im Detail

Bus an einer Haltestelle neben einem Getreidefeld

Hinter der Ausweitung des Busliniennetzes stehen zwei neue Schnellbuslinien (Bad Essen-Ostercappeln-Osnabrück sowie Bad Laer-Glandorf-Bad Iburg-Osnabrück) die für eine schnelle, konkurrenzfähige und damit attraktive Anbindung an Osnabrück sorgen.

Außerdem werden zur Angebotsverbesserung zwei neue RegioBuslinien (Bohmte-Ostercappeln-Bramsche sowie Oesede-Holzhausen-Hasbergen) für eine deutlich bessere Vernetzung zwischen den Kommunen im Landkreis sowie Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bieten.

Zwei bestehende RegioBuslinien (Fürstenau-Bersenbrück sowie Fürstenau-Quakenbrück) erfahren ebenfalls eine zeitliche Ausweitung der Angebote, um die Randzeiten und das Wochenende zu erschließen.

Kleinbus auf einer Landstraße

Um eine flexible und bedarfsorientierte Mobilität zu ermöglichen, werden On-Demand-Verkehre in den drei Gemeinden Bramsche, Melle und der Samtgemeinde Bersenbrück getestet.

Kleinbusse können dort per App oder telefonisch nach Bedarf (= On-Demand) bestellt werden. Diese bringen Fahrgäste dann zu virtuellen Haltestellen (ausschließlich in der Smartphone-App sichtbar, wodurch eine sehr große Anzahl an Start- und Zielpunkten möglich wird) und Haltestellen des ÖPNV, schließen damit die räumlichen und zeitlichen Lücken und schaffen die Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürger über die Bedienung der ersten und letzten Meile enger an das Netz anzubinden.

Durch die unterschiedlichen Strukturen, Anforderungen und entsprechende Betriebskonzepte der Pilotkommunen wird erprobt, ob die Angebote angenommen und eine spätere Übertragbarkeit auf weitere Kommunen im Landkreis gegeben ist.

Bus hält an einem Busbahnhof. Im Vordergrund: Piktogramme.

Darüber hinaus werden in jeder der 21 kreisangehörigen Gemeinden des Landkreises Mobilstationen entstehen. Haltestellen werden zu zentralen Verknüpfungspunkten aufgewertet, die eine verbesserte Sichtbarkeit und Wahrnehmung des ÖPNV sicherstellen und das Komfortniveau erhöhen – zum Beispiel mit gesicherten Radabstellanlagen und wettergeschützten Wartebereichen.

Mit der Ausweitung des Carsharings um 10 weitere Fahrzeuge wird die tageszeitunabhängige, flexible Mobilität des täglichen Bedarfs weiter gestärkt und stellt zudem eine über das Mobilitätsportal vernetzte Alternative zum privaten PKW dar.

Luftaufnahme einer Stadt im Hintergrund. Davor ein Tablet mit der Startseite einer Mobilitätsplattform.

Das Mobilitätsportal in Stadt und Landkreis führt sämtliche Mobilitätsbausteine digital zusammen und schafft damit einen einfachen und schnellen Zugang zu allen Mobilitätsformen sowie ein attraktives Gesamtangebot öffentlicher Mobilität.

Mit nur einem zentralen Login können Nutzende ihre individuellen Verkehre bequem verwalten und sich für unterschiedliche Mobilitätsbausteine freischalten, wodurch auch die Mobilstationen und der On-Demand-Verkehr neben dem ÖPNV „aus einer Hand“ erlebbar werden.

Dies kommt dem Wunsch nach komfortabler, flexibler und bedarfsgerechter Mobilität entgegen und erhöht die Attraktivität des ÖPNV. Das Mobilitätsportal bietet den Menschen somit zukünftig einen neuartigen Zugang zur Vielfalt der Mobilität im Osnabrücker Land.

Vorabbekanntmachung / Genehmigungswettbewerb

Vorabbekanntmachung nach Art. 7 Abs. 2 Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 und § 8a Abs. 2 Personenbeförderungsgesetz. Unter folgendem Link ist das ergänzende Dokument zur Vorabbekanntmachung zu finden.

Der Landkreis Osnabrück beabsichtigt die Einrichtung von zwei SchnellBuslinien als eigen­wirtschaftlichen Linienverkehr nach §§ 42 PBefG. Hierzu ruft der Landkreis Osnabrück nunmehr zu einem eigenwirtschaftlichen Genehmigungswettbewerb auf. Unter folgendem Link ist das ergänzende Dokument zur Vorabbekanntmachung zu finden.